Präsentation Aprilia Tuono V4R: Tage des Donners
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Zur guten Tradition hat es sich Aprilia gemacht, aus den kompromisslosen Superbikes mit wohlfeilen Modifikationen landstraßentaugliche Ableger zu züchten. Das ist bei der neuen Landstraßenwaffe Tuono V4R nicht anders, die auf dem vollverkleideten Supersportler RSV4R basiert, dem einzigen Sportmotorrad mit V4-Aggregat. Während dieser seine Erfüllung auf der abgesperrten Rennstrecke findet, orientiert sich die Tuono V4R stärker am Landstraßeneinsatz – wie auch schon ihre Vorgängerin, die Tuono mit dem Tausender V2-Motor.

Für die Adaption des einzigartigen V4-Konzepts haben die Techniker zahlreiche Maßnahmen ergriffen, die weit über das Herunterrupfen der Supersport-Verkleidung und den Anbau eines hohen Lenkers hinausgehen. So ist der Rahmen für einen flacheren Lenkkopf geändert worden, so dass der Motor auf einen niedrigeren Schwerpunkt tiefer positioniert werden konnte. Dem 999 ccm großen V4 haben die Ingenieure geänderte Steuerzeiten, längere Ansaugwege, mehr Schwungmasse und eine optimierte Ausgleichswelle verpasst, die von den 180 PS des Supersportlers für die Tuono immerhin noch 167 Pferdchen übrig lassen. Diese galoppieren unterschiedlich vehement, je nach voreingestelltem Charakter: Bei laufendem Motor lässt sich die Leistungsabgabe durch Druck auf den Starterknopf variieren: vom sanften Road-Modus – der etwa ein [foto id=“354547″ size=“small“ position=“left“]Viertel der Leistung kappt – über die Sport-Stellung mit voller Leistung, – aber sanftem Ansprechverhalten – bis zu Track, der kompromisslosen Vollgasstellung. Über Land macht der „Sport“-Modus am meisten Sinn, „Road“ wählt man am besten in der Stadt und bei schwierigen Verhältnissen, und für die Rennstrecke gibt’s nur eine Wahl: „Track“.

Dazu kommt eine intelligente Steuerung einer Auslasswalze im Auspuff, mit der die Tuono V4R sogar die Vorschriften der zukünftig geltenden Euro 4-Regelung hinsichtlich Geräusch und Abgasemissionen erfüllt. Erst bei einer Drehzahl von 6 000 Touren gibt die Walze den kompletten Querschnitt frei, was sich in zusätzlichem Schub bis weit in den fünfstelligen Drehzahlbereich und einer imposanten V4-Klangkulisse fast wie von einem Racing-Endtopf äußert – da macht der Name „Tuono“, was übersetzt „Donner“ bedeutet, richtig Sinn. Unterhalb dieser besagten Touren-Marke macht die Tuono mit moderater Geräuschentwicklung einen durchaus gemäßigten Eindruck. Etwas Gewöhnung verlangen indes häufige Gaswechsel im Übergangsbereich, wenn der Motor mitunter noch ein wenig vorwärts drückt und nicht sofort in den Schiebebetrieb übergeht. Ein wenig Kritik muss die Tuono auch für das minimal verzögerte Ansprechverhalten bei maßvoll aufgezogenem Gashahn einstecken. Diese Phänomene sind beim engagierten Parforceritt beispielsweise auf dem Rundkurs jedoch nicht mehr spürbar, hier begeistern Druck und Drehfreude ohne Wenn und Aber.

Eine überraschende Handlichkeit

Zu den beschriebenen Fahrwerksmodifikationen gesellen sich eine neue Ergonomie und leichtere Dreispeichenräder, die der Tuono eine [foto id=“354548″ size=“small“ position=“left“] überraschende Handlichkeit verschaffen. Mit aufrechtem Oberkörper, aber sportlichem Knieschluss dirigiert der Pilot seine Aprilia über die konische Lenkstange exakt und mühelos in die gewünschte Richtung, sehr neutral und harmonisch gehen das Einlenken wie Umlegen vonstatten. Komplett einstellbare Federelemente sprechen sehr feinfühlig an und liefern einen guten Fahrkomfort, sind aber gleichzeitig sportiv gedämpft, damit die Fuhre bei der Kurvenhatz nicht ins Wanken gerät. Die rahmenfeste Bikini-Verkleidung im Insektenstil sorgt zusammen mit seitlichen Lufthutzen für eine gute Stabilität des bis zu 270 km/h schnellen Landstraßenjägers; für ein Naked Bike geht sogar der Windschutz bis Tempo 140 in Ordnung.

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Thema Bremsen

Angesichts der Dynamik haben die Aprilia-Entwickler gut daran getan, sich beim Thema Bremsen im Supersportregal zu bedienen: Die radial angeschlagenen Brembo-Vierkolbenstopper verzögern sehr präzise dosierbar und bei Bedarf vehement, bei Wirkung und Druckpunkt erreichen die Stopper annähernd Supersport-Niveau. Dieses hohe Level zeigt die Tuono auch bei Ausstattung und Verarbeitung bis in die Details, vom polierten Leichtmetallrahmen und der mächtigen Schwinge über die in die Heckverkleidung eingelassenen Soziushaltegriffe bis zum kleinen Verkleidungshalter, einem schön gefertigten Alu-Doppelkegel. Ansichtssache sind dagegen die gelbe Farbe und die zerklüftete Insektenfront mit LED-Tagfahrleuchten.

Keine zwei Meinungen gibt es bei der gelungenen Synthese aus handlichem Fahrwerk und supersportlicher V4-Power – die neue Tuono V4R kann bei sportlichen Landstraßenfahrern punkten, die es satt sind, immer [foto id=“354550″ size=“small“ position=“left“]nur in gebückter Haltung durch die Gegend zu fahren. Das Basismodell kommt ab Mai für 13 790 Euro zum Händler. Wer es noch exklusiver mag, wählt die Tuono V4R mit APRC-Paket für 14 990 Euro: Hinter der Abkürzung für Aprilia Performance Ride Control steckt das ausgeklügelte Elektronikprogramm aus der Special Edition des Supersportlers RSV4 Factory, mit achtstufig justierbarer Traktionskontrolle ATC, einer Wheelie-Kontrolle (AWC) sowie einer Starthilfe namens Aprilia Launch Control (ALC) – beides in drei Stufen einstellbar – und dem Schaltautomat Aprilia Quick Shift AQS. Mit diesen Einrichtungen kann auf der Rennstrecke erfolgreich an den persönlichen Rundenzeiten gefeilt werden, auf der Landstraße erhöhen Traktionskontrolle und Wheelie-Unterdrückung die Sicherheit.

Teststeno Aprilia Tuono V4R – Straßenmotorrad

Antrieb: flüssigkeitsgekühlter Vierzylinder-Viertakt-65 Grad-V-Motor
vier Ventile je Zylinder
Hubraum: 1 000 ccm
Bohrung x Hub: 78,0 x 52,3 mm
max. Leistung: 123 kW/167 PS bei 11 500 U/min
max. Drehmoment: 111,5 Nm bei 9 500 U/min
   
  elektronische Kraftstoffeinspritzung, geregelter Katalysator, Sechsganggetriebe, Kettenantrieb, Aluminium-Brückenrahmen, Upside-Down-Telegabel vorn, Zweiarmschwinge mit angelenktem Federbein hinten, Reifen vorn 120/70 ZR17, hinten 190/55 ZR17, zwei 320 mm-Bremsscheiben vorn, eine 220 mm-Bremsscheibe hinten
   
Sitzhöhe: 835 mm
Tankinhalt: 17,0 l
Trockengewicht: 183 kg
   
Preis: 13 790 Euro
APRC-Variante: 14 990 Euro

 

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