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Mini: Einst kleiner Revolutionär mit großer Underdog-Sympathie
Mini: Einst kleiner Revolutionär mit großer Underdog-Sympathie Bilder

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München – „Es ist Zeit, über Mini zu sprechen!“ Adrian van Hooydonk sagt es nicht nur, der Chefdesigner der BMW-Gruppe, zu der die Marke Mini gehört, tut es auch gleich. Anlass ist die Vorstellung der neuen Studie „Vision“, die einen Ausblick auf die nächste Mini-Generation gibt, die voraussichtlich Anfang 2014 kommt, Motto „Das Knackige bleibt“.

2001 Neueinführung durch BMW

Im Heiligsten der Designer, im „Penthouse“ des Forschungs- und Innovationszentrums in der Knorrstraße 147, lässt der Niederländer in Diensten der Münchner die Mini-Geschichte Revue passieren. Von den Anfängen des kleinen Briten 1959 über Austin Motor Company, Morris Motor Company, später British Motor Corporation, British Leyland und Rover bis hin eben zur Neueinführung der Marke 2001 durch BMW.

Balance aus Tradition und Innovation

„Sir Alex Issigonis hat mit dem klassischen Mini einen revolutionären Kleinwagen entworfen, der auf kleinstmöglicher Fläche größtmöglichen Innenraum bietet“, lobt van Hooydonk die Idee des britischen Ingenieurs griechischer Herkunft, das Grundprinzip „Form folgt der Funktion“ auf den Automobilbau zu übertragen. Es zähle noch heute zu den zentralen Gestaltungsprämissen von Mini. Die Stärken der Marke würden bewusst konsequent weiterentwickelt und neu interpretiert. So entsteht laut Hooydonk eine „perfekte Balance aus Tradition und Innovationskraft“.

Urahn der Kompaktmodelle

Issigonis‘ Konzept war – wie der Name des Modells – einfach. Der Motor vorn quer eingebaut, das Getriebe mit dem Motorblock zu einer Einheit verbunden, so dass sich beide sogar noch den Schmierstoff teilen können, dazu kurze Karosserie-Überhänge und kleine Räder – und alles auf einer Länge von nur wenig mehr als drei Metern! Der Urahn aller Kompaktwagen ist geboren. Als im Oktober 2000 nach über 40 Jahren das letzte Exemplar vom Band läuft, technisch immer nur in Details verändert, ist der fast 5,4 Millionen Mal gebaute Mini das meistverkaufte britische Auto. Es heißt, der später zum Sir ernannte Issigonis habe seine ersten Skizzen auf eine Serviette beziehungsweise Tischdecke gezeichnet. John Cooper gesellt sich später als eine Art Haustuner dazu.

Später auch größer geworden

Der Mini mit der Underdog-Sympathie, wie es van Hooydonk nennt, wird sogar Rennstrecken-tauglich. „Es macht einfach Spaß, ihn um die Ecken zu bewegen.“ In zahlreichen Filmen von Peter Sellers in „Ein Schuß im Dunklen“ (1964) und den Beatles in „Magical Mystery Tour“ (1967) über Bud Spencer in „Plattfuß in Afrika“ (1978), Rowan Atkinson in „Mr. Bean“ (1989), Bill Murray in „Agent Null Null Nix“ (1997) und Matt Damon in „Die Bourne-Identität“ (2002) bis Anis Mohamed Youssef Ferchichi in „Zeiten ändern sich“ (2010) fährt das Kultmobil mit. Dazu zählt van Hooydonk eine Reihe prominenter Besitzern des britischen Winzlings auf, „der später auch aus Sicherheitsgründen natürlich größer geworden ist“. Der Bogen hier spannt sich von Twiggy bis Enzo Ferrari, der gleich Exemplare erworben und gesagt haben soll: „Wenn er nicht so hässlich wäre, könnte ich mich in den Mini verlieben.“ Selbst die Queen, so wird kolportiert, habe sich öfters in einem Mini chauffieren lassen …

Typische Designelemente

Als Mini-Icons listet der Designer die Front mit den direkt in die Motorhaube eingelassenen Ellipsoidscheinwerfern, Hexagon-Kühlergrill und kreisförmigen Nebelscheinwerfern als „Beauty Spot“ auf, dazu Keilform, aufgesetztes Dach, verchromte Türgriffe, aufrecht stehende Heckleuchten, an den äußersten Ecken sitzenden Räder, wichtig für das Gokart-Fahrgefühl im Mini, und die Kippschalter innen.

Aktuell acht Varianten

Bei Mini finden sich aktuell einschließlich John Cooper Works mit dem Mini, Coupé, Cabrio, Roadster, Clubman/Clubvan, Countryman und dem Paceman bereits acht Varianten im Programm. Die Einstiegspreise reichen von 15 700 bis 36 800 Euro für den John Cooper Works GP. Hinzu kommen sieben Designmodelle für 16 990 bis 28 800 Euro. BMW hat im vergangenen Jahr mehr als 1,8 Millionen BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft; die 301 526 Mini-Einheiten bedeuteten dabei einen Zuwachs von fast sechs Prozent gegenüber dem Jahr davor.

Mittlerweile Premium-Kleinwagen

Alles in allem: Wenn man ihn fragt, wofür Mini, mittlerweile zum Premium-Kleinwagen geworden, steht, muss Adrian van Hooydonk nicht lange überlegen: „Für Originalität und Intelligenz auf kleinstem Raum“, sagt der Designer. Soviel Zeit muss sein.

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