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Toyota Corolla Verso D-Cat: Der (fast) Alleskönner
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Schnell und sparsam, mit Platz für sieben Passagiere. Und sauberer als es das Gesetz verlangt. Klingt fast, als sei Toyota mit dem Corolla Verso 2.2 D-Cat die Quadratur des Kreises gelungen. Zeit für einen Praxistest.

Ein zweiter Blick lohnt

Auf den ersten Blick ist es ein Corolla Verso wie jeder andere. Gut, die 17-Zoll-Felgen und die abgedunkelten hinteren Seitenscheiben weisen darauf hin, dass es sich um eine der nobleren Ausstattungslinien handelt. Es ist der Verso Executive 2.2 D-Cat, um genau zu sein. Die Topversion. Hinter dem Kürzel verbirgt sich jede Menge Hightech. Und die ist mit 28.200 Euro nicht einmal besonders teuer.

Von vorne bis hinten

Viel zu berichten, wo also anfangen? Vielleicht ganz vorne, an der Chromnase des Kühlergrills, wo sich eine kleine Kamera versteckt. Damit späht der Kompaktvan vorsichtig links und rechts um die Ecke, wenn er sich aus der Toreinfahrt Richtung Straße tastet. Das Bild erscheint auf dem farbigen Touchscreen des DVD-Navigationsgeräts. Genau wie die Ansichten der Rückfahrkamera, die das Einparken einfacher und sicherer macht. Wirklich praktisch!

Überzeugter Nichtraucher

Gestartet wird per Knopfdruck. Dazu wird der Transponder des schlüssellosen Zugangsystems in einen Schlitz rechts neben der Lenksäule gesteckt. Je nach Temperatur dauert es dann einige Sekunden, ehe der Turbodiesel anspringt. Der Motor versteckt sich unter einem schwarzen Kunststoffdeckel, auf dem ein grünes "D"-Cat prangt. Das Logo für umweltfreundliche Dieseltechnik von Toyota. Die Technik: Hochdruck-Direkteinspritzung für den Kraftstoff und eine aufwendige Abgasreinigung. So unterbietet der Vierzylinder-Commonraildiesel die aktuell gültige Schadstoffnorm bei den Stickoxiden um 50 Prozent, bei den Rußpartikeln sind es sogar 80 Prozent. Selbst für die kommende Euro 5-Norm sehen sich die Japaner damit gerüstet.

Volle Pulle

Wer nun ein schwachbrüstiges Öko-Triebwerk erwartet, wird von 177 PS (130 kW) und satten 400 Newtonmeter Drehmoment geplättet. Auch wenn das tatsächliche Fahrerlebnis nicht so brachial ausfällt, wie es die Daten erwarten lassen: es geht flott voran. Sehr flott sogar. Der 2,2-Liter-Turbodiesel stürmt in 8,8 Sekunden von auf Tempo 100. Sechs Gänge sind zu wechseln, bis die Höchstgeschwindigkeit bei 205 Stundenkilometern erreicht ist. Ein echter Öko-Express also? Nicht ganz. Wirklich sparsam gelingt die Fahrt nämlich nur im Bereich der Autobahn-Richtgeschwindigkeit. Bei 120 km/h tröpfeln durchschnittlich kaum sechs Liter in die Zylinder, mit 180 Sachen auf dem Tacho ist es fast doppelt so viel. Da ist der kleine 50-Liter Tank schnell leer gesaugt. Kaum 500 Kilometer Reichweite sind für einen Van schlicht zu wenig. Ohne Bleifußetappen pendelte sich der geschmeidige Motor bei Verbrauchswerten von durchschnittlich sieben bis acht Litern ein. Das ist o.k.

Entspannt ankommen

Von häufigen Tankstopps abgesehen, ist der Corolla Verso ein prima Langstreckenfahrzeug. Egal bei welcher Geschwindigkeit, es herrscht angenehme Ruhe im Innenraum. Weder Brumm- noch Dröhngeräusche belästigen die Passagiere. Und das gleichermaßen komfortable wie sichere Fahrwerk schluckt Straßenschäden ohne laut polternde Beschwerden. Auf längeren Etappen hatte ich auch die Muse, mich über das geschmackvolle Interieur zu freuen. Besonders die grünlichen Milchglaseinlagen an der silbernen Mittelkonsole sorgen für Eleganz. Die beleuchteten Rundinstrumente schimmern im selben Ton. Chrom-Applikationen dienen als Kontrast zu den schwarzen Kunststoffen. Wie nahezu jeder Van, verwöhnt auch der Corolla Verso mit einer entspannt aufrechten Sitzposition. Das Lederlenkrad mit integriertem Tempomat und Radio-Fernbedienung liegt gut in der Hand. Auch der Schaltknüppel, der aus dem Armaturenträger ragt, ist griffgünstig platziert. Und die Vordersitze verfügen über klappbare Armlehnen. Allerdings sind die Polster sind für meinen Geschmack etwas zu weich.

Viel drin

Wie es sich für diese Preisklasse gehört, temperiert die Zweizonenklimaanlage auch das Handschuhfach. Kleinkram wie Gummibärchen, Taschentücher oder CD-Hüllen verschwinden in den Türfächern oder in den Ablagen zwischen den Sitzen. Wenig ausgegoren scheint dagegen die komplizierte Menüführung des Navigationssystems, am dem schon so mancher Motorjournalist gescheitert ist. Mit etwas Übung klappt aber auch das. Als Besitzer eines Corolla Verso kennt man das Problem wahrscheinlich nicht. Schließlich wechselt man nicht täglich das Fahrzeug, wie es im Redaktionsalltag üblich ist. Warum auch, der Japaner ist doch so praktisch.

Platz da

Der variable Innenraum mit voll versenkbaren Sitzen in Reihe zwei und drei kennt angeblich 32 verschiedene Variationen. Per Einhandbedienung lassen sich flach im Boden versenken. So entsteht ein ebener Ladeboden. Die mittlere Sitzreihe kann zudem längs verschoben werden. Je nach Bedarf gibt es dann entweder mehr Beinfreiheit oder mehr Platz für das Gepäck. Wer sich für die erste Alternative entscheidet und die Rückenlehne zur Ruheposition neigt, reist wirklich entspannt und bequem. Die beiden Plätze in der dritten Reihe sind eher Notsitze. Sie bewähren sich beispielsweise, wenn der Corolla Verso beim Kindergeburtstag als Nachbarschafts-Shuttle zum Einsatz kommt. Je nach Sitzkonfiguration schwankt der Kofferraum zwischen 423 und 1.735 Liter. Was man normalerweise nicht testen kann, ist das üppige Sicherheitspaket. Inklusive Window-Airbags und Knieairbag für den Fahrer sind sieben aufblasbare Lebensretter an Bord. Und so verliehen die Experten der Euro NCAP-Crashtests dem Corolla Verso schon bei seiner Premiere fünf Sterne für maximale Insassensicherheit.

Fazit: Saubere Sache. Der Corolla Verso 2.2. D-Cat ist stark, schadstoffarm, geräumig, komfortabel und sicher. Einzig der Verbrauch ist stark vom eigenen Gasfuß abhängig. Damit ist er zwar nicht perfekt, doch er kommt dem Ideal des praktischen Universal-Vans für die anspruchsvolle Familie schon recht nahe.

mototype.de, Holger Schilp

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