Mit bayerischen Genen

Toyota Avensis TS: Endlich Schick
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Eine echte Schönheit war der Toyota Avensis eigentlich nie. Dem Japan-Mittelklässler waren über viele Jahre innere Werte wichtiger als der äußere Schein. Zumindest bis zum letzten Herbst. Denn seit einem umfassenden Facelift rollt der in Europa entwickelte und gebaute Avensis wesentlich schicker und frischer daher. Doch auch unter der Motorhaube hat sich einiges getan - dank der Kooperation mit BMW. Denn die Bayern liefern den Japanern einen modernen Zweiliter-Diesel, der mit seinen Lebensäußerungen, seinen Manieren und seinen Leistungsdaten gut zum Avensis passt. Gerade mit dem getesteten Kombi mit dem Kürzel TS für Touring Sports geht die weiß-blaue Maschine eine sympathische Liaison ein. Das bullige, ruhige und kultivierte Triebwerk mit 105 kW/143 PS liefert schon ab knapp über der Leerlaufdrehzahl spürbaren Schub, das mit 320 Nm ordentlich ausgefallene maximale Drehmoment liegt dann bereits ab 1.750 Touren an. Das ermöglicht schaltarmes und trotzdem zügiges Fahren, wenn es denn sein muss, lässt sich der Avensis in 9,5 Sekunden auf Tempo 100 und weiter bis 200 km/h treiben. Steile Auffahrten meistert er erfreulich mühelos, kurze Überholvorgänge auf der Landstraße sind kein Problem. Dabei gibt sich der Dieselmotor in Sachen Verbrauch recht zurückhaltend. 4,8 Liter pro 100 Kilometer wurden auf dem Rollenprüfstand ermittelt, in der Praxis waren es unterm Strich 6,4 Liter - ein guter Wert für ein mit voller Beladung (maximal 490 Kilo) immerhin maximal 2,1 Tonnen schweres Gefährt. Das ausschließlich lieferbare Sechsgang-Schaltgetriebe macht mit relativ kurzen, exakten Wegen und einer gut auf den Diesel abgestimmten Gangspreizung einen unauffällig-ausgereiften Eindruck. Toyota hat mit dem Avensis TS, der optisch ein wenig an das Wasserstoff-Mobil Mirai erinnert, neben den Familien sehr stark auch Flottenkunden im Visier. Fahrwerk und die Lenkung des immerhin 4,82 Meter langen Mittelklasse-Kombis passen gut zu beiden Zielgruppen. Sie arbeiten, wie man es von japanischen Produkten gewohnt ist, solide und präzise. Als rasanter Kurvenkünstler ist der Avensis definitiv nicht gedacht, aber er erledigt seine täglichen Aufgaben zur vollen Zufriedenheit. Das gilt auch für das überarbeitete, betont sachlich-schlicht gehaltene Cockpit, das zwischen den zwei Röhren für Tacho und Drehzahlmesser ein 4,2-Zoll-TFT-Informations-Display und als zentrale Bedieneinheit einen acht Zoll großen Touchscreen-Bildschirm mit übersichtlich angeordneten Tasten links und rechts offeriert. Damit kommt man eher klar als mit den schon für normal gewachsene Frontpassagiere zu hoch angeordneten Sitzen. Ebenfalls nicht der Weisheit letzter Schluss ist der tief unter dem Lenkrad versteckte Knopf für die elektrische Parkbremse. Das Platzangebot reicht locker für die fünfköpfige Familie mit Gepäck. Am Kofferraumvolumen von 543 bis 1.609 Liter gibt es jedenfalls nichts zu kritteln. Den Avensis schmücken seit dem Facelift Leuchten in Voll-LED-Technologie. Außerdem hat er schon in der Basisausführung das neue Toyota Safety Sense installiert, das ist ein Kollisionswarner mit automatischer Notbremsfunktion, die den Wagen bis Tempo 80 automatisch zum Stehen bringt. In der getesteten Version Comfort unter anderem außerdem noch drin: Fernlichtassistent, Regensensor, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und ein Multimedia-Audiosystem mit Rückfahrkamera. Eine ordentliche Packung, die sich Toyota im Falle des Kombis mit akzeptablen 31.090 Euro bezahlen lässt. Technische Daten: Toyota Avensis 2.0D-4D Touring Sports Comfort: Fünftüriger, fünfsitziger Mittelklasse-Kombi, Sechsgang-Handschaltung, Frontantrieb
Länge/Breite/Höhe in Meter: 4,82/1,81/1,48
Radstand in Meter: 2,70
Leergewicht: 1.610 kg
zul. Gesamtgewicht: 2.100 kg
Kofferraumvolumen: 543 bis 1.609 l
Wendekreis: 10,8 m
Tankinhalt: 60 l
Motor: Reihen-Vierzylinder-Turbodiesel
Hubraum: 1.995 ccm
Leistung: 105 kW/143 PS bei 4.000/min
max. Drehmoment: 320 Nm bei 1.750 - 2.250/min
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
0 bis 100 km/h: 9,5 s
Normverbrauch: 4,8 l/100 km
CO2-Ausstoß: 124 g/km
CO2-Effizienz: A
Testverbrauch: 6,4 Liter
Preis: ab 31.090 Euro

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jonas

April 13, 2016 um 7:19 pm Uhr

wohw Tolles Auto 1000x Besser als VW Supper Toyota Weiter so

Steven

April 13, 2016 um 3:27 pm Uhr

So richtig chic ist der Avensis immer noch nicht, gerade die Heckpartie schaut nicht stimmig aus. Man hätte sich mal bei Mazda inspirieren lassen sollen.
@paul- das Totschlag Argument mit den Arbeitsplätzen ist ja wohl veraltet. Noch nichtmal die Milliarden Gewinne werden in D steuerpflichtig angelegt. Die Familie Quandt oder den Herrn Winterkorn möchte ich nicht unterstützen mit meinem Autokauf. Deswegen kaufe ich japanisch-qualitatsmässig sowieso.

Paul

April 13, 2016 um 12:15 pm Uhr

Ist das nicht ein Armutszeugnis, Wenn der größte Automobilhersteller der Welt einen Dieselmotor
beim besten Hersteller kaufen muss? Zum Glück ist es aber eine veraltete Variante, man läßt sich in München nicht die Butter vom Brot nehmen. Die neueren Diesel gibt es nur bei BMW und vielleicht noch in amerikanischen Polizeiautos !?! Und was soll am diesem Brotkasten schick sein???
Es ist schon seltsam wie viel Geld diese Käufer ausgeben, um ein hässliches Ding ihr eigen zu nennen. Dabei gibt es doch die schönsten und besten Autos im eigenen Land. Und es sichert noch Arbeitsplätze hier, so what?

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