Rennställe

Der Pleitegeier kreist über der Formel 1
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Copyright: Daimler

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In der Welt der Formel 1 dreht sich alles um Macht und Millionen. Und da sieht es in diesen Tagen bei einigen Teams finster aus. Über den Rennställen Caterham und Marussia kreist der Pleitegeier. Beide Teams können wegen ihrer finanziellen Schwierigkeiten nicht beim nächsten Rennen in den USA antreten. Damit sind nur noch 18 Autos am Start.

Umdenken angesagt

Doch was ist schuld an diesem Dilemma? Ganz einfach: Jahrelang haben die meisten Teams über ihre Verhältnisse gelebt. Red Bull, Ferrari und Mercedes-Benz investieren pro Saison geschätzte 250 Millionen Euro, andere nagen am Hungertuch und müssen mit einem Zehntel dieser Summe auskommen. Die vom Automobil-Weltverband FIA angedachte Kostenbremse gibt es noch immer nicht. Und nun bekommt der glamouröse PS-Zirkus die Quittung. Wenn bei den Verantwortlichen nicht ganz schnell umgedacht wird, droht ein Totalschaden. Auch die Teams Lotus, Sauber und Force India haben Geldsorgen. Sollten sie ihren Laden ebenfalls zumachen müssen, wäre das vermutlich das Ende für die Königsklasse des Motorsports. Denn wer will schon ein Formel-1-Rennen mit nur 12 Autos sehen?

Schere klafft

Während die kleinen Teams vor dem Ruin stehen, haben die Top-Rennställe keine Probleme mit den Sponsoren. Nur einen Tag nach der Vollbremsung von Marussia und Caterham vermeldete Mercedes-Benz jetzt einen weiteren Werbe-Deal. Mit Sportartikel-Hersteller Puma wurde eine neue Vereinbarung getroffen, die ab 2015 in Kraft tritt. Ab diesem Zeitpunkt wird Puma „offizieller Ausrüster“ für funktionelle Bekleidung und Schuhwerk sowie „offizieller Lizenznehmer“ für Schuhwerk, Bekleidung und Accessoires. Puma stattet die Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton und Nico Rosberg auch weiterhin mit seinen leichten Rennanzügen und Performance-Schuhwerk aus. Die Boxen-Mannschaft des Teams wird an den Formel-1-Strecken ebenfalls die neuesten Modelle auf dem Gebiet der Performance-Rennbekleidung tragen. „Puma war in den vergangenen drei Jahren unserer Zusammenarbeit ein wichtiger Partner. Wir sind hocherfreut, dass wir dies in den kommenden Jahren fortsetzen dürfen“, erklärte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Konkurrenz erwünscht

Doch Mercedes braucht die Konkurrenz in der Formel 1. Ohne die vielen anderen Teams gehen auch in Stuttgart die Lichter im Motorsport aus. Kleiner Vorschlag: Wie wäre es, wenn die großen Rennställe wie Red Bull, Ferrari und Mercedes einen Hilfsfonds zur Rettung der Formel 1 gründen? Und in diesen Fonds zahlen sie dann pro Jahr jeweils 100 Millionen Euro ein. Mit diesem Geld könnten die bedrohten Teams prima über die Runden kommen. Doch da liegen zwischen Wunsch und Wirklichkeit wohl immer noch Welten.

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