Test Honda NC 750 X – Wundertüte frisch nachgefüllt
Test Honda NC 750 X - Wundertüte frisch nachgefüllt Bilder

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Gänseschnabel und hochbeiniges Fahrwerk zeichnen die Honda NC 750 als typisches Crossover-Bike aus. Bilder

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Das Windschild ist verstellbar, die Anzeigen der NC 750 X hat Honda überarbeitet. Bilder

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Die Gänseschnabel-Optik erinnert an Hondas große Reiseenduro Crossrunner. Bilder

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ABS ist Serie bei der NC 750 X, die für 6.490 Euro viel zu bieten hat. Bilder

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Sie sind die SUV unter den Motorrädern und haben bei Honda als Erkennungsmerkmal das X im Modellnamen: Crossover-Motorräder, die neben dem Asphalt auch losen Untergrund bewältigen und mit großzügiger Ergonomie und Vielseitigkeit glänzen. Die Honda NC 700 X war schon bisher ein Paradebeispiel für die praktischen Allrounder zwischen Tourer und Enduro. Jetzt hat Honda mit der neuen NC 750 X die Wundertüte auf zwei Rädern nachgefüllt. 75 ccm mehr Hubraum sind bei weitem nicht alles, worüber sich Fans der Mittelklasse-Honda freuen dürfen.

Die NC 750 X ist wie ihre 700er [foto id=“511478″ size=“small“ position=“right“]Vorgängerin besonders für große oder sehr komfortbewusste Fahrer geeignet. Breiter und hoher Lenker, aufrechte Sitzposition hinter einem verstellbaren Windschild, längere Federwege im Vergleich zum Standard-Modell NC 750 S, 83 Zentimeter Sitzhöhe und komfortable Kniewinkel – all das macht Hondas Allrounder zum idealen Begleiter in einem vielfältigen Motorradalltag. Der Clou weiterhin: Der Tank unter dem Sitz mit immerhin 14,1 l Volumen ermöglicht direkt vorm Fahrer ein 21 Liter großes Staufach, in dem neben Utensilien sogar ein ausgewachsener Helm Platz findet. Solche praktischen Eigenschaften haben die NC in verschiedenen Varianten seit 2011 zu Hondas Bestseller in Deutschland gemacht.

Dank einem Schnapsglas zusätzlichem Hubraum (75 ccm) ist die NC 750 X wieder der neuen 500er von Honda entrückt, ihre Leistung hat sich dabei von 48 auf 55 PS gesteigert. Bei gleichem Drehzahlniveau wie bisher ist die Drehmomentkurve deutlich fülliger und erlaubt noch entspannteres, schaltfauleres Fahren. Eine für die Führerscheinklasse A2 konforme 48 PS-Version ist dank Drosselsatz weiterhin verfügbar. Eine zweite Ausgleichswelle bringt jetzt noch mehr Laufruhe beim fast liegenden Twin. Dank 270 Grad Hubzapfenversatz klingt auch der neue 750er-Motor eher [foto id=“511479″ size=“small“ position=“left“]wie ein 90 Grad-V2 als ein Twin. Durch innermotorische Optimierungen konnte Honda den Verbrauch nochmals senken, so dass die gut 14 Liter Sprit bei unserem Testverbrauch von 4,1 l/100 km immerhin für fast 350 km Reichweite gut sind. Dieser Wert liegt in vertretbarem Maß über der offiziellen Prospekt-Angabe, wo Honda 3,5 l/100 km verspricht.  

Angenehm fallen die verbesserten Instrumente auf. Der Drehzahlbalken wurde breiter und der Bordcomputer informiert jetzt unter anderem über den eingelegten Gang sowie Momentan- und Durchschnittsverbrauch. Der Bremshebel rechts ist jetzt auf unterschiedliche Handgrößen einstellbar. Beim Kupplungshebel ist dies allerdings nach wie vor nicht möglich – ein Feature, das Konkurrenten in der Mittelklasse teils serienmäßig anbieten.

Wer den Fahrkomfort der Honda NC 750 X noch steigern möchte, ordert das 6.490 Euro teure Motorrad (inkl. serienmäßigem ABS) für 1.000 Euro extra mit dem Doppelkupplungsgetriebe DCT. So kann der Fahrer wählen zwischen manueller Gangwahl an einer Wippe links oder Automatik-Modus. Beim Schritt von der NC 700 zur 750 hat Honda das DCT-Getriebe überarbeitet. Der sechste Gang ist jetzt etwas kürzer ausgelegt und die gesamte Software wurde optimiert. Noch mehr als bei der rein [foto id=“511480″ size=“small“ position=“right“]manuellen Sechsgang-Version entpuppt sich die Honda NC 750 X mit DCT als universelles Komfortgefährt, das die volle Konzentration aufs Wesentliche erlaubt: Kurven, Scheitel- und Anbremspunkte, Schräglagen. Die neue Auslegung des DCT vermittelt schnell hohes Vertrauen in die Technik, die Schaltwippe links bleibt immer öfter und länger unberührt.

Die Kombination NC 750 X und DCT erweist sich als äußerst harmonisch. Der Pilot hat jederzeit das Gefühl: „So hätte ich das jetzt auch gemacht“ – egal, ob beim Überholen mit Runterschalten oder bei feinfühligem Gasgeben im engen Stadtverkehr. Zwei Modi lassen sich wählen: „Sport“ und „Drive“. In beiden mit unterschiedlichen Schaltpunkten registriert die Software die Kommandos des Fahrers und stellt die Schaltzeitpunkte zusätzlich darauf ein. [foto id=“511481″ size=“small“ position=“left“]Alles in allem hat Honda spätestens mit der neuen DCT-Generation die Voraussetzung dafür geschaffen, dass sich das Doppelkupplungsgetriebe immer mehr  bei Motorradfahrern durchsetzen kann.

Die Honda NC 750 X ist noch mehr als bisher ein erstaunlich vielseitiger Allrounder, den die Japaner zu einem absolut fairen Preis anbieten. Der durchzugsstärkere Motor bringt gleichfalls Komfortgewinn wie auch bei Bedarf mehr Temperament. Die Option DCT ist jetzt für noch mehr Fahrertypen eine überlegenswerte Option, eine Testfahrt damit lohnt sich. Die Wundertüte NC 750 X ist jetzt noch praller gefüllt.

Honda NC 750 X – Technische Daten

Motor: Wassergekühlter Reihen-Zweizylinder-Motor
Hubraum: 745 ccm
Leistung: 40,3 kW/55 PS bei 6.250/min
max. Drehmoment: 68 Nm bei 4.750/min
Sechsgang-Getriebe oder gegen 1.000 Euro Aufpreis Doppelkupplungsgetriebe DCT
Fahrwerk: Stahl-Gitterrohrrahmen, vorn Telegabel mit 41 mm Durchmesser, hinten Zweiarmschwinge aus Stahl mit Zentralfederbein und verstellbarer Federbasis, Scheibenbremse vorn 320 mm Durchmesser und Dreikolben-Schwimmsattel, Scheibenbremse hinten 240 mm Durchmesser und Einkolben-Schwimmsattel, ABS
Maße und Gewichte
Radstand: 1,58 m
Sitzhöhe: 0,83 m
Leergewicht (fahrfertig, vollgetankt): 219 kg (229 mit DCT)
Tankinhalt: 14,1 Liter
Preis: 6.490 Euro

 

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