Motorrad MV Agusta Brutale 675: Die Jedermann-MV
Motorrad MV Agusta Brutale 675: Die Jedermann-MV Bilder

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Der Nobelhersteller MV Agusta bringt ein feines Zweirad, das den exklusivitätsverliebten Italienern keiner zugetraut hätte: Dabei kommt die nackte Landstraßenkanone Brutale 675 mit einem innovativen Dreizylinder zum erschwinglichen Preis von 8.990 Euro.

Beim Namen MV Agusta spitzen Zweirad-Liebhaber gleich beide Ohren:Und zwar wegen der legendären Grand-Prix-Erfolge in den Sechzigern und Siebzigern mit Nationalheld Giacomo Agostini im Sattel, aber auch wegen der Wiederauferstehung der Marke vor elf Jahren mit der zeitlos[foto id=“426625″ size=“small“ position=“right“] schönen F4 als Vorzeigemodell. Dieser Motorrad-Hersteller steht für gut gemachte und sündhaft teure Motorräder, die als Design-Ikonen fast eher ins Wohnzimmer als auf die Straße gehören.

Doch jetzt kommt eine Meccanica Verghera (MV) Agusta auf die Zweirad-Welt, die nach wie vor technisch exklusiv, wunderschön anzuschauen und mit einem Preis von rund 9.000 Euro noch erschwinglich ist: die Brutale 675.

Von Weitem unterscheidet sich das neue Modell kaum von den großen Schwestern der Brutale-Reihe, die bei MV für den Landstraßensport ohne Verkleidung stehen. Den charakteristischen Ovalscheinwerfer haben die Designer mit einer markanten Linie im atemberaubenden italienischen Design kombiniert. Im Detail zeigt sich aber die Kostendämpfung, beispielsweise durch eine preiswertere Scheinwerfertechnik, nicht einstellbare und damit günstigere Federelemente sowie ein weniger aufwendiges MIG-Schweißverfahren beim Rahmen.

Faszinierend ist aber auch die im Zentrum zur Schau gestellte Technik: Für den Antrieb sorgt ein ultrakompakter Dreizylinder, der mit Einspritzung, zwölf Ventilen und einem Hubraum von 675 Kubik eine Maximalleistung von 79 kW/108 PS bei 12 500 U/min[foto id=“426626″ size=“small“ position=“left“] generiert – eine 35-kW/48-PS-Version für den Einstiegsführerschein ab 2013 ist bereits homologiert. Große Besonderheit des Triebwerks ist die erste rückwärts drehende Kurbelwelle im aktuellen Motorrad-Serienbau, die sich die Ingenieure bei der Yamaha YZR-M1 von Valentino Rossi abgeschaut haben, mit der er 2008 und 2009 die MotoGP dominierte. Durch die Rückwärtsdrehung wird ein Teil der stabilisierenden Kreiselkräfte der Räder ausgeglichen, was das Motorrad handlicher macht und die Wheelie-Neigung (Anheben des Vorderrads beim Beschleunigen) verringert. Damit ein Motorrad mit rückwärts drehender Kurbelwelle, aber nicht rückwärts fährt, muss eine Zwischenwelle die Drehrichtung wieder umkehren. Bei der MV fungiert diese Welle zugleich als Ausgleichswelle, treibt die Steuerkette an und ist Geber für die Motordrehzahl.

Die 810 Millimeter Sitzhöhe fühlen sich durch die schmalen Hüften des Bikes niedriger an, zum Lenker braucht sich der Fahrer kaum zu strecken, die Knie ruhen in entspannten Winkeln auf den Rasten. Insgesamt sitzt der Pilot moderat sportlich bei aufrechtem Oberkörper mehr im als auf dem Motorrad, und hat alles gut im Griff, die Platzverhältnisse sind ideal für Staturen von 165 bis 185 cm.

Beim Druck aufs Knöpfchen erwacht der italienische Drilling[foto id=“426627″ size=“small“ position=“right“] mit aggressivem Bellen zum Leben, gierig nimmt er jeden Dreh am Gasgriff auf und dreht freudig nach oben. Zum schnellen Losfahren müssen Kupplung und Gashand durch das bisweilen verzögerte Ansprechen schon kooperieren, damit die MV Agusta beherzt antritt und begeistert ab 4000 Umdrehungen mit einer herzerfrischenden Drehfreude bis weit in fünfstellige Regionen ansdreht. Das breite nutzbare Drehzahlband des Dreizylinders macht das Fahren leicht und so manchen Gangwechsel überflüssig. Das ist auch insofern angenehm, als die Kupplung nach einer kräftigen Hand verlangt und das Getriebe durchaus kürzere Schaltwege vertragen könnte. Zum Fahrgenuss trägt das Gänsehaut-Klangerlebnis des Triples bei, dessen mächtiges Ansaugröhren kräftige mechanische Motorgeräusche begleiten.

Vom rechten Lenkerende lassen sich die bekannten Motormodi „Sport“, „Normal“ und „Rain“ anwählen. Als Neuheit gibt es einen Custom-Modus, über den Ansprechverhalten, Drehmomententfaltung, Motorbremse und Drehzahlbegrenzer in jeweils zwei Versionen eingestellt werden können.

Die achtfach einstellbare Traktionskontrolle reduziert am Kurvenausgang das Motordrehmoment in gesunde Regionen, nachdem das erstaunlich spielerische und zielgenaue Fahrverhalten der Brutale 675 zu einer mehr als flotten Fahrweise animiert hat. Die MV hinterlässt einen ungemein leichtfüßigen und beherrschbaren Eindruck. Die gute Straßenlage rührt auch von einer gelungenen, sportiv-straffen Abstimmung der Federelemente her. Und wirds mal zu flott, bringen die radial angeschraubten Vierkolben-Festsattelzangen die Herzfrequenz schnell wieder auf Normalniveau – sie beißen zwar nicht giftig, aber sehr verlässlich und gut dosierbar zu, wie es der Biker von Landstraßenstoppern erwartet.

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Fazit

Mit der Brutale 675 ist der exklusive Edelhersteller MV Agusta den Schritt in Richtung großer Stückzahlen erfolgreich gegangen, denn die Neue entspricht in Optik und Funktion der Firmenphilosophie, vom Preis liegt sie mit 8.990 Euro dagegen auf dem Niveau der europäischen und japanischen Konkurrenz.

Technische Daten MV Agusta Brutale 675
Straßenmotorrad mit flüssigkeitsgekühltem Reihen-Dreizylinder-Viertakt-Motor, vier Ventile je Zylinder,
Hubraum: 675 cm3
Bohrung x Hub: 79,0 x 45,9 mm
Leistung: 79 kW/108 PS bei 12.500 U/min
max. Drehmoment: 65 Nm bei 12 000 U/min
elektronische Kraftstoffeinspritzung, G-Kat, Sechsganggetriebe, Upside-Down-Telegabel, Aluminium-Zweiarmschwinge mit angelenktem Zentralfederbein, zwei Scheibenbremsen vorn, eine hinten, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17
Sitzhöhe: 810 mm
Tankinhalt: 16,6 Liter
Trockengewicht: 167 kg
Preis: 8.990 Euro

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