Rallye Mexiko

Rallye Mexiko: Der VW Polo R WRC schnuppert Höhenluft
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Auf den Schotterpisten in Mexiko schlägt für den Polo R WRC die Stunde der Wahrheit. Vor allem aber wird die Höhe beim dritten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft zu einem echten Problem. Bis auf fast 3.000 Meter geht es hinauf. Und in dieser dünnen Luft ist schon so manchem Motor die Puste ausgegangen. „Es geht auf den Wertungsprüfungen hoch hinaus, so hoch wie sonst nirgends in der Rallye-Welt“, erklärt VW-Motorsportdirektor Jost Capito. Und deshalb kommt es in Mexiko neben den Fahrern auf die Technik an. Die dünne Luft in der großen Höhe muss bestmöglich kompensiert und die Abstimmung auf Schotter angepasst werden. Das ist sicher eine knifflige Aufgabe für die VW-Ingenieure.

Rennen in 1.608 Metern über dem Meeresspiegel

Die komplette Rallye Mexiko wird in ganz anderen Höhen ausgetragen, als es die bis zu 318 PS starken Rallye-Fahrzeuge in Europa gewohnt sind. Der höchste Punkt der Europa-Saison liegt laut VW bei 1.608 Metern über dem Meeresspiegel, und zwar auf der Wertungsprüfung "La Bollène-Vésubie-Sospel" während der berühmten Rallye Monte Carlo. Zum Vergleich: Schon der niedrigste Punkte der Rallye Mexiko ist mit exakt 1 800 Metern höher gelegen. In diesem Jahr müssen die Fahrer mit ihren Rallye-Autos in Mexiko insgesamt 21 Sonderprüfungen meistern. Darunter ist auch der "Aufstieg" zum "El Chocolate", dem höchsten Punkt der Rallye-WM auf 2 752 Metern über dem Meeresspiegel. Auch die längste Sonderprüfung der Saison ist zu bewältigen: die 55,82 Kilometer lange "Guanajuatito".
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Weniger Sauerstoff, weniger Leistung

Und was sagen die VW-Techniker zur mexikanischen Höhenluft? Sie vergleichen das mit einem Jogger, der beim Laufen stets durch einen Schnorchel atmet. Die Höhenlagen der Sierra de Lobos und der Sierra de Guanajuato verstärken den Effekt, den der laut Reglement vorgeschriebene Luftmengenbegrenzer ohnehin schon auf die 1,6-Liter-Turbomotoren hat. Denn die Luft, die durch die 33 Millimeter enge Öffnung angesaugt wird, bietet in der Höhe Mexikos weniger Sauerstoff als an anderen Rallye-Schauplätzen. Die Folge: eine weniger effiziente Verbrennung. Mit dem sinkenden Sauerstoffanteil der Luft haben beispielsweise die Turbolader auch mechanisch zusätzlich zu kämpfen. Um bei weniger Luftwiderstand eine Überlastung dieses Bauteils zu verhindern, greifen die Ingenieure in die Motorsteuerung ein. Es gilt das Prinzip: so wenig wie möglich, so viel wie gerade nötig. Trotzdem sinkt die Leistungsausbeute verglichen mit der Rallye Schweden laut der VW-Strategen um bis zu 30 Prozent.

Turbo erreicht höhere Drehzahlen

„Einerseits sinkt mit der Höhe der Luftdruck und damit der Sauerstoffgehalt der Luft, andererseits auch der Luftwiderstand im Turbolader, der damit höhere Drehzahlen erreicht als bei allen anderen Rallyes“, erklärt Dr. Donatus Wichelhaus, der Leiter Motoren-Entwicklung bei Volkswagen Motorsport. Um die Standfestigkeit der Autos weiterhin zu gewährleisten, gleichzeitig aber so wenig Leistung wie möglich zu verlieren, hat sich das VW-Team in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Simulationen auf die Rallye Mexiko vorbereitet.

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