Unser Motor ist ein denkendes Erz – Bertolt Brecht und seine geliebten Steyr
Brechts geliebtes Auto: das Steyr XII-Cabriolet Bilder

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Bertolt Brecht war ein Autonarr Bilder

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Es gibt ja viele Arten, die Liebe zu seinem Automobil auszudrücken. Man kann es gut pflegen, regelmäßig waschen, schick tunen und spätestens seit den Liebesbekenntnissen des Amerikaners Edward Smith wissen wir auch, dass man in sein Fahrzeug sogar ernsthaft verliebt sein kann. Aber es gibt wohl keinen Auto-Liebesbeweis, der so romantisch und poetisch ist wie der von Bertolt Brecht. Der Autor schrieb nämlich ein Gedicht mit dem Titel „Singende Steyr-Wägen“.

Wir liegen in der Kurve wie Klebestreifen.
Unser Motor ist:
Ein denkendes Erz.
Mensch, fahre uns!!
Wir fahren dich so ohne Erschütterung
Dass du glaubst, du liegst
In einem Wasser.

Das ist nur ein Auzug aus dem berühmten Brecht-Gedicht. Die Liebeshymne auf die Steyr-Wägen ist noch um einiges länger und beschreibt detailliert sowohl Pferdestärken, als auch Radstand und Geschichte des Automobils. Am 27.5.1928 schickt Brecht sein Gedicht an die Zeitschrift Uhu und bekommt prompt Rückmeldung von Steyr. Die Autobauer sind begeistert von den „Singenden Steyr-Wägen“. Ab jetzt fährt Autonarr Brecht fast nur noch das Fahrzeug des österreichischen Herstellers. Es wird vemutet, dass der Autor einen Wagen als Geschenk bekam – für seine doch sehr offensichtliche Schleichwerbung.

Ein Autounfall zerstört die junge Liebe

[foto id=“108418″ size=“small“ position=“right“]Leider hält sein Steyr XII nur knapp ein Jahr. Im Mai 1929 setzt Brecht sein geliebtes Auto gegen einen Baum und bricht sich beide Kniescheiben. Der Wagen: Totalschaden. Zum Trost erhält er genau einen Monat später ein großzügiges Werbegeschenk der Firma Steyr: Ein neues Auto, auf das Brecht sofort eine Versicherung abschließt. Das Fahrzeug fährt er bis zum Exil 1933 – dann wird der Steyr von der SA beschlagnahmt und Brecht flüchtet nach Dänemark.

Brecht bleibt Steyr treu

Doch lange kommt er ohne seinen Steyr nicht aus. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrt der Autor zurück nach Deutschland. Die erste Anschaffung, die er dort tätigt, ist ein neuer Steyr-Wagen. Brecht war nicht nur in die österreichischen Autos verliebt, er war ihnen auch bis zu seinem Tod treu.

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