Mercedes-Benz

Vernetzt und sozial interaktiv: Das Auto als mobile Multimedia-Zentrale – Beispiel Daimler
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Multifunktionslenkrad mit Taste für Spracheingabe oben. Bilder

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Auf der (Google-)Suche. Bilder

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Alles in einem: Navigation, Audio, Telefon, Video, System, Radio, Speicher, FM, Klang. Bilder

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Mal wieder Stau in beiden Richtungen bei Böblingen und Sindelfingen. Bilder

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Smartphone-Anschluss in der Mittelkonsole. Bilder

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Was Sie wünschen II: Karibik, Zermatt-Cervinia, Restaurants, Mitteleuropa ... Bilder

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Was Sie wünschen I: Miami, Wetterkarte, lokale Suche, Restaurants ... Bilder

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Ralf Lamberti bei einer Präsentation am Mercedes SLK. Bilder

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Im Mercedes 280 SL: Bloß Radio zur Information und Unterhaltung. Bilder

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Einfache Bedienführung soll die Konditionssicherheit erhöhen. Bilder

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Professor Dr. Bharat Balasubramanian beim Daimler-TecTalk Bilder

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Die Orientierungshelfer von damals: Große Karten, kleines Fernglas. Bilder

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My Music in My Mercedes: Mutiger auch bei Farben, Anzeigen, Layout. Bilder

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Böblingen – Was früher fast undenkbar war, ist nun möglich: Moderne Autos sind mobile Multimedia-Zentralen, über die sich Internetseiten aufrufen und Online-Services nutzen, Adressen im Navigationssystem bequem per Sprache eingeben und die Lieblingssongs vom MP3-Player abspielen lassen. Aber: Wo geht die Reise hin? Wie ist das Auto weiter vernetzbar? Männer wie Bharat Balasubramanian zerbrechen sich bei Daimler beispielsweise darüber den Kopf; der Professor leitet bei den Stuttgartern in der Konzernforschung und Vorentwicklung die entsprechende Direktion für Produktinnovation & Prozesstechnologie.

Die Orientierungshelfer damals …

Böblingen, Meilenwerk, Forum für Fahrkultur, Technikgespräch „Vision Comand 2020“. Oldtimer fast überall, darunter ein grüner Mercedes 280 SL, jener Baureihe, deren Modelle von Anfang der 1970er- bis Ende der 1980er-Jahre produziert worden sind. Vorn, zu Ausstellungszwecken auf der Motorhaube etwas seitlich zum Scheinwerfer hin versetzt, ein alter Lederkoffer mit Karomuster innen, Fahrer-Lederhandschuhen, „Europa im [foto id=“369039″ size=“small“ position=“left“]Automobil“-Alpenkarte, dazu Esso-Fernfahrerkarte und Fernglas. Das waren die Orientierungshelfer damals. Die heute sehen ganz anders aus.

… und die heute, Motto „Auf Ihr Kommando“

1993 hat Mercedes in der S-Klasse das laut Balasubramanian „erste vollintegrierte Telematiksystem in der Automobilindustrie“ präsentiert. Es folgten Sprachbedienung (1996) und 16:9-Farbbildschirm (2002). Seit diesem Jahr ist nun auch bei Mercedes der Internetzugang im Auto möglich. Fragt man nach Daimlers Multimedia-Vision, zählt der Professor die vier Schlagworte ganzheitliches Erlebnis, natürliche Interaktion, sensorische Perfektion und Fernbedienkomfort auf, fasst alles unter dem Begriff „@ your comand“ zusammen, Motto „Auf Ihr Kommando“.

Höherer Bedienkomfort, mehr Sicherheit

Multimedia-Systeme sind danach inhaltlich übergreifend miteinander vernetzt, sozial interaktiv „und lenken nicht ab“, betont der Ingenieur, weist auf die betreffende Selbstverpflichtung und das Bemühen hin, die Konditionssicherheit über höheren Bedienkomfort noch zu steigern. Die Bedienung erfolgt weitgehend über Sprachsteuerung, ergänzt durch Gesten und Berührung. SMS und Mails können diktiert, Nachrichten abgerufen werden, etwa: „Was gibt’s Neues in Ägypten? Und was sagt Angela Merkel dazu?“ Es gibt Highend-Klang und hochauflösende Bildschirme mit brillanten und individuellen Anzeigen auf allen [foto id=“369040″ size=“small“ position=“left“]Sitzplätzen. „Und Fahrzeug, Multimedia-System sowie alle Anwendungen und Inhalte lassen sich“, so jedenfalls die 2020er-Vorausschau des Daimler-Experten, „vollständig aus der Ferne vorkonfigurieren.“

Apps für noch bessere Vororientierung

Ralf Lamberti, zuständig für Infotainment, Telematik, Innenraum-Elektrik und -Elektronik, hat sich zwischen zwei aktuellen Mercedes SLK aufgebaut. Im einen lässt er am Beispiel der Strecke Böblingen-Baden-Baden demonstrieren, dass heute bereits nicht nur Ziel-, sondern alle Wegpunkte einer kompletten Route übertragbar sind. Im anderen geht es darum, was als nächstes schon im wahrsten Sinnn des Wortes mit Blick auf eine noch bessere Vororientierung folgen soll, nämlich etwa über Google-Streetview Orte auf der ganzen Welt in 360-Grad-Perspektive und auf Straßenebene zu betrachten, oder über Google-Panoramio Zugriff auf Millionen von Bildern zu haben, die andere Nutzer an Orten rund um den Globus aufgenommen und bereitgestellt haben.

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Auch für neue M- und B-Klasse

Entsprechende integrierte Anwendungen, kurz Apps, kündigt Lamberti für Herbst an, auch für das Online-Netzwerk Facebook. Über ein Dutzend weitere seien mittelfristig geplant, darunter in Zusammenarbeit mit innovativen Unternehmen wie dem US-Talkradio-Betreiber Stitcher, dem Kurznachrichtendienst Twitter und [foto id=“369042″ size=“small“ position=“left“]populären Musikanbietern wie Pandora in den USA oder Aupeo bei uns. Nutzen können diese Apps alle in einem Mercedes mit Comand Online. Erhältlich ist das Multimedia-System mit Internetzugang, im Stand frei zu browsen oder über Mercedes-App aufrufbar, ab Herbst auch in der neuen M- und B-Klasse.

Inhalte über Server ins Fahrzeug

Hinter den Comand-Online-Kulissen sieht es so aus, dass Inhalte etwa von Google, Meteomedia, Facebook oder aus dem weltweiten Netz zunächst zur Datenreduktion und zum weiteren Sicherheitsaufbau auf einen speziellen Daimler-Server und von dort zuletzt über eine ebenfalls entsprechend gesicherte Mobilfunkverbindung ins Auto gelangen.[foto id=“369043″ size=“small“ position=“left“]

Künftig ganz ohne Schalter

„Vision 2020 ist das schalterlose Fahrzeug“, stimmen Balasubramanian und Lamberti nicht zuletzt ebenfalls bei Smartphone basierten Lösungen und künftig denkbarer, frei konfigurierbarer Displays überein, „wobei wir dann auch in Farbe, Anzeigen und Layouts mutiger sein wollen“. Wo er, fragen wir Peter Häussermann, der in der Mercedes-Entwicklung die Bereiche Elektrik/Elektronik und Telematik leitet, bei allem eine Grenze ziehen würde? „Immer dann“, so Häussermann, „wenn es ums Arbeiten im Auto geht.“ Das Auto sei schließlich zum Fahren da. „Und Spaß soll es auch noch vermitteln.“ Nur eben diesmal ohne tragbare Kofferradios und dickleibige Autoatlanten, mit denen einst alles begann. /Fotos: Koch/Mercedes

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