Abgas-Skandal

Abgas-Skandal erfasst auch Skoda und Seat

Skoda wächst im ersten Quartal Bilder

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Der VW-Abgas-Skandal weitet sich wie erwartet aus – und hat längst neben Amerika auch Europa und neben VW und Audi auch noch die Tochter-Marken Skoda und Seat erreicht. Auch in deren Fahrzeugen ist die manipulierte Software verbaut. Um wie viele Autos es geht, wird gerade mit Hochdruck untersucht. Die Zahl von elf Millionen betroffenen Autos, die Volkswagen am vergangenem Dienstag genannt hatte, könnte also durchaus noch steigen.

Als Abgas-Schummler wurden Fahrzeuge mit 1,6- und 2,0-Liter-Dieselmotoren des Typs EA 189 ausgemacht, die noch nicht die EU 6-Abgasnorm erfüllen. Bei Audi geht es um Diesel-Versionen der vier Modellreihen A1, A3, A4 und A6. Und auch in Fahrzeugen von Skoda arbeitet dieses Aggregat: „Wir haben den Motor über Jahre von VW bezogen und verbaut“, heißt es bei der tschechischen VW-Tochter. Derzeit würde in Sachen Modelle und Stückzahlen recherchiert. Vermutlich handelt es sich um die Modelle Roomster, Octavia und Superb der Baujahre 2009 bis 2013.

Die aktuelle Produktion bei Skoda sei aber nicht betroffen

Auch bei Seat wurde die manipulierte Steuerung eingebaut, derzeit läuft laut einer Firmen-Sprecherin eine Untersuchung über die Stückzahlen. Spanische Medien spekulieren über rund eine halbe Million betroffene Fahrzeuge.Der Autoclub ACE forderte inzwischen weitreichende Konsequenzen aus dem Manipulations-Skandal. Der zeige nämlich laut ACE-Vorsitzendem Stefan Heimlich, „dass unabhängig von der Typzulassung eine Kontrolle unverzichtbar ist“. Der Club fordert deshalb im Rahmen der EU-Abgasgesetzgebung die Schaffung einer Kontrollinstanz ähnlich der US-Umweltbehörde EPA, die wesentlich schärfere, kontinuierlich und stichprobenartig durchgeführte Kontrollen einführen sollte.

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