Aprilia SRV 850: Der Superbike-Scooter
Aprilia SRV 850: Der Superbike-Scooter Bilder

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Dieses Zweirad ist ganz eindeutig eine Aprilia: Die voluminöse Front mit dem Dreifachscheinwerfer, die kantigen Linien, ja selbst das spitze Heck mit der knalligen LED-Leuchte erinnern an die bekannten Sportmotorräder aus gleichem Hause. Zumal sich die Farbgebung an die Werksrenner anlehnt. Ganz klar sieht Aprilias neuer Maxi-Scooter SRV 850 zum Preis von 10 390 Euro der elitären RSV4 zum Verwechseln ähnlich.

Im Grund feierte der Zweirad-Automat seine Premiere 2007, stieß aber als Gilera GP 800 nur auf verhaltenes Interesse. Mehr Erfolg soll die Positionierung als Aprilia-Modell, einige Weiterentwicklungen im Detail und das neue [foto id=“424865″ size=“small“ position=“left“]Outfit bringen.

Seinen supersportlichen Auftritt kann der SRV 850 auch untermauern: Der flüssigkeitsgekühlte 90-Grad-V-Motor mit 839 Kubik Hubraum liefert stolze 56 kW/76 PS Leistung und 76 Newtonmeter Drehmoment, die ihn zum stärksten Aggregat des Roller-Universums machen. Eine obenliegende Nockenwelle steuert vier Ventile je Zylinder, fürs Gemisch ist eine Einspritzung zuständig, einen Doppelzündung entflammt die großen Einzelbrennräume. Infolge der enormen Leistung und des gewaltigen Drehmoments kommt beim SRV eine Triebsatzschwinge nicht in Frage, der V2 sitzt fest verbaut im Doppelschleifen-Verbund. Seine Kraft liefert er zunächst wie ein Roller an eine Variomatik, dann wie bei einem Motorrad über eine konventionelle Kette an das 15-zöllige Hinterrad. Feinarbeit Im Aprilia-Entwicklungszentrum, wie die verbesserte Zündung und eine zweite Lambdasonde, ließen die Motorleistung um eine Maßeinheit auf 56 kW/76 PS und das maximale Drehmoment von 73 auf 76 Nm erstarken. Wichtiger: Dias Ergebnis erfreut mit weicher Gasannahme und angenehmer Laufruhe bei einem kernigen Klang, der einem Mittelklassemotorrad zur Ehre gereichen würde.

Beim Start aus dem Stand tritt der Automat gewaltig an, ohne notwendige Gangwechsel zieht der Aprilia-Scooter unbarmherzig am Rest des Verkehrs vorbei. Unter vollem Kraftschluss beschleunigt der V-Motor das mit 250 Trocken-Kilos [foto id=“424866″ size=“small“ position=“right“]alles andere als leichte Zweirad vehement bis Tacho 140, erst darüber wird’s ein wenig zäh. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit imposanten 194 km/h angegeben. Auf der Landstraße garantiert jeder flotte Dreh am Gasgriff mühelose Überholmanöver.

Viel Feinarbeit am Fahrwerk macht den SRV geschmeidig in kurvigen Landstraßenregionen, erbte aber die satte Straßenlage des GP 800 selig. In niedrigen 780 Millimetern Höhe sitzend hält der Pilot die Lenkstange bei leichter Vorlage locker in den Händen und dirigiert die Fuhre für einen Roller erstaunlich präzise ums Eck. Unterm Strich ist die Hochgeschwindigkeitsstabilität aber stärker ausgeprägt als seine Handlingqualitäten, was bei einem Radstand von knapp 1,6 Metern auch nicht weiter verwundert. Dazu bieten die sensibel ansprechenden und gut gedämpften Federelemente einen ausgezeichneten Fahrkomfort auch auf schlechten Untergründen, im Gegensatz zu vielen anderen Großrollern ist die Abstimmung dank der mittigen Motorlage sehr ausgewogen.

Zu uns kommt der schnelle Maxi ausschließlich mit einem Zweikanal-ABS von Continental, das hinten früher als vorne eingreift und dort auch stärker im Hebel pulsiert. Für eine kräftige Verzögerung verlangen die Brembo-Zangen eine zupackende Hand, dabei agieren sie durchaus effektiv und gut dosierbar. Ganz neu und erstmals im Maxi-Scooter-Bereich findet sich die Traktionskontrolle ATC nach dem Muster der Aprilia-Motorräder, die sich vom rechten Lenkerende in zwei Stufen aktivieren lässt. Dafür gleicht ein eigener Rechner, der auch das ABS managt, permanent die Radgeschwindigkeiten von vorn und hinten ab. Zieht der Fahrer am Kurvenausgang zu heftig am Kabel, reduziert das System das Motordrehmoment zunächst durch weniger Frühzündung. Muss es noch stärker eingreifen, unterbricht es auch die Kraftstoffzufuhr – beides [foto id=“424867″ size=“small“ position=“left“]signalisiert eine flackernde Anzeige im umfangreichen Cockpit. In der Praxis greift das ATC deutlich spürbar ein, reduziert den Schub und trägt dadurch zur Sicherheit bei. Wer es etwas sportlicher mag, wählt den „Sport“-Modus, dann erlaubt das System rund zehn Prozent mehr Schlupf am Hinterrad.

Fazit

Die Ausstattung fällt für Rollerverhältnisse nach wie vor nicht allzu üppig aus, abgesehen vom LCD-Bildschirm im Cockpit, einstellbaren Hebel und dem nicht allzu großen Staufach unterm Sitz, das aber einen normalen Integralhelm fasst. Insofern geht dem SRV die Praktikabilität eines reinrassigen Rollers ein wenig ab, dafür bietet er eine Fahrdynamik, die an ein Mittelklassemotorrad heranreicht – unter dem Aprilia-Label hat der zum gehobenen Preis von 10 390 Euro angebotene Roller-Express nun eine zweite, bessere Chance.

Beurteilung

Pluspunkte:
+ Imposante Fahrleistungen
+ Fahrerassistenzsyteme
Minuspunkte:
– Hoher Preis
– eingeschränkte Alltagstauglichkeit

Datenblatt Aprilia SRV 850 ABS-ATC

Motor: Großroller mit flüssigkeitsgekühltem 90-Grad-Zweizylinder-Viertaktmotor, vier Ventile pro Zylinder, ohc, Hubraum 839 ccm, Bohrung x Hub: 88,0 x 69,0 mm, max. Leistung 56 kW/76 PS bei 7750/min, max. Drehmoment 76,4 Nm bei 6000 U/min, elektronische Kraftstoffeinspritzung, geregelter Katalysator, CVT-Automatikgetriebe, Kettenantrieb
Fahrwerk: Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, Teleskopgabel vorn, Zweiarmschwinge mit einem Federbein hinten, zwei Scheibenbremsen vorn, eine hinten, ABS
Maße und Gewichte: Reifen vorn 120/70R-16, hinten 160/60R-15, Sitzhöhe 780 mm, Tankinhalt 18,5 Liter, Trockengewicht 250 kg
Messwerte: Höchstgeschwindigkeit: 194 km/h
Preis: 10 390 Euro

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