„Rollatorfahrer Hector“ überlebt einen Crash
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Keine Altersgruppe fährt ohne Risiko. Sind Menschen über 75 Jahre in einen Unfall verwickelt, sind sie in 76 Prozent der Fälle der Verursacher. Das sind fünf Prozent mehr als die Gruppe der 18- bis 20-jährige Fahranfänger, die zu 71 Prozent Schuld bei einer Unfallbeteiligung tragen. „Axa Winterthur“ und „Dekra“ verdeutlichten im Rahmen des jüngsten „Crashtest Wildhaus“ die Gefahr von Fußgängern mit Rollator im Verkehr

Was in den Versuchsreihen vielfach reibungslos funktioniert hatte, unterlag im Rahmen der Vorführung beim „Crashtest Wildhaus“ dem Fluch des Vorführeffekts. Somit überlebte „Rollatorfahrer Hector“ einen Crash mit einem mit 50 km/h herannahenden Auto, der sonst für ihn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit tödlich verlaufen wäre. Ein Signalgeber, der die Bewegung des Dummys auf die Straße auslösen sollte, hatte schlicht versagt.[foto id=“472592″ size=“small“ position=“left“]

Die Unfall-Analytiker und -Wissenschaftler von „Axa Winterthur“ und „Dekra“ präsentieren seit 1985 jährlich anlässlich des „Crashtest Wildhaus“ neueste Ergebnisse ihrer Forschung. Ziel der Aktion ist es nicht nur über Gefahren zu informieren, sondern auch Empfehlungen für künftige Entwicklungen zu geben. Damit wollen sie erreichen, dass die Zahl der Unfälle generell abnimmt und sich die Schwere der Personenschäden verringert. In diesem Jahr standen Senioren im Mittelpunkt des Programms. So lautet eine der Empfehlungen für das richtige Auto im Alter: ein automatisches Getriebe, bequeme Ein- und Aussteigemöglichkeiten, Einparkhilfen, eine gute Rundumsicht sowie Fahrerassistenzsysteme – beispielsweise Bremsassistent, adaptive Geschwindigkeitsreglung, Totwinkelassistent und sonstige Helfer.

Unfallforscher entwickeln nachhaltige Lösungen für ältere Autofahrer am Steuer, weil die individuelle Mobilität auch im Alter ein Grundbedürfnis und eine Frage der Lebensqualität ist. „Sie zu erhalten, ist daher besonders wichtig“, so Jörg Ahlgrimm, Leiter der Unfallanalyse bei Dekra, „allerdings, ohne dass dabei die allgemeine Verkehrssicherheit beeinträchtigt wird“. Tatsache ist aber, dass die Unfallbeteiligung bei über 75-jährigen Fahrern stark ansteigt. Hier besteht Handlungsbedarf, zumal ein immer größerer Anteil der Bevölkerung dieses Alter erreicht.

Ältere Fahrer verfügen über Routine und Fahrerfahrung, sind vorsichtiger und fahren defensiver, doch altersbedingte physische, psychomotorische und sensorische Defizite können ihre Fahrqualität beeinträchtigen. Laut dem Statistischen Bundesamt waren 2011 über 75-jährige Autofahrer zu 76 Prozent die Verursacher, wenn sie in einen Unfall verwickelt waren. [foto id=“472593″ size=“small“ position=“right“]Damit übertreffen sie die Hochrisikogruppe der 18- bis 20-jährigen Fahranfänger um fünf Prozent, die Schuld hatte, wenn es mit ihrer Beteilung gekracht hatte.

Im Unterschied zu den älteren Verkehrsteilnehmern fehlt jungen Fahrern die Routine. Was diese Gruppe erfahrungsgemäß durch verstärkte Risikobereitschaft kompensiert, was eine große Rolle bei den Unfallursachen spielt. So sind bei jungen Fahrern überdurchschnittlich oft überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol, Drogen oder Übermüdung die Unfallursache.

Zum am häufigsten beobachteten Fehlverhalten der mindestens 65jährigen Fahrern zählen: Missachtung der Vorfahrt, Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Ausparken. Bei den 18- bis 24-jährigen Fahrern ist es die nicht angepasste Geschwindigkeit, mit deutlichem Abstand folgen dann Abstand, Missachtung der Vorfahrt, Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Ausparken.

Den jungen Fahrern raten die Unfall-Experten, ihr Auto immer in einem technisch einwandfreien Zustand zu halten und beim Kauf vordringlich auf eine umfangreiche Sicherheitsausstattung, als auf Leistung zu achten. Nur Pkw, die nicht älter als zehn Jahre sind, haben etwa stabile Fahrgastzellen, Airbags und Fahrerassistenzsysteme wie ABS oder den Schleuderschutz ESP. Das Altauto, bei dem eine Beule mehr oder weniger keine Rolle mehr spielt, taugt nicht als Erstauto, so die Unfallanalytiker. Der Sicherheitsstandard einer solchen „Klapperkiste“ ist für die gefährdeten Fahranfänger viel zu schlecht.

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