Absolventenwünsche: Ingolstadt vor München

Hochschulabsolventen möchten vorzugsweise in der deutschen Automobilindustrie oder bei ihren Zulieferern arbeiten. Audi ist für Neueinsteiger attraktiver als BMW und Mercedes-Benz. Das ergab die größte Umfrage unter deutschen Hochschulabsolventen. Die Anziehungskraft der deutschen Automarke mit den vier Ringen für deutsche Hochschulabsolventen muss gewaltig sein, wenn sie sich lieber bei Audi an der Donau als bei BMW an der Isar bewerben. Das gilt sowohl für angehende Ingenieure wie für Absolventen von Business-Fächern.

Damit hat sich an den beiden Spitzenpositionen des „trendence Graduate Barometers“, Deutschlands größter Absolventenbefragung gegenüber dem Vorjahr nichts geändert. Es ist sicher kein Zufall, dass auch bei der Beliebtheit der Automarken Audi vor BMW liegt, wie die Ruhr-Universität-Bochum in ihrem Involvement-Index 2011 (www.wuv.de) ermittelt hat. Für dieses Ranking werden jährlich Millionen Beiträge im Online-Forum „Motor-Talk“ ausgewertet und in Relation zur Zulassungsstärke der Marken gesetzt. Das Ranking gilt als ein Maß für die emotionale Bindung an die Automarken und als Frühindikator für den Absatz einer Marke.

Neben Audi und BMW sind es mit Porsche, Mercedes-Benz und Volkswagen fünf Automobilhersteller unter den zehn beliebtesten Arbeitgebern in Deutschland. Mit der Bosch Gruppe und Siemens rangieren zwei starke Zulieferer für die Autohersteller ebenfalls unter den Top Ten.

Beliebtester Nicht-Autohersteller oder Nicht-Autozulieferer ist bei den Wirtschaftsabsolventen die Deutsche Lufthansa vor adidas und Google, während bei den Ingenieuren die deutsche EADS (European Aeronautic Defence and Space Company), die Lufthansa Technik und die Frauenhofer Gesellschaft mit den Plätzen acht bis zehn gerade noch Spitzenpositionen erreichen.

Verlierer im Ranking der Beliebtheit potentieller Arbeitgeber der Absolventen sind Wirtschaftsprüfer und Beratungsunternehmen.

Holger Koch, Geschäftsführer des trendence Instituts, erkennt: „Die Bewerbergeneration 2012 zeigt sich insgesamt sehr selbstbewusst. Sie weiß, dass sie in Zeiten des aufziehenden Fachkräftemangels eine gesuchte Spezies sind.“

Die Gehaltswünsche der Business-Fraktion liegen durchschnittlich bei 43 300 Euro im Jahr, die Ingenieure gehen mit der Vorstellung von 45 700 Euro in die Einstellungsgespräche. Dafür sind sie bereit, wöchentlich 45,2 bzw. 43,2 Stunden zu arbeiten.

Geld ist aber nach den Vorstellungen des akademischen Nachwuchses nicht alles. Bei der Wahl ihres ersten Arbeitgebers zählen für die Einsteiger weiterhin vor allem attraktive Arbeitsaufgaben und die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Zudem möchten immer mehr Befragte Führungsaufgaben übernehmen, statt im Team Verantwortung zu teilen.

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