Studie belegt: Grip nimmt bei unter vier Millimetern Reifenprofil überproportional ab
Studie belegt: Grip nimmt bei unter vier Millimetern Reifenprofil überproportional ab Bilder

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In Deutschland und Österreich herrscht eine situative Winterreifenpflicht vor. Bilder

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Schon bei herbstlichem Laub auf der Straße kann es im Notfall rutschig werden. Bilder

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Diese Darstellung zeigt, welche Vorteile etwa Lamellen oder Profilblöcke haben. Bilder

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Bei winterlichen Straßenverhältnissen wie diesen kommt es auf gute Reifen an. Bilder

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So sieht ein Schneebremsvergleich von Tempo 50 bis zum Stillstand aus. Bilder

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Vier Millimeter Restprofiltiefe sollten es schon sein. Bilder

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Eine neue Studie liegt vor, deren Ergebnisse zeigen, wie lange Winterreifen genutzt werden können. Für die Erhebung standen vier Modelle unterschiedlicher Hersteller – drei Winter- und ein Ganzjahresreifen – zur Verfügung. Nachdem die Pneus zunächst unter realen Einsatzbedingungen heruntergefahren worden sind und die Tester dann das Leistungsvermögen bei unterschiedlichen Restprofiltiefen auf verschneiten Strecken und auf Nässe untersucht haben, ist klar: Die Griffigkeit nimmt unter vier Millimeter Profiltiefe überproportional ab. Sonst längere Bremswege

Reifenhersteller wie Continental aus Hannover empfehlen deshalb, [foto id=“486750″ size=“small“ position=“right“]Winterreifen bei vier Millimeter Restprofiltiefe zu wechseln. Darunter verlängern sich die Bremswege deutlich, der Grip lässt spürbar nach. „Wer unter vier Millimeter Restprofil Winterreifen nutzt oder sie bis zur immer noch geltenden gesetzlichen Grenze von 1,6 Millimetern abfährt, sollte sich der hohen Gefährdung aller Verkehrsteilnehmer durch deutlich nachlassenden Grip bewusst sein“, mahnt Continental-Reifenexperte Holger Lange und rechnet vor: „Beim Bremsen auf Schnee verlängert sich der Bremsweg der Winterreifen zwischen der Profiltiefe eines neuen Pneus von gut neun bis vier Millimeter Profiltiefe um rund zehn Prozent.“ … und höheres Unfallrisiko Zwischen vier und zwei Millimetern Restprofiltiefe verliert der Reifen den Messungen zufolge dann weitere zehn Prozent Haftung, so dass sich die Bremswege gegenüber Neureifen fast um ein Viertel verlängern. Für Lange wird beim Bremsen auf Schnee klar, „dass das Unfallrisiko unter vier Millimetern Restprofil deutlich zunimmt, da sich der Haftungsverlust quasi verdoppelt“. Ähnlich verhält er sich demnach beim Kurvenverhalten auf Schnee: Bei sechs Millimeter Profil stehen rund 90 Prozent, bei vier Millimeter knapp 85 Prozent an Seitenführung bereit. Unter vier Millimetern sinkt diese auf gut 75 Prozent der Werte eines Neureifens ab. Da von einer präzisen Seitenführung die Möglichkeit des Ausweichens vor Hindernissen abhängt, ist deren Verringerung „ebenfalls ein wichtiger Indikator für die nachlassende Sicherheit“.

[foto id=“486751″ size=“small“ position=“left“]Noch dramatischer bei Nässe

Noch dramatischer zeigen sich nach Angaben Langes die Ergebnisse beim Bremsen auf nasser Strecke: Während zwischen den neuen Reifen und einem auf sechs Millimeter abgefahrenen Profil kaum ein Unterschied bestand, hatten die Reifen bei vier Millimetern immer noch rund 90 Prozent der Bremsleistung eines neuen Reifens. Zwischen vier und zwei Millimetern verlängerten sich die Bremswege laut Lange dramatisch. Der auf zwei Millimeter herunter gefahrenen Reifen brachte es nur noch auf gut 75 Prozent der Leistung eines neuen Pneus. „Wenn ein Wagen mit acht Millimetern Profiltiefe aus Tempo 100 auf nasser Straße bereits steht, rauscht ein Pkw auf Reifen mit zwei Millimetern Restprofil mit etwas unter[foto id=“486752″ size=“small“ position=“right“] Tempo 50 an ihm vorbei und steht erst bei knapp 80 Metern Bremsweg“, warnt Lange vor einer „massiven Gefährdung für alle Verkehrsteilnehmer“.

In Österreich schon vorgeschrieben

In Österreich ist die Restprofilgrenze von vier Millimetern schon seit 2008 gesetzlich festgeschrieben. Ein Winterpneu mit weniger als vier Millimetern wird dort als Sommerreifen eingestuft. „Wer so bereift unter winterlichen Straßenbedingungen angetroffen wird“, betont Lange, „wird sofort vom Straßenverkehr im Winter ausgeschlossen.“ Günther Koch /Fotos: Continental

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