Michael Schumachers Zweiradbilanz: Gefährlicher als der Schaukelstuhl
Michael Schumachers Zweiradbilanz: Gefährlicher als der Schaukelstuhl Bilder

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(motorsport-magazin.com) Mit Sebastian Vettel hat Motorsport-Deutschland seit Monza wieder einen Helden, den es feiern kann. Michael Schumacher freut sich mit den Fans und für Sebastian Vettel, doch er warnt auch davor, zu schnell zu viel von Vettel zu verlangen oder ihn gar an den Erfolgen eines siebenfachen Weltmeisters zu messen.

Schumacher selbst fuhr in diesem Jahr nur auf zwei Rädern Rennen. Dabei stand für ihn der Spaß im Vordergrund, nicht das Gewinnen. "Nur beim Fußball will ich noch gewinnen!", sagte er im Interview mit der Bild-Zeitung. "Wenn wir mit unseren Jungs spielen, das ist mir wichtig. Da weiß ich, dass ich noch gewinnen kann. Ansonsten wüsste ich keinen Wettbewerb, bei dem ich noch gewinnen könnte oder müsste."

Gefährlicher als der Schaukelstuhl

Auf zwei Rädern wisse er, dass er nicht gewinnen könne. "Es sei denn, ich fahre Hobbyrennen. Aber da bin ich irgendwie auch rausgewachsen und es macht keinen Spaß, wenn man immer vorne wegfährt", so Schumacher, dem die Gefahr durchaus bewusst ist. "Motorradfahren ist sicher gefährlicher, als wenn ich in der Zeit im Schaukelstuhl sitze. Aber zwischen Motorradfahren auf der Rennstrecke und auf der anderen Seite im Straßenverkehr ist ein großer Unterschied."

Auf der Straße könne man die Umstände nicht beeinflussen, es gebe schlechtere Sicherheitsvorkehrungen, da Leitplanken oder Bäume nicht gerade besonders gut gepolstert sind, und Geschwindigkeitsbegrenzungen verhindern, dass er den Speed so ausleben könne wie auf der Rennstrecke. Deshalb fährt Schumacher mittlerweile auch viel seltener auf der Straße Motorrad. "Ich habe festgestellt, dass das Fahren auf der Rennstrecke mit den Motorrädern, die ich benutze, mir viel mehr Empfindungen gibt und ich da viel mehr Spaß haben kann als ich das auf der Straße habe", verriet er der AutoBild Motorsport.

Knackpunkt Vorderrad

Ein Vergleich zwischen zwei und vier Rädern fällt ihm schwer. Mit einem Auto könne man einfach in eine Kurve rein fahren und feststellen, wo die Grenzen liegen, ohne sich dabei zu drehen. "Beim Motorrad heißt es am Anfang erst mal: Bodenkontakt!" Das ziehe wiederum einige Schrammen am Material nach sich, er selbst blieb bei seinen Stürzen in der IDM immer unverletzt. "Das Gefühl für das Vorderrad beim Motorrad zu finden, ist der Knackpunkt. Beim Hinterrad stellt man irgendwann fest, wo die Grenze ist." Beim Vorderrad dauere das um ein Vielfaches länger.

Bei der Konzentration und Anstrengung sind Motorradrennen für Schumacher einfacher, "wobei ich natürlich auch einen ganz anderen Speed fahre", betont er. Er wisse nicht, ob man das vergleichen dürfe, "wenn ich annähernd zwei Sekunden langsamer fahre pro Runde als die Topfahrer. Ich weiß nicht, welche Energie sie aufwenden müssen, um diese Leistung zu erbringen."

adrivo Sportpresse GmbH

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