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Nachgefragt: Quo vadis, Toyota?

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Es ist ja eigentlich nicht die Art eines Japaners, große Töne zu spucken und lauthals aufzutrumpfen, auch nicht von Toshiaki Yasuda, dem Präsidenten der Toyota Deutschland GmbH. Der Japaner gibt sich dennoch kämpferisch: „Toyota ist wieder da“. Schwer hatten die verheerenden Naturkatastrophen in Japan und Thailand im letzten Frühjahr dem Geschäft des Autobauers zugesetzt. Doch die Zahlen bessern sich zusehends, das dritte Quartal gibt deutliche Zeichen dafür.

Vermutlich habe man das neu gesteckte Ziel eines Umsatzes von 169,4 Milliarden Euro und einem Betriebsergebnis von 2,5 Milliarden Euro bereits jetzt, einen Monat vor dem Ende des laufenden Geschäftsjahrs, erreicht, so der Japaner. In Deutschland will die Marke im Jahr 2012 allein 90.000 Fahrzeuge absetzen, im kommenden Jahr sollen es mehr als 100.000 Einheiten sein. Eine stetige Steigerung, auch wenn man dabei noch weit von den 200.000 Einheiten entfernt liegt, die im Jahr 2004 als angepeilte Marke für 2010 ausgegeben worden waren. Das erklärte Ziel von Toyota ist es, wieder Weltmarktführer zu werden. Auf diesem Weg hat der Autobauer aber mit dem immens starken Yen zu kämpfen, was Produkte aus Japan im Ausland sehr teuer macht.

Hier zahlt sich die Strategie aus, die Fahrzeuge an 50 Produktionsstandorten in weltweit 26 Ländern zu fertigen, und von allen Standorten aus zu exportieren. Das erlaubt ein flexibles Reagieren auf Wechselkursschwankungen. Der Autobauer hat sich Nachhaltigkeit auf seine Fahne geschrieben. Die Hybrid-Technik ist eines der wichtigsten Standbeine davon. Allein in Europa hat Toyota bis dato mehr als 400.000 Fahrzeuge mit der Doppelmotortechnik verkauft, weltweit sind es nicht weniger als 3,6 Millionen, rechnet Ulrich Selzer, der Geschäftsführer von Toyota Deutschland, vor. 2011 lag der Anteil der Hybrid-Fahrzeuge an den Gesamtverkäufen bei rund zehn Prozent. Und mit der Einführung des Yaris Hybrid zu einem echten Kampfpreis von rund 16.900 Euro und dem neuen Familien-Van Prius+, kann der Hersteller nun fast alle Pkw-Sparten mit einem Doppelmotorantrieb abdecken. Und Ende des Jahres wird mit dem Prius PHV der erste Plug-in-Hybrid das Modellangebot erweitern.

„Der Hybrid ist schon lange aus seinem Öko-Nischendasein herausgetreten“, meint Selzer. Die Emissionen zu senken, sei in diesem Jahrzehnt nur mit Hybridfahrzeugen möglich, da E-Antriebe noch nicht in ausreichender Stückzahl verkauft werden. Dass ihnen jedoch die Zukunft gehören wird, dessen ist sich Selzer sicher. Allerdings sieht der Manager gerade bei der Händlerschaft derjenigen Hersteller Nachholbedarf, die E-Mobile in ihrem Programm haben. „Häufig wendet sich potentielle Kundschaft angesichts der langen Lieferzeiten und dem miserablen Service seitens der Händler frustriert ab und kaufen dann einen Prius“, so Selzer.

Mit einem Vorurteil aufzuräumen, ist dem Geschäftsführer wichtig, nämlich dem, dass Toyota Elektrofahrzeuge ablehne. Das Gegenteil sei der Fall. Ende des Jahres soll nämlich ein Elektro-iQ in einen Flotten-Feldversuch gehen. Darüber hinaus will die Nippon-Schmiede 2015 das Brennstoffzellenauto FCV-R zu den Händlern rollen lassen. Insofern stellt der Genfer Autosalon einige Weichen, denn dort wird neben dem Yaris Hybrid und dem FCV-R auch die Studie eines Ultraleichtbau-Vollhybridfahrzeugs mit der Bezeichnung „FT-Bh“ debütieren. Man darf gespannt sein.

 

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