Renault bleibt straffrei: Schuldig, aber keine Strafe
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(adrivo.com) Die FIA hat entschieden: Renault ist schuldig, Datenmaterial von McLaren besessen zu haben, wird aber nicht dafür bestraft.

Unverständnis bei McLaren Mercedes, Jubel bei Renault: die Franzosen wurden am Donnerstag nicht wegen ihrer Vergehen in der zweiten Spionageaffäre bestraft. Der Ex-McLaren-Mitarbeiter Phil Mackereth hatte diverse Informationen von McLaren zu Renault mitgebracht und dort ins System eingespeist. Renault scheint den World Motor Sport Council jedoch davon überzeugt zu haben, dass diese Informationen nicht für den Bau des R27 verwendet wurden – etwas, dass McLaren im eigenen Spionagefall nicht gelang.

Sie wurden in dieser Saison mit der Rekordstrafe von 100 Millionen Dollar sowie der Streichung aller Konstrukteurspunkte bestraft. Zudem droht ihnen am Freitag weiteres Übel, sollte die FIA am 2008er Boliden Ähnlichkeiten zum Ferrari festgestellt haben. Allerdings wurde McLaren erst bei der zweiten WMSC-Anhörung bestraft, nachdem E-Mail-Wechsel zwischen Mike Coughlan und Nigel Stepney aufgetaucht waren. Bei der ersten Anhörung war McLaren zwar schuldig befunden, aber dennoch nicht bestraft worden – genauso wie nun Renault.

„Der World Council stellte fest, dass Renault F1 den Artikel 151c des International Sporting Code gebrochen hat, sprach aber keine Strafe aus“, teilte die FIA in einer kurzen Pressemitteilung mit. Der Artikel 151c besagt: „Jedes arglistige oder betrügerische Vergehen gegen den Wettbewerb oder die Interessen des Motorsports kann bestraft werden.“ Die genaue Urteilsbegründung sowie ein Transkript der Sitzung werden vom Weltverband noch nachgereicht.

„Ich möchte Renault, unserem Hauptsponsor ING und allen unseren Partnern für ihre Unterstützung in dieser schwierigen Zeit danken“, teilte Flavio Briatore in einem Pressestatement mit. „Ich möchte auch dem Team Tribut zollen, das die Situation mit Anstand und Würde über die Bühne gebracht hat. Wir sind zufrieden, dass wir uns nun auf unsere Vorbereitungen für die Saison 2008 konzentrieren können.“

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