Webasto hat Marktführerschaft im Auge
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Der Autozulieferer Webasto, Spezialist für Dachsysteme und Standheizungen, geht nach der vor wenigen Wochen vollzogenen Übernahme des insolventen Konkurrenten Edscha in die Offensive.

Ziele

„Wir wollen im Cabrio-Geschäft bis Mitte des Jahrzehnts 500 Millionen Euro umsetzen“, sagte Webasto-Finanzvorstand Holger Engelmann dem Handelsblatt. Ziel sei es, Weltmarktführer für Cabriodächer zu werden. Edscha und Webasto kommen derzeit auf 320 Millionen Euro Umsatz und damit in Europa auf einen Marktanteil von rund 50 Prozent.

Ein drittes Standbein

„Wir waren im Cabrio-Bereich zu klein, um eine wichtige Rolle zu spielen. Jetzt haben wir die kritische Masse“, sagte Engelmann. Für Webasto soll die Cabrio-Sparte neben dem Geschäft mit Standheizungen und Dachsystemen ein drittes Standbein werden. Hauptkonkurrent im Kampf um Aufträge bleibt jetzt noch Magnas Tochterunternehmen CTS, das die Übernahme der Cabrio-Sparte der ebenfalls insolventen Karmann-Gruppe plant.

Stabile Lieferanten

„Die Autohersteller haben die Edscha-Transaktion positiv begleitet. Die Hersteller brauchen stabile Lieferanten“, sagte Engelmann. Für BMW war die Insolvenz des Remscheider Unternehmens besonders heikel, fiel sie doch mitten in die Hochphase des Z4-Raodsters. Dass Zulieferer ihre Macht künftig aber kräftig ausbauen könnten, ist nicht zu erwarten. „Der Preiswettbewerb wird bleiben, dafür werden die Hersteller sorgen“, so der Webasto-Manager. Trotz des Preiskampfes sollen die eigenen Standorte jedoch erhalten und die Mitarbeiterzahlen konstant bleiben.

Produktion

Produziert wird in Deutschland in Hengersberg und Regensburg sowie an den europäischen Standorten Coventry (Großbritannien), Palmela (Portugal), Turin (Italien) und Velky Meder (Slowakei). Entwicklungsstätten der Webasto-Edscha sind der Firmensitz in Hengersberg sowie Stockdorf. An den sieben Standorten werden 1.350 Menschen beschäftigt. In den übrigen Sparten Dachsysteme und Standheizungen sind 6.700 Mitarbeiter in 46 Ländern für Webasto tätig.

Schwere Einbußen im Krisenjahr

Im Krisenjahr 2009 musste das Unternehmen, wie die gesamte Zuliefererbranche, schwere Einbußen hinnehmen. Der Umsatz war um 400 Millionen auf 1,2 Milliarden Euro gesunken. Dennoch: 2009 schreibt das Unternehmen eine schwarze Null. 2010 rechnet Engelmann mit einer „leichten Steigerung“.

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