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Vorstellung Chevrolet Corvette C6: Transatlantische Freundschaft

Vorstellung Chevrolet Corvette C6: Transatlantische Freundschaft Bilder

Copyright: auto.de

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Wieder so ein Auto, von dem schon kleine Jungen und Mädel schwärmen – und das seit Jahrzehnten. Immerhin können seine Macher auf inzwischen 55 Jahre Corvette zurückblicken. Begonnen hatte alles 1953 mit einem Kunststoff-Cabrio, bei dem Chevrolet mutig den bald danach unausweichlichen amerikanischen Zuckerbäckerstil andeutete und damit Erfolge im Markt erzielte.

Heute steht die sechste Generation am Start und kann viel mehr als nur gut aussehen.

Niveaus ist gestiegen

Sowohl beim Design als auch bei der Leistung, erst recht aber beim Fahrwerk und bei der Innenausstattung erreicht der Neue ein höheres Niveau. Jetzt steigen die Chancen, von dem im alten Europa üblichen Image-Makel wegzukommen, die Corvette sei ein Kiezrenner. Auch das so oft kritisierte Billig-Plastik im Innenraum musste (gegen Aufpreis) feinem Leder weichen. Der Jahrgang 2008 kündet nun davon, dass es bei der Corvette nicht allein um Äußerlichkeiten und eine brachiale Motorgewalt gehe, die man nur bei den in Amerika niedrigen Geschwindigkeiten auf der Straße halten könne.

Für den Vorschub zuständig…

Auch der neue Motor protzt mit Leistungsdaten. Er leistet jetzt mit 297 kW / 404 PS rund acht Prozent mehr als der im Vorgänger. Auch das maximale Drehmoment nahm von 546 Newtonmeter (Nm) auf 585 Nm zu. Der Alu-Achtzylinder hört hausintern und unter Fans auf einen Namen, der uns im alten Europa wie Hohn klingt. „Small block“ heißt er. Dabei schöpft der Kleine seine Kraft aus 6,2 Litern Hubraum.

„Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, es sei denn durch Hubraum.“

Mit dem Festhalten an dieser Beziehung bekennt sich also auch die neue Corvette zum American way of Driving, der auch hierzulande die Fans immer noch zu der Aussage hinreißt, die Turbo-Fanatiker die Zornesröte ins Gesichts treibt: „Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, es sei denn durch Hubraum.“ Mit der Corvette lernt man beim Fahren – im Wortsinne – sehr schnell, was das heißt. Eine Beschleunigung in 4,4 Sekunden von null auf 100 km/h zieht einem die Gesichtshaut nach hinten, während man meint, die mächtigen 285/35 ZR 19-Reifen hinten müssten jetzt den Asphalt aus der Straße reißen.

Das Ohr fährt mit…

Aber Hubraum bringt nicht nur Kraft. In der Kombination mit acht Zylindern entsteht auch ein unvergleichliches Klangerlebnis. Während beim Dahingleiten nur ein großer Kater schnurrt, brüllt einem bei voller Beschleunigung ein scheinbar wütender Tiger in die Ohren. Ist das schlimm, wenn man zugibt, dass einem das gefällt?

Präzise Lenkung…

Wehe, wenn sie losgelassen werden? Nein – dieser Tiger hat Manieren. Seine Dompteure haben ganze Arbeit geleistet. Die Lenkung haben sie in Richtung Präzision überarbeitet, und die Einzelradaufhängung an alle vier Rädern lässt selbst auf der Rennstrecke kaum Wünsche offen. Erstaunlich, was die so oft geschmähte Blattfeder an der Hinterachse leistet. Ja, die Corvette kann’s sportlich, aber sie mag’s auch komfortabel. Im übrigen wacht das elektronische Stabilitätsprogramm über Auto und Insassen.

Am Anfang waren es zwei…

Mit Erstaunen nimmt man heute zur Kenntnis, dass die Corvette in den 50-ger Jahren mit einer Zwei-Gang-Automatik klarkam. Da sieht man mal die Wirkung von Hubraum, der auch heute noch in dieser Weise überzeugt, selbst, wenn man beim Handschalter wie bei der (optionalen) Automatik inzwischen auf sechs Gänge zurückgreifen kann. So konnten wir den Rennkurs Paul Ricard bei Marseille jedenfalls nur im dritten und vierten Gang mit akzeptablen Zeiten umrunden. Hubraum samt Drehmoment ersetzen auch bei der hier ungewöhnlich herausfordernden Fahrweise in vielen Situationen das Rühren im Getriebe.

Der Arbeitsplatz

Das Schalten fällt übrigens in der neuen Corvette leichter, Chevrolet sagt, um 15 Prozent. Aber wesentlicher als dieser weitere Schritt hin zum domestizierten Tiger, trägt die neue Innenraumgestaltung zum Wohlbefinden bei. Die Armaturentafel wird – wenn man die Lederausstattung ordert – ebenfalls mit Leder bezogen. Die Sportsitze werden ihrem Namen mit gutem Seitenhalt gerecht. Die Armaturen wirken edel; Karbon hat die Rolle vom Plastik übernommen.

Wer es offen mag…

Wir nutzten das Coupé als „Targa“, denn das Dach zwischen Frontscheibe und Heck lässt sich herausnehmen. Das ist besonders für Sitzriesen von Vorteil, die auch bei der neuen Corvette bei schlechten Wegstrecken sonst in der Gefahr schweben, schmerzhaft mit dem Dach Kontakt aufzunehmen. Doch die Targa-Konstellation ist leider nicht Quell heiterer Cabrio-Freuden. Der Wind schlägt heftig in den Innenraum.

Reichlich Platz für den großen Urlaub

Das knapp 1500 Kilogramm schwere Coupé verträgt noch gut 300 Kilogramm Zuladung. Das ist sicher angemessen für einen Zweisitzer. Aber eigentlich könnte man sich gut vorstellen, mehr mitzuschleppen. Der Kofferraum lädt dazu – anders als bei jedem anderen Sportwagen – mit rund 600 Litern Ladevolumen geradezu ein. Das reicht allemal für den großen Urlaub.

Sieht gut aus und hat Leistung satt…

Die neue Chevrolet Corvette sollte also gute Chancen haben, nicht allein Jungen und Mädel zum Träumen, sondern erwachsene Kinder zu ernsthaften Überlegungen zu reizen. Sie sieht aus, als habe ein Designer vom Range eines Pininfarina den Amerikanern die Hand geführt. Sie hat Leistung satt, lässt sich gut und problemlos handhaben, hat beides – ein sanftes Gemüt und Kampfgeist – und sie ist nicht so teuer, wie man meinen könnte.

Der Verbrauch

Beginnen wir beim Kraftstoffverbrauch. Die Techniker ernteten zwar ein spöttisches Lächeln, als sie jetzt erklärten, man könne die Corvette auch mit weniger als zehn Litern auf 100 km fahren. Aber der Durchschnittswert nach der EU-Norm von 13,3 Litern pro 100 km und 316 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer sprechen eine andere Sprache, allerdings weit weniger deutlich, als man angesichts von Hubraum und Leistung hätte erwarten können. Der Wert fällt doch vergleichsweise bescheiden aus. Die Praxiswerte hat jeder Fahrer selbst in seinem Gasfuß.

Preisstruktur

Kommen wir nun zum Preis. In seiner Leistungsklasse darf man die Chevrolet Corvette ungestraft als „Schnäppchen“ bezeichnen. Das Coupé mit Handschalter kostet 65 290 Euro. Für die teuerste Corvette, die Z06 mit 377 kW / 512 PS, muss man 88 150 Euro hinblättern. Zwar bietet auch die Aufpreisliste noch einige Optionen, den Preis höherzutreiben. Aber andere Hersteller steigen deutlich höher ein. Angesichts der neuen Corvette scheint es also eher wahrscheinlich, wenn sich hier in vielen Fällen eine haltbare transatlantische Freundschaft einstellt.

Technische Daten: Chevrolet Coupé 6.2 V8 Manual

Länge x Breite x Höhe: 4,88m x 1,79m x 1,83m
Motor (Bauart, Hubraum): Achtzylinder Leichtmetall, 6162 ccm
Max. Leistung: 321 kW / 437 PS bei 5900 U/min
Max. Drehmoment: 585 Nm bei 4600 U/min
Verbrauch NEFZ im Mittel: 13,3 Liter, CO2-Emission: 316 g/km
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 4,4 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 306 km/h
Leergewicht/Zuladung: 1473 kg / 603 kg, Kofferraum: 380 Liter – 3700 Liter
Basispreis: 65 290 Euro.

(ar/Sm)

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