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Opel Zafira 1.9 CDTi Automatik: Besser schalten lassen
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Automatikfans werden beim Zafira wohl den 1,9-Liter-Turbodiesel wählen. Denn nur der wird mit einer top-modernen Sechsgangautomatik ausgerüstet – der Benziner muss sich mit vier Schaltstufen begnügen. Zum Test ist der Zafira 1.9 CDTi mit 120 PS angetreten.

Kalt erwischt

Strahlender Sonnenschein und viel Schnee begleiteten uns beim Test in nördlichen Gefilden – ein letzter Gruß vom langen Winter. Doch selbst tiefste Minusgrade wurden entspannt gemeistert. Und das lag nicht zuletzt an der wirkungsvollen Klimaautomatik, die beim Sondermodell "Edition Plus" serienmäßig ist. Genau wie das Navigationssystem mit seinem großen Farbdisplay, der Bordcomputer und das Lederlenkrad. Der entsprechende Zafira 1.9 CDTi mit 120 PS (88 kW) und Automatikgetriebe ist ab 27.50 Euro zu haben. Ein Preisvorteil von 1.200 Euro. Wer automatischen Schaltkomfort mit mehr Power möchte, wählt entweder den 150-PS CDTi oder den gleich starken 2,2-Liter-Benzin-Direkteinspritzer. Der tritt allerdings mit einer älteren Automatik an, die mit nur vier Schaltstufen auskommen muss.

Harmonisches Duo

Anfängliche Zweifel, ob die 120 Automatik-PS den 1,6 Tonnen schweren Zafira angemessen in Schwung bringen, sind schnell verflogen. Der Vierzylinder startet selbst nach winterkalter Nacht in nachbarschaftsfreundlicher Lautstärke. Die dezente Geräuschkulisse bleibt bis zur Höchstgeschwindigkeit von 182 km/h erhalten, sechs Gänge werden sanft gewechselt. Auch der Kickdown erfolgt nahezu ruckfrei. Weiterer Vorteil: die neue Sechsgangautomatik kaschiert die leichte Anfahrschwäche des Triebwerks perfekt. Wer es eilig hat, ist aus dem Stand in 12,7 Sekunden auf Tempo 100. Klingt nach nicht viel, reicht für den Alltag aber dicke. Denn der Antritt aus mittleren Drehzahlen – wichtig für den Zwischenspurt – ist recht kraftvoll. Ein Verdienst von 280 Newtonmeter Drehmoment, die ab 2.000 Umdrehungen kraftvoll zupacken. Damit ist der Zafira für den Einsatz als Familientransporter bestens gerüstet. Was aber nicht heißt, dass der Van nicht wie der Blitz über Landstraßen fegen könnte.

Saubere Vorstellung

Das Fahrverhalten ist Opel-typisch ohne Tücke und mit reichlichen Sicherheitsreserven gesegnet. Im Grenzbereich oder auf rutschigem Untergrund hilft das Stabilitätsprogramm ESP, die Spur zu halten. Für den Notfall sind sechs Airbags an Bord. Die Stunde der Wahrheit schlägt für den Automatik-Diesel aber an der Tankstelle. Während des zweiwöchigen Praxistests pendelten die Verbrauchswerte – je nach Fahrweise – zwischen sechs und acht Liter. Der Testdurchschnitt lag schließlich bei 7,6 Liter. Dabei dominierten Stadtverkehr und zügige Autobahnetappen – allerdings ohne Bleifußattacken mit Bodenblechkontakt. Kraftstoff sparende Landstraßenbummelei war selten dabei. Was nach der Verbrennung dem Auspuff entweicht, entspricht der Schadstoffnorm Euro 4 und ist durch einen Russpartikelfilter gereinigt. Nicht nur verantwortungsbewusste Familienväter wird das freuen.

Praktische Vielfalt

Apropos Familie: Die darf beim Zafira ruhig etwas größer ausfallen. Auch wenn die Plätze in der dritten Reihe nicht unbedingt langstreckentauglich sind. Mit sieben Personen an Bord schrumpft der Kofferraum auf 140 Liter. Werden die beiden hinteren Reihen flach im Boden versenkt, sind es umzugstaugliche 1.820 Liter. Dazwischen gibt es zahlreiche Varianten. So ist die mittlere Reihe stufenlos längs verstellbar. Die Rückenlehne besteht aus drei Teilen (40:20:40), wobei das mittlere Teil nach vorne geklappt als Armlehne mit Getränkehalter und Staubox fungiert. Die beiden äußeren Plätze lassen sich für entspannte Reisen um einige Grad nach hinten neigen. Platz für Kleinkram gibt es in einem "Geheimfach" unter dem Gepäckraumboden und im großen Handschuhfach. Durch die Kälte einer langen Winternacht dehnt sich dessen Kunststoffverriegelung allerdings so aus, dass sie nach dem Öffnen nicht wieder in ihre Ausgangsstellung zurückfindet. Erst nachdem sich das Interieur etwas erwärmt hat, lässt sich das Fach wieder schließen. Das war allerdings schon alles, was der Testwagen an echter Kritik einstecken musste. Das Interieur ist ansonsten sehr solide verarbeitet, die Optik orientiert sich am Astra. Im Vergleich zum alten Zafira bietet die Neuauflage spürbar mehr Innenbreite. Und der Familie damit mehr Bewegungsfreiheit, was sich nicht nur auf den Langstreckenkomfort positiv auswirkt.

Fazit: Der neue Opel Zafira hat die Stärken des Vorgängers – Variabilität und Nutzwert – weiter ausgebaut. Beim Testwagen gesellt sich ein kultivierter Turbodiesel dazu, der in Verbindung mit der hochmodernen Sechsgangautomatik eine echte Empfehlung wert ist.

mototype.de, Holger Schilp

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