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Test: Lexus CT 200h – Zweiter Sieger an zwei Fronten
Test: Lexus CT 200h - Zweiter Sieger an zwei Fronten Bilder

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Aufgrund der Hybridbatterie ist der Kofferraum vergleichsweise klein Bilder

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Die Sitze des Testwagens sind Geschmackssache Bilder

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Das Cockpit ist sehr gut verarbeitet Bilder

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Wer vorsichtig fährt, kommt durchaus mit 5,5 Litern aus Bilder

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Unterm Blech arbeitet der Hybridantrieb aus dem Prius Bilder

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Das gefällige Design orientiert sich am europäischen Geschmack Bilder

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Mit dem CT tritt Lexus erstmals in der Kompaktklasse an Bilder

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Wer es als Fahrer eines kompakten Pkw etwas edler mag, wählt einen Audi A3, BMW 1er oder die A-Klasse von Mercedes. Newcomer wie der Lexus CT 200h haben es da schwer. Das Einstiegsmodell der edlen Toyota-Tochter setzt daher beim Wettbewerb mit den deutschen Platzhirschen auf das Alleinstellungsmerkmal Hybridantrieb.

„Alleinstellungsmerkmal“ ist in diesem Zusammenhang allerdings relativ. Denn der Hybridantrieb wurde nahezu unverändert vom Toyota Prius übernommen. Da der tropfenförmige Technik-Pionier weltweit zwar ein Bestseller ist, bisher aber nur eine überschaubare Zahl deutscher Kunden begeisterte, grenzt sich [foto id=“389756″ size=“small“ position=“right“]der Lexus in jeder anderen Hinsicht von seinem Motorenspender ab. Das fängt beim deutlich aufwändiger konstruierten Fahrwerk an, dass spürbar mehr Dynamik entwickelt als sein Pendant beim Prius, ohne mit übertriebener Härte zu nerven. Weiter geht es beim Design. Klassisches Steilheck statt windkanaloptimiertem Kamm-Heck heißt die Devise. Garniert wird die nach europäischem Geschmack gewählte Grundform mit scharfen Kanten und dynamischen Linien. So tritt der bislang kleinste Lexus durchaus gefällig auf, ohne auf Wiedererkennungswert zu verzichten. Gediegener als im futuristischen Prius präsentiert sich auch das Cockpit. Mit dem schön geschwungenen Armaturenbrett, hochwertigen Materialien und einer sehr guten Verarbeitung muss es sich vor den deutschen Premium-Konkurrenten nicht verstecken. Verwirrend wirkt jedoch zunächst die Vielzahl von Knöpfen und Schaltern.

Der Kommandozentralen-Stil passt andererseits wiederum ganz gut zum Hightech-Anspruch, für den Lexus und Hybridantrieb stehen. Unter der Motorhaube werkelt eine Kombination aus einem 1,8-Liter-Vierzylinderbenziner mit 73 kW/99 PS und einem 60 kW/82 PS [foto id=“389757″ size=“small“ position=“right“]starken Elektromotor. Deren Kräfte werden von einem Planetengetriebe intelligent zu 100 kW/136 PS gebündelt und zwischen Rädern, Batterie und Generator verteilt. Ergebnis ist ein Normverbrauch von 3,8 Litern. Auch in der Praxis ist der CT mit einem Alltagsverbrauch von 5,5 Litern zumindest in der gefahrenen Basisversion eine genügsame Natur – auch wenn ein moderner Diesel so nicht zu distanzieren ist. Doch selbst ein hoher Autobahnanteil konnte den Japaner nicht schocken, obwohl Bremskraftrückgewinnung und Start-Stopp-Technik ihr Potential hier kaum ausspielen können.

Überzeugen kann der Antrieb am Ende trotzdem nicht wirklich – und da ist der CT wieder ganz beim Prius. Während der Japaner beim Mitgleiten im Verkehr noch so leise und gedämmt auftritt, wie es einem Wagen mit Premiumanspruch angemessen ist, gibt die Motorenkombination[foto id=“389758″ size=“small“ position=“right“]beim kräftigeren Tritt aufs Gaspedal ein nervtötendes Dröhnen von sich. Reflexhaft schert man da beim Überholversuch wieder hinter dem Lkw ein, um Gehörgänge und den angestrengt wirkenden Antrieb zu schonen. Würde der CT die Geräuschentwicklung wenigstens in Vortrieb umsetzen, könnte man vielleicht darüber hinweghören. Tut er aber nicht – 10,3 akustisch unschön untermalte Sekunden vergehen, bis Tempo 100 erreicht ist. Maximal sind 180 km/h möglich. Jeder zweite Golf zieht da auf der Autobahn hurtig vorbei.

Ein Fest für die Sinne ist hingegen der Elektromodus. Geräuschlos, aber durchaus druckvoll geht der CT dabei zur Sache. Leider nur bei ausreichend hohem Batteriefüllstand, bis zu einem Tempo von rund 45 km/h und dann auch nur lediglich zwei Kilometer weit. Wer denkt, das würde zumindest für das ökologisch korrekte Brötchenholen beim Bäcker reichen, wird enttäuscht. Bei kaltem Motor steht der ansonsten per Knopfdruck aktivierbare E-Modus nämlich nicht zur Verfügung.

Letztendlich zerreibt sich der Lexus in einem Zweifronten-Wettbewerb. Gegenüber den [foto id=“389759″ size=“small“ position=“right“]Dieseln von Audi, BMW und Co. kann er zwar mit Design, Ambiente und Verbrauch auf Augenhöhe punkten, bei Antriebskultur und Fahrleistungen fällt er aber zurück. Das mag dem klassischen Hybridfahrer und Prius-Kunden vielleicht egal sein, genau so wenig Wert dürfte dieser aber auf das teure Edel-Upgrade nach Lexus-Sitte legen. Verstärkt werden beide Probleme noch durch den selbstbewussten Preis von mindestens 28.900 Euro. Ein Prius ist da ebenso wie ein ordentlicher Diesel-A3 gut 3.000 Euro billiger.

Kurzcharakteristik – Lexus CT 250h:

Alternative zu: Toyota Prius, Audi A3, BMW 1er
Passt zu: individualistischen Besserverdienern mit Technikbegeisterung
Sieht gut aus: neben einem Toyota Prius

Technische Daten – Lexus CT 200h

Fünftürige, fünfsitzige Limousine der Kompaktklasse

Länge: 4,32 Meter
Breite: 1,77 Meter
Höhe: 1,43 Meter
Radstand: 2,60 Meter
Kofferraumvolumen: 375-985 Liter
Motor: 1,8-Liter-Vierzylinder-Benziner
Getriebe: stufenlose CVT-Automatik
Leistung 73 kW/99 PS Verbrennungsmotor und 60 kW/82 PS Elektromotor
max. Drehmoment Verbrennungsmotor: 142 Nm bei 2.800-4.400/min
Beschleunigung 0-100 km/h in 10,3 s
Vmax 180 km/h
Verbrauch 3,8 l/100 km
CO2-Ausstoß 87 g/km
Preis ab 28.900 Euro

 

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