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Saab 9-3 Sport Combi: Komfort statt Sport
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Lange Jahre hat es gedauert, bis Saab auf die ziemlich naheliegende Idee kam, von der Mittelklasse-Baureihe 9-3 auch eine Kombiversion anzubieten. Jetzt ist der Sport Combi endlich da und verhilft der angeschlagenen schwedischen Marke zu neuen Höhenflügen bei den Verkaufszahlen. Doch die Modellbezeichnung und auch die attraktive Optik täuschen: Das Fahrzeug ist weniger sportlich als vielmehr ein komfortabler Langstreckengleiter. Vor allem in der Version mit 1,9-Liter-Dieselmotor und Automatikgetriebe, die ab knapp 31 000 Euro erhältlich ist.
Von einem kongenialen Gespann aus Motor und Getriebe zu sprechen, wäre zu viel der Ehre. Der 110 kW/150 PS starke Selbstzünder gefällt zwar mit seiner Laufruhe und dem dieseltypisch starken Drehmomentschub aus unteren Touren, zeigt sich aber schon ab 3 000 U/min ungewöhnlich matt. Zugleich hat die Automatik gewisse Schwierigkeiten, den Drehmoment- und Leistungsverlauf des Triebwerks optimal auszunutzen, und wirkt bei der Gangwahl bisweilen etwas hektisch. Wer auf der Autobahn ungefähr ab Tempo 140 beschleunigen will, wünscht sich ein wenig mehr Spritzigkeit, die der aus anderen Opel- und Saab-Modellen bekannte Vierzylinder durchaus auch zu leisten im Stande wäre. Auch die spürbaren Antriebseinflüsse in den Lenkung trüben den Fahrspaß.
Dass ein Teil der Leistung im Getriebe versickert, verdeutlichen auch die Zahlen: Während der Version mit Handschalter der Sprint von null auf 100 km/h in 9,5 Sekunden gelingt, braucht die Automatikversion immerhin 1,5 Sekunden länger. Und ist obendrein durstiger: Im Normzyklus liegt der Verbrauch je 100 Kilometer bei 7,2 Litern Diesel, 1,3 Liter mehr als beim manuellen Getriebe. Im Alltag pendelt sich der Verbrauch bei acht Litern ein; das dürfte ruhig ein bisschen weniger sein. Neben 309 Euro Steuern werden bei der AXA für die Haftpflichtversicherung in der SF 1 jährlich 562 Euro verlangt. Ein Partikelfilter ist serienmäßig.
Doch ungeachtet der Kritikpunkte kann der 9-3 Sport Combi eine sehr gute Wahl sein. Auf der Habenseite stehen beispielsweise die tolle Optik mit individueller Rückansicht, die leichte Beladbarkeit und die niedrige Ladekante des 419 Liter fassenden Kofferraums, die gute Rundumsicht und das ausgewogen abgestimmte Fahrwerk. Weniger schön ist die Knöpfchen- und Schalter-Inflation am Armaturenbrett. Und auch das quälend langsam arbeitende Navigationssystem ist verzichtbar. Wer anstelle des teuren Festeinbaus ein portables Navi nimmt, kann ebenso sinnvoll sparen wie derjenige, der statt der nicht optimalen Automatik die Gänge per Hand wechselt. Michael Hoffmann/mid
Technische Daten Saab 9-3 Sport Combi 1.9 TiD:
Fünfsitziger Kombi der Mittelklasse; Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,65 Meter/1,76 Meter/1,54 Meter/2,68 Meter; Leergewicht 1 635 Kilogramm, Zuladung 485 Kilogramm, max. Anhängelast 1 600 Kilogramm, Antrieb: 1,9-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor, Sechsgang-Automatik (1 920 Euro Aufpreis), 110 kW/150 PS, max. Drehmoment 320 Nm bei 2 000 – 2 750 U/min, 0-100 km/h in 11,0 Sek., Höchstgeschwindigkeit 195 km/h, Testverbrauch 8,0 Liter/100 km, Abgasnorm Euro 4, Steuern pro Jahr 309 Euro, Beiträge bei der AXA-Versicherung: KH 562 Euro (Typklasse 19, SF 1, Zulassung Düsseldorf, 100 Mio. Euro pauschal mit Schutzbrief), VK 560 Euro (Typklasse 20, SF 1, 300/150 Euro SB), TK 101 Euro (Typklasse 21, 150 Euro SB), Preis ab 29 000 Euro.
mid

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