Reifenkennzeichnung – Informationsblatt Reifenflanke
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Autoreifen sind auf ihrer Flanke rundum mit technischen Angaben beschriftet. Die Kennzeichnung ist ungemein wichtig, gibt sie doch Aufschluss darüber, was ein Autobesitzer wissen muss, um sein Auto sicher mit dem richtigen Pneu auszustatten. Meist aber steht man hilflos vor den Hieroglyphen aus Millimeter-, Zoll- und Prozentangaben. Wir erklären, wie die Angaben entschlüsselt werden.

Über Größe, Bauart, zulässige Höchstgeschwindigkeit und maximale Tragkraft informiert eine lange Zahlen-Buchstaben-Kombination, beispielsweise 195/65 R 15 91 H. An erster Stelle steht dabei immer die Reifenbreite in Millimeter (das Breitenspektrum bei Pkw-Reifen reicht in der Regel von 125 bis 335 Millimeter). An zweiter Position und mit einem Schrägstrich abgetrennt wird das prozentuale Verhältnis von Reifenhöhe und Laufflächenbreite angegeben. Der darauffolgende Buchstabe bezeichnet die Reifenbauart (R für radial; die Karkassfäden unter der Lauffläche sind entlang des Radius angeordnet). Als nächstes folgt der nötige Felgendurchmesser in Zoll. Die fünfte Angabe bezeichnet die maximale Tragfähigkeit  (zum Beispiel steht 91 für 615 Kilogramm), am Ende findet sich der Kennbuchstabe für die Geschwindigkeitskategorie (H beispielsweise bedeutet bis zu 210 km/h).

Wer sich einen neuen Reifen kauft, sollte unbedingt darauf achten, dass er auch für das Fahrzeug zugelassen ist, betont der Automobil-Club Verkehr (ACV). Sind beispielsweise Reifen mit einem niedrigeren Last-Geschwindigkeitsindex als die zugelassenen montiert, erlischt die Fahrzeugzulassung. Und somit auch der Versicherungsschutz.

ECE-Prüfzeichen

Jeder Reifen muss über ein ECE-Prüfzeichen verfügen. Das ist in der Regel das Kürzel „E“, eingefasst von einem Kreis und einer Ziffer. Auf der Reifenflanke findet man auch das Produktionsdatum, allerdings verschlüsselt in der vierstelligen DOT-Nummer. Die ersten beiden Stellen geben die Herstellungswoche an, die letzten beiden das Jahr. Übrigens: Als Faustregel gilt, die Pneus spätestens nach zehn Jahren zu ersetzen.

Reifen mit Notlauf-Eigenschaften

In neueren Fahrzeugen findet sich häufig kein Ersatzrad mehr. Hier kommen deshalb Reifen mit Notlauf-Eigenschaften zum Einsatz. Diese sind je nach Hersteller unterschiedlich gekennzeichnet, etwa mit „SSR“ (Self Supporting Runflat Tire). Bei manchen Pneus findet sich zudem ein Pfeil neben den Bezeichnungen Rotation, Drehrichtung oder Direction. Diese Reifen sind aufgrund ihrer Profilgestaltung an die Laufrichtung gebunden und müssen entsprechend montiert werden.

Winterreifen

Bei Winterreifen herrscht derzeit noch Rechtsunsicherheit, denn eine eindeutige Definition ist bislang nicht gegeben. Zahlreiche Reifenexperten vertreten die Ansicht, dass die Markierung „M+S“ (für Matsch und Schnee) nicht ausreichend ist. Auf der sicheren Seite befindet man sich, wenn der Winterreifen mit dem Schneeflockensymbol gekennzeichnet ist.

Sicherheitseigenschaften und Fahrgeräusche

Spätestens ab November 2012 sollen Verbraucher nach Angaben des ACV neben der Kraftstoffeffizienz auch über die Sicherheitseigenschaften und die Fahrgeräusche von Reifen informiert werden. Das bedeutet, dass sich dann noch mehr Angaben auf der Reifenflanke finden werden.

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