Toyota

Toyota Prius I versus Lexus CT 200h – Gegen den Strom
Toyota Prius I versus Lexus CT 200h - Gegen den Strom Bilder

Copyright:

Verschiedene Modi stehen dem Fahrer zur Verfügung Bilder

Copyright:

Klar und deutlich sind die Anzeigen des CT200h Bilder

Copyright:

So funktioniert der Hybrid Bilder

Copyright:

Infos über den Verbrauch gibt das große Display Bilder

Copyright:

Den Kofferraumdeckel ziert ein Heckspoiler Bilder

Copyright:

Das Design war damals schon gewöhnungsbedürftig Bilder

Copyright:

Toyota Prius I Bilder

Copyright:

Lexus CT200h Bilder

Copyright:

Vor 15 Jahren waren Hybridfahrer noch echte Avantgardisten Bilder

Copyright:

Gegen den Strom Bilder

Copyright:

Als erstes Vollhybrid-Kompaktklassemodell mit Premiumanspruch soll der CT 200h gegen noch konventionell angetriebene Rivalen wie BMW 1er oder Audi A3 punkten. Dafür wurde der kleine Lexus fast komplett neu konstruiert – bis auf den Antriebsstrang. Hier setzt der CT 200h auf die Technik des aktuellen Prius, der einen 73 kW/99 PS starken 1,8-Liter-Benziner mit einem 60 kW/82 PS entwickelnden Elektromotor kombiniert. Ein deutlicher Sprung nach vorn gegenüber dem 53 kW/72 PS-Benziner des Ur-Prius, der von einem gerade einmal 33 kW/45 PS leistenden Elektroaggregat assistiert wird. Ob die Evolution in den anderen Disziplinen ähnlich rasant verlaufen ist? Zeit für ein Klassentreffen der kompakten Hybridvorreiter.

Bewährungsproben

„Die Zukunft kann man abwarten. Oder beschleunigen“, textete die Toyota-Werbung zur Präsentation des Ur-Prius. Mit einer „futuristischen Haube, unter der sich Verbrennungs- und Elektromotor verbinden.“ [foto id=“367207″ size=“small“ position=“left“]Tatsächlich war die markante Motorhaube neben einem neckischen Heckspoiler das einzige Designdetail, das dem konservativen Korpus der kleinen Stufenhecklimousine einen Hauch Extravaganz verlieh. Allerdings nicht genügend, um auf Märkten außerhalb Japans und Nordamerikas ausreichend Sympathien gewinnen zu können. Da stehen heute die Erfolgschancen für das gefällig gezeichnete Steilheckdesign des kompakten Lexus weit günstiger. Zumal die Hybridtechnik inzwischen alle Bewährungsproben bestanden hat. Längst hat sich der Prius in Pannenstatistiken als eines der zuverlässigsten und langlebigsten Kompaktklassemodelle überhaupt erwiesen, bei dem sogar die Batterien bisweilen Fahrleistungen von über einer halben Million Kilometer überstanden haben sollen.

Sogar manche osteuropäischen Käufer setzen mittlerweile auf die unerschütterliche Standfestigkeit eines betagten und damit erschwinglicheren Prius für den ultimativen Alltags-Härtetest auf Pisten von Taiga und Tundra. Ein Stresstest, der dem edlen Lexus dank Prius-Technik [foto id=“367208″ size=“small“ position=“left“]eines Tages ebenfalls drohen könnte.

Verwöhnausstattung

Vorausgesetzt das schicke Designerstück glänzt auch mit Nehmerqualitäten seiner vergleichsweise feinen Verwöhnausstattung aus Klimaautomatik, körpergerechten Velours- oder Ledersitzen im eng geschnittenen Interieur, Audioanlage mit Fernbedienung oder per Drehschalter justierbaren Fahrmodi „Normal“, „Eco“ und „Sport“. In Sporteinstellung ersetzt ein Drehzahlmesser das Instrument, das sonst anzeigt, inwieweit der Fahrstil umweltbewusst ist. Zu einem wirklich sportlichen Kurventanz, den etwa die süddeutschen Lexus-Rivalen fast perfekt beherrschen, passen allerdings weder die etwas träge Lenkung des CT 200h noch die komfortbetonte Fahrwerksabstimmung oder die CVT-Automatik.

Solchen Ansprüchen wollte der klassische Prius gar nicht erst gerecht werden. Mit am Lenkrad positionierten Automatik-Wählhebel, weicher Fahrwerksabstimmung, entsprechend starker Seitenneigung bei Kurvenfahrt, relativ schmalbrüstiger Bereifung für gemächlichere Gangart und flauschig bezogenen Sitzen, die es im Fond mit dem Seitenhalt und Komfort eines Sofas aufnehmen können, zielte der erste [foto id=“367209″ size=“small“ position=“left“]Toyota mit alternativem Antrieb ganz auf die Wünsche japanischer und amerikanischer Autofahrer. Dies immerhin so erfolgreich, dass in sechsjähriger Produktionszeit weltweit über 120.000 Einheiten des 4,32 Meter messenden Viertürers verkauft wurden.

Exakt genauso lang ist der Lexus, nur beim Radstand bietet der CT 200h fünf Zentimeter mehr, die allerdings im Interieur kaum wahrnehmbar sind. Im Gegenteil, dank großzügiger Glasflächen und hoher Sitzposition und ohne breiten Mitteltunnel wie im Lexus gibt sich der Toyota überraschend übersichtlich und luftig mit ausreichend Platz für vier bis fünf Passagiere, die sich schon damals über Komfortdetails wie Zwei-Wege-Klimaanlage, Becherhalter und praktische Klapptische freuen konnten.

Weiter auf Seite 2: Leistungsdaten; Fazit; Datenblatt & Preis

{PAGE}

[foto id=“367210″ size=“full“]

Leistungsdaten

Wirklich schnell ist zwar keiner der Hybride, aber mit einer Vmax von abgeregelten 180 km/h ist der Lexus immerhin 20 km/h flotter als der besonders auf Autobahnen betulich wirkende Vorgänger. In der Stadt sind [foto id=“367211″ size=“small“ position=“left“]die Unterschiede dagegen weniger deutlich spürbar. 115 Nm Drehmoment (Verbrennungsmotor) bei 4.200/min im Prius versus 142 Nm bei 2.800 bis 4.400/min im Lexus sind erst bei Überholvorgängen wirklich relevant. Zumal beide Hybride auf Abruf, etwa bei Stau und zähfließendem Verkehr Distanzen von ein bis zwei Kilometern rein elektrisch zurücklegen. Auch mit dem fast lautlosen Startvorgang eines Batteriefahrzeugs kann bereits der Urahn aller modernen Vollhybride aufwarten. Sogar bei den Verbrauchswerten unterscheiden sich die beiden Sparmeister zumindest theoretisch kaum. So meistert der Prius laut Verkaufsprospekt „mit seinem 50-l-Tank mühelos bis zu 1.000 Kilometer“.

Mehr schafft auch der Lexus nicht, denn dank eines Normverbrauchs von nur 3,8 Litern auf 100 Kilometer begnügt sich der CT 200h mit einem 45 Liter fassenden Tank. Im Alltag lassen sich solche Konsumwerte aber nur erzielen, wenn sich die Fahrer ganz auf den Spaß des Sparens beim sogenannten Segeln einlassen. [foto id=“367212″ size=“small“ position=“left“]Dies bedeutet Dahingleiten mit Batterieunterstützung und Aufladen der Batterien etwa durch Bremsenergierückgewinnung oder Bergabfahrten. Dazu animieren auch Sammelspielchen auf den Touchscreen-Monitoren. Schon der erste Prius belohnte Sparwillen mit grünen Symbolen, die nach und nach den Bildschirm „aufforsteten“.  

Fazit

Damals wie heute gilt also: Dynamiker fahren Diesel, Benzin-Hybrid-Pioniere müssen gegen den Strom schwimmen und sich auf die Eigenarten des alternativen Antriebs einlassen.  

Datenblatt: Toyota Prius I, ab 1997, in Deutschland ab 2001

Viertürige, fünfsitzige Limousine der Kompaktklasse

Länge/Breite/Höhe: 4,32 Meter/1,70 Meter/1,39 Meter
Radstand: 2,55 Meter
Kofferraumvolumen: 320 Liter
   
Antrieb: 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner, stufenlose CVT-Automatik, 53 kW/72 PS Verbrennungsmotor und 33 kW/45 PS Elektromotor
max. Drehmoment Verbrennungsmotor: 115 Nm bei 4.200/min
0-100 km/h: in 13,0 s
Vmax: 160 km/h
Verbrauch: 4,0 l/100 km
CO2-Ausstoß: 95 g/km
   
Preis: ab 22.701 Euro

Datenblatt: Lexus CT 200h, ab 2011

Fünftürige, fünfsitzige Limousine der Kompaktklasse
Länge/Breite/Höhe: 4,32 Meter/1,77 Meter/1,43 Meter
Radstand: 2,60 Meter
Kofferraumvolumen: 375-985 Liter
   
Antrieb: 1,8-Liter-Vierzylinder-Benziner, stufenlose CVT-Automatik, 73 kW/99 PS Verbrennungsmotor und 60 kW/82 PS Elektromotor
max. Drehmoment Verbrennungsmotor: 142 Nm bei 2.800-4.400/min
0-100 km/h: in 10,3 s
Vmax: 180 km/h
Verbrauch: 3,8 l/100 km
CO2-Ausstoß: 87 g/km
   
Preis: ab 28.900 Euro

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Volkswagen T7.

Erlkönig: Der Volkswagen T7 kommt

Mercedes-Maybach GLS.

Mercedes-Maybach GLS Erlkönig auf Testfahrt

Bentley Flying Spur.

Bentley Flying Spur: Wo ist der beste Platz?

zoom_photo