Mobile Zukunft (III): Neue Entwicklungen machen Soft- und Hardtops immer besser
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Beim VW Eos, hier noch die Erstauflage, handelt es sich um einen Hardtop-Vertreter. Bilder

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Nach oben offen vom Zwei- bis zum Fünfsitzer: Audi A5 Cabrio. Bilder

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Noch ein Beispiel für klassisches Stoffverdeck: Porsches aktuelles 911 Cabrio. Bilder

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Softtops lassen sich platzsparender im Kofferraum verstauen. Bilder

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Weiches Tuch statt harter Schale: VW Golf GTI Stoffverdeck-Cabrio. Foto: Koch Bilder

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Leipzig – Gerade jetzt in den wärmeren Sommermonaten sieht man sie häufiger: Cabrios, das belegen auch die Zahlen, werden in Deutschland immer beliebter. Rund 1,8 Millionen zählte das Kraftfahrt-Bundesamt Anfang 2012 hierzulande – bei rund 43 Millionen angemeldeten Pkw. Zum Vergleich: 1975 sind es gerade einmal 166 215 gewesen. Die Millionen-Grenze ist zwischen 1995 und 2000 durchbrochen worden.

Lust am Offenfahren wieder erwacht

Am Anfang waren offene Fahrzeuge die Regel, nicht die Ausnahme, ist jedenfalls in einer der jüngsten „Viavision“-Ausgaben der Volkswagen-Gruppe darüber zu lesen. Und weiter: „Ein Dach über dem Kopf zu haben, stellte einen Luxus dar, den damalige Autofahrer anstrebten.“ In den vergangenen 30 Jahren[foto id=“430565″ size=“small“ position=“left“] sei die Lust am Offenfahren aber wieder wach geworden. Rund vier Prozent aller Pkw auf deutschen Straßen sind demnach heutzutage Cabriolets. Die Modellpalette reicht vom Zwei- bis zum Fünfsitzer, vom metallenen Hardtop bis zum flexiblen Stoffverdeck.

Vor allem im Südwesten und im Norden

Aus Quellen des Kraftfahrt-Bundesamtes und des ADAC geht hervor: Autofahrer im Südwesten und im hohen Norden fahren besonders gern Cabrio. Im Saarland waren zuletzt mit fast sechs Prozent aller Pkw die meisten Cabriofahrer unterwegs, dicht gefolgt vor den Hamburgern mit rund fünfeinhalb. Im Osten, so die Bilanz, gehöre das Cabrio weniger zum Straßenbild, obwohl auf Rügen beispielseise mit der Deutschen Alleenstraße eine der schönsten Cabriorouten beginne.

Beide Varianten mit Vor- und Nachteilen

Die ersten Cabrios waren mit Stoffverdeck überdacht, Softtop würde man heute im Gegensatz zu den Hardtops aus Stahl und Kunststoff sagen. Beide Verdeckarten haben ihre Vor- und Nachteile: Softtops sind leicht und beweglich, benötigen aber eine besondere Pflege, während Hardtops robuster sind, dafür aber das Auto schwerer machen. Und weniger Gewicht bedeutet bekanntlich auch weniger Verbrauch.

Möglich ist auch elektrochrome Verdunkelung

Experten unterscheiden zwischen teiloffenen Dächern wie Schiebe- oder Hebedächern unterschiedlicher Größen. Manche Panoramadächer lassen sich ebenfalls öffnen. Sie reichen in der Regel von der Front- bis zur Heckscheibe, sind mit Rollos aus transparentem oder blickdichtem Stoff ausgestattet. „Möglich ist auch die sogenannte elektrochrome Verdunkelung“, heißt es [foto id=“430566″ size=“small“ position=“right“]aus Hersteller- und Forscherkreisen im „Viavision“-Beitrag: „Dazu wird das Glas mit Oxiden beschichtet, die es unter elektrischer Spannung dunkler färben. Dies wird manuell per Knopfdruck oder sensorisch durch Sonneneinstrahlung ausgelöst.“

Klassisches Stoffverdeck für viele ästhetischer

Bei Softtops als eher klassische Variante handelt es sich um Faltschiebedächer aus flexiblem Material wie PVC oder Stoff, bei Hardtops um Klappdächer eben aus Stahl und Kunststoff. Ein Softtop gilt vielen als ästhetischer. Neue Entwicklungen machten aber beide besser, zitiert „Viavision“ die ADAC-Motorwelt und den Hersteller Webasto: Softtop-Stoffbahnen werden so mittlerweile mit Kautschuk verstärkt, um sie robuster zu machen, in Hardtops kommen Leichtbaumaterialien wie Verbundkunststoffe zum Einsatz, um sie leichter zu machen.

Durch drei Schichten noch formstabiler

1,4 Millionen Cabriolets hat allein der Volkswagen-Konzern nach eigenen Angaben bis 2012 verkauft. Vom Golf Cabrio, dessen Stoffverdeck in der aktuellen Auflage aus insgesamt drei Schichten besteht und dadurch formstabiler ist, sind seit 1979 demnach insgesamt 720 000 Fahrzeuge ausgeliefert worden, vom Käfer Cabrio gab es 332 000 Exemplare. Ein weiterer offener VW ist der Eos, dessen Hardtop aus Metall aus gleich fünf einzelnen Dachelementen besteht.

Platzsparender im Kofferraum

Deutlich flexibler gestaltbare Softtops sind um die 20 bis 30 Prozent leichter als Hardtops, können im Kofferraum platzsparender verstaut werden, die meisten sind mit speziellen Reinigern von Hand zu pflegen. Hardtops dagegen dürfen in die Waschanlage, schirmen besser vor Geräuschen aus der Umgebung und vor allem vor Windgeräuschen ab. Der ADAC gibt zehn Jahre als durchschnittliche Lebensdauer eines Softtops an, womit sie schneller verschleißen als robustere Hardtops.

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Gast auto.de

Januar 21, 2014 um 10:34 pm Uhr

Schade finde ich die sukzessive wie radikale Ausdünnung von Hardtop-Cabrios aus dem Modellpaletten der Anbieter.

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