Test: Yamaha Vmax – Das Monsterbike
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Kardanantrieb und Bremsscheibe am Hinterrad Bilder

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Der Tank liegt unterm Sitz und fasst nur 15 Liter Bilder

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Aus den Endtöpfen kommt ein schöner Sound Bilder

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Zusatzinfos werden digital unter einer kleinen Hutze angezeigt Bilder

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Über 9.000 Touren dreht der V4 Bilder

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Analoger Drehzahlmesser mit Schalt-Warnanzeige Bilder

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310 Kilogramm wiegt die Yamaha Bilder

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Der V4 ist offen sichtbar Bilder

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Breit und schwer ist die Vmax Bilder

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Analoger Drehzahlmesser mit Schalt-Warnanzeige Bilder

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Schwere und düstere Maschinen gibt es zuhauf. Die kommen allerdings meistens aus Amerika und haben einen luftgekühlten und hubraumstarken V2. Die Yamaha Vmax erblickt das Licht der Welt dagegen in Japan und hat einen wassergekühlten V4. Sie ist einer der stärksten Serienmotorräder der Welt und wurde ursprünglich für die US-Dragster-Szene konzipiert. Deshalb ist sie nicht nur breit und gewaltig, sondern auch verdammt schnell.

Yamaha Vmax – Herzstück

Herzstück des Monsterbikes ist ein 1,6-Liter-Vierzylinder mit 147 kW/200 PS, der den 314 Kilogramm schweren Brocken mühelos in weniger als 3 Sekunden auf Tempo 100 katapultiert. [foto id=“326217″ size=“small“ position=“left“]Dabei wird jede Gesichtsmassage und jede Faltencreme überflüssig. Rotiert einmal die Kardanwelle, saugt die Airbox so gierig Luft ein wie ein Apnoe-Taucher vor einem 255 Meter Tiefgang. Damit der 200er-Hinterreifen auf der 18-Zoll-Felge nicht sofort in Rauch aufgeht, hilft eine elektronische Regelung. Dabei wird bei den ersten drei Gängen die Leistung etwas gedrosselt. Lediglich im vierten Gang liegt die volle Power an, während in der fünften und letzten Fahrstufe ein elektronischer Riegel bei 8.000 Touren den Spaß beendet. Obwohl man die Fahrt auf der Yamaha bei 220 km/h nicht gerade als Spaß bezeichnen kann: Es ist eher vergleichbar mit einem Backpfeifenkonzert für Rex Kramer, seines Zeichens Gefahrensucher aus dem Film Kentucky Fried Movie.

Kein Bike für lange Touren

Die Vmax ist kein Bike für lange Touren, schon gar nicht auf Autobahnen. Die kurzen, heftigen Beschleunigungen sind eher ihr Ding. Nicht nur, dass das kurze Aufreißen des Gasgriffes mehr Spaß macht[foto id=“326218″ size=“small“ position=“right“] als das ruhige Schlendern auf kurvigen Straßen; die geringe Schräglagenfreiheit schränkt auch die Freude an der Kurvenfahrt ein. Außerdem sollte man sich mit dem unter der Sitzbank positionierten 15-Liter-Tank und einem Verbrauch von 8,9 Liter auf 100 Kilometer (bei zurückhaltender Fahrweise) nicht allzu weit von Zapfsäulen entfernen. Und besonders wenn die rechte Hand juckt und richtig durchblutet werden will, gehen auch mal gerne mehr als 11 Liter durch die Einspritzdüsen. Bei durchschnittlicher Fahrweise waren es immerhin noch knapp unter 10 Liter. Das ist auch für die enorme Leistung ein bisschen viel.

Hohe Lenkkräfte und etwas Übung

Das hohe Gewicht, der große Nachlauf, der lange Radstand und ein relativ flacher Lenkkopfwinkel erfordern darüber hinaus bei dem Dragster hohe Lenkkräfte und etwas Übung. Für kurvige Landstraßen, enge Stadtgassen und Einparkmanöver ist der [foto id=“326219″ size=“small“ position=“left“]Japaner einfach nicht konzipiert.

Der König an der Ampel

Wen das alles nicht juckt, der ist bei Ampelstopps in der Stadt der König. Erste Reihe, lässig lächeln, mit einem Tritt des linken Fußes Startbereitschaft signalisieren und auf den grünen Joker warten. Dank des speziellen Sprint-Modus wird garantiert alles stehen gelassen, was eine gültige Straßenzulassung hat. Der V4 ist eines der wenigen Triebwerke, die vom Standgas aus bis zur Höchstdrehzahl einen nahezu linearen Verlauf von Drehmoment und Leistung bieten. Für den sicheren Stopp sorgen dagegen die Doppelscheibenbremse vorne mit einer Sechskolben-Zange sowie das nun erstmals in der Vmax eingesetzte serienmäßige ABS.

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Fazit [foto id=“326221″ size=“small“ position=“right“]

Wer durch den Adrenalinschub nicht schon sein Blut zum Kochen gebracht hat, der sollte den vier abstehenden Töpfen lauschen. Es ist ein Streitgespräch von Darth Vader mit dem Imperator. Nur, dass es hier nichts zu lachen gibt – der düstere, heisere Sound kitzelt im Gehörgang und schreit nach mehr. Zwar bezeichnet Yamaha die Vmax als Cruiser. Doch der Name sollte schon allen klar machen, wofür das Zweirad gedacht ist: Für Speedjunkies mit gestählten Oberarmen, auf denen eben nicht Harley-Davidson tätowiert ist.

Datenblatt: Yamaha Vmax
 
Motor: – Wassergekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor
– vier Ventile pro Zylinder
– Hubraum 1.679 ccm
– Leistung 147 kW/200 PS bei 9.000/min
– max. Drehmoment 166 Nm bei 6.500/min
– Fünfganggetriebe
– Kardanantrieb
Fahrwerk: – Aluminium-Brückenrahmen
– vorn Upside-down-Gabel einstellbar
– hinten einstellbares Zentralfederbein mit Hebelsystem
– Doppelscheibenbremse vorn
– Sechskolben-Festsättel
– Scheibenbremse hinten
– Zweikolben-Festsattel
– ABS
Maße und Gewichte: – Radstand 1,70 Meter
– Sitzhöhe 0,77 Meter
– Leergewicht 310 kg
– Zuladung 190 kg
– Tankinhalt 15 Liter
Messwerte: – Vmax 220 km/h (abgeregelt)
– Beschleunigung 0 – 100 km/h: ca. 3 sek
– Verbrauch: ca. 9 Liter/100 km
   
Preis: 22.500 Euro

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