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Mitsubishi L200: Der Last-Lust-Laster
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Pickups haben hierzulande einen schweren Stand – zu sehr erinnern die praktischen Tausendsassas im Alltag an ein Nutzfahrzeug. Der neue Mitsubishi L200 ist angetreten, das zu ändern. Mit Pkw-Komfort Allradantrieb und optimierter Sicherheitstechnik.
Blickfang
Schnittig sieht er aus. Das verraten die unverholen neugierigen Blicke der anderen Autofahrer. Zumindest entsteht dieser Eindruck, wenn man aus mannshoher Sitzposition den Verkehr überblickt. Die Jumbo-Passagierkabine schmiegt sich mit elegantem Schwung an die Ladefläche. Selbst bei der viertürigen Doppelkabine ist dort genug Platz, um beispielsweise ein Quad huckepack zu nehmen.
Viele Talente
Zur Markteinführung am 25. März präsentiert Mitsubishi den Allrad-Pickup L200 in drei Karosserievarianten, die das ganze Spektrum vom Baustellenlaster bis zum Lifestyle-Spielzeug für Großstadtcowboys abdecken. Die Preise für den familienfreundlichen Viertürer beginnen bei 26.190 Euro. Billiger ist das Arbeitstier für den Handwerker: mit zwei Sitzen und extragroßer Ladepritsche. Für die Basisversion genügen 21.990 Euro. Zahlreiches Zubehör – vom Hardtop bis zur ausziehbaren Ladefläche – bietet Gelegenheit, das Fahrzeug individuell aufzurüsten. Für den Antrieb sorgt in jedem Fall ein 2,5-Liter-Turbodiesel. Der Vierzylinder entwickelt 136 PS (100 kW) und 314 Newtonmeter Drehmoment. Zudem ist er mit der Schadstoffnorm Euro 4 vorbildlich sauber.
Mit Schleuder-Stopp
Doch damit nicht genug. So verfügt der Japaner als einziger im Segment – im Topmodell Intense – über eine Traktionskontrolle und ein elektronisches Stabilitätsprogramm (MASC). Das verhindert auf rutschigem Grund ein ausbrechendes Heck. Mit leerer Pritsche sind Pickups diesbezüglich mit Vorsicht zu genießen. Doch nicht nur die Konkurrenz hat damit, je nach Drehmomentstärke des Motors, mehr oder weniger heftig zu kämpfen. Das Problem kennt auch das L200-Basismodell Invite, das mit zuschaltbarem Frontantrieb antritt. Bis Tempo 100 kann die Allradtechnik mit einem zweiten Schalthebel aktiviert werden. Beim L200 Intense sieht das schon anders aus: Er ist mit permanentem Vierradantrieb bestückt. Eine sperrbare Viscokupplung variiert die Antriebskraft je nach Anforderung zwischen Vorder- und Hinterachse. Privatkunden, die den Hauch von Abenteuer mit dem Pickup suchen, werden wohl nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen den Intense wählen. Unter diesem Gesichtspunkt bleibt es zumindest fragwürdig, dass Mitsubishi nur zwei Frontairbags anbietet, nicht aber Seitenairbags. Durch die hohe Sitzposition sollen Verstärkungen in den Türen genügend Sicherheit bieten. Zum Schutz der Kinder sind Isofix-Verankerungen vorhanden.
Mehr Komfort
Riesen-Wendekreis, störrisches Fahrverhalten, laute Fahrgeräusche und eine bockige Hinterachse – Pickups waren lange Zeit nur etwas für harte Jungs. Mit dem L200 brechen neue Zeiten an. Ganze 11,80 Meter benötigt das über 5 Meter lange Fahrzeug für eine 180-Grad-Wende. Und die Hinterachse schont die Bandscheibe, obwohl es sich um eine robuste Starrachse mit Blattfedern handelt. Schließlich darf der Pickup fast eine Tonne laden. Die Konstruktion ermöglicht ein unproblematisches, wenngleich immer noch etwas behäbiges Handling. Für anspruchsvolle Aufgaben abseits der Straße spendierten die Techniker einen Unterfahr-Schutz. Bei der Pressevorstellung nahe Frankfurt wühlte sich der Allradler dann auch tapfer durch tief ausgewaschene Feldwege. Dank Geländeuntersetzung werden selbst extreme Steigungen gemeistert. Auf dem tief verschneiten Gelände einer Kiesgrube wurde bei steilen Bergabpassagen nur ein abschaltbares ABS vermisst.
Für lange Strecken
Auf der Autobahn sind dank effizienter Geräuschdämmung schnelle Etappen kein Problem. Wenn es denn sein soll, klettert die Tachonadel mit etwas Anlauf auf 167 km/h. Der Antritt aus dem Stand auf Tempo 100 ist in 14,6 Sekunden erledigt. Damit wird aus dem praktischen Partner für’s Grobe zwar noch keine Rakete, doch mit den gebotenen Fahrleistung lässt es sich gut leben. Zumal der Turbodiesel mit einer gleichmäßigen Kraftentfaltung glänzt. Und Verbrauchswerte von durchschnittlich 8,6 Liter Diesel sind für einen Zweitonner mehr als respektabel.
Für die ganze Familie
Innen präsentiert sich der Pickup als durchaus wohnlicher Fünfsitzer, der im Fond mit üppiger Beinfreiheit überzeugt. Fließende Formen, Polsterbezüge mit angenehmer Struktur und sauber verarbeitete Kunststoffe sorgen für positive Überraschungen. Das Armaturenbrett bietet sogar Platz für ein integriertes Navigationssystem. Sonst findet sich dort über der Mittelkonsole ein geräumiges Staufach. Beim Intense gehören auch ein CD-Radio, ein Bordcomputer und elektrisch einstellbare Außenspiegel zur Serienausstattung. Besonderer Clou der viertürigen Doppelkabine ist die elektrisch versenkbare Heckscheibe, die im Sommer eine zugluftfreie Belüftung ermöglichen soll. Außen sind beim L200 je nach Ausstattung 16-Zoll Stahl- oder Alufelgen Standard.
Fazit: Mitsubishi hat dem L200 feine Manieren beigebracht, ohne dass der Nutzwert dadurch gelitten hätte. Zum ersten Mal bin ich ins Grübeln gekommen, ob so einer nicht auch etwas für mich sein könnte.
mototype.de, Holger Schilp

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Gast auto.de

August 24, 2009 um 3:32 am Uhr

Die elektronische Traktionskontrolle regelt auch im normalen Fahrbetrieb auf Null. Manchmal nur ärgerlich aber mehrmals war es lebensbedrohlich (z.B. beim Überholen) Die Reduktion läßt sich beim Automatik nicht zuverlässig rein und rausschalten. Viele kleine weitere Mängel. Mitsubishi ist sehr inkulant und streitet immer erstmal alles ab-
Das Fahrzeug ist nicht zum Kauf zu empfehlen

Gast auto.de

April 20, 2009 um 9:33 pm Uhr

Vor dem Kauf dieses Fahrzeuges kann man nur warnen. Das Fahrzeug hat deutlich mehr gravierende Mängel als Räder

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