Assistenzsysteme – Bosch hat die Sicherheit auf dem Radar
Assistenzsysteme - Bosch hat die Sicherheit auf dem Radar Bilder

Copyright: auto.de

Fünf Milliarden Euro Umsatz macht allein das Geschäft von Bosch mit den Radarsensoren aus Bilder

Copyright: auto.de

Wer ab 2014 fünf Sterne im NCAP-Crashtest haben möchte, muss eine automatisierte Notbremsung bis 50 km/h an Bord haben Bilder

Copyright: auto.de

Radarsensoren werden für künftige Autos immer wichtiger Bilder

Copyright: auto.de

Was anfangs einmal den Komfort des Autofahrens erhöhen sollte, ist längst zum Sicherheitsfaktor geworden: Elektronik, die den Wagenlenker unterstützt – beim Bremsen, beim Beschleunigen und inzwischen auch beim Lenken. Stereo-Kameras erkennen, ob die Spur eingehalten wird. Die angeschlossenen Steuergeräte senden über die elektrische Servolenkung Impulse aus, sie halten das Fahrzeug bei Bedarf in der Spur. Die Radareinrichtung erfasst den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und gibt Bremsbefehle an den Computer, damit notfalls eine Vollbremsung eingeleitet wird, um einen Crash zu verhindern.

Dem heutigen Ist-Zustand geht eine lange Entwicklung voraus; bereits im Jahr 1979 gründete Bosch eine Forschungsabteilung für Sensorik. Ohne die Hilfe der Zulieferer wäre mancher Fortschritt ausgeblieben in der Automobilindustrie. Hersteller mit knapperen Budgets für die Entwicklung von Peripherie kaufen Technologie bei Partnern ein. [foto id=“464504″ size=“small“ position=“left“]Der markenübergreifende Einsatz von Komponenten erhöht die Stückzahl und senkt die Kosten. Im VW Golf beispielsweise kostet der aktive Tempomat heute nur noch 555 Euro.

Wer ab 2014 fünf Sterne im NCAP-Crashtest haben möchte, muss eine automatisierte Notbremsung bis 50 km/h an Bord haben. Zwei weitere Jahre später wird sogar Fußgängererkennung Pflicht für die volle Punktzahl. Und während die eine Autoschmiede gerade die ersten Radarsensoren einbaut, tüftelt Bosch bereits an neuen Funktionen. Ab 2014 wird der schwäbische Zuliefer-Riese einen Baustellenassistent anbieten, erklärt Bernhard Lucas, Abteilungsleiter Entwicklung Radarsensoren. Dieser soll Fahrbahnverengungen erkennen und vor dem entsprechenden Platzmangel in der Spur warnen. Ferner ist eine Bremseinleitung vorgesehen, falls sich das Fahrzeug bereits in der engen Spur befindet und der rechts fahrende LKW abzudriften droht. Das ist ein deutlicher Schritt hin zum teilautonomen Fahren.

In die Vollautonomie indes kann man noch nicht gehen – und das hängt keineswegs nur damit zusammen, dass die Rechner komplexe Fahrsituationen in städtischen Gefilden noch nicht erkennen würden. Die Wiener Konvention ließe es auch gar nicht zu. Hier sind noch viele juristische Fragen zu klären, [foto id=“464505″ size=“small“ position=“right“]die im Haftungsfall eine Rolle spielen. Wolf-Henning Schneider, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, erklärt, dass die Konvention über die Automobilverbände geändert werden könne und beizeiten auch korrigiert werden müsse, wenn man das Potential der Assistenten realisieren wolle.

Doch bis dahin wird noch so mancher Sensor über den Ladentisch gehen. Und nicht nur über den deutschen. Fünf Milliarden Euro Umsatz macht allein das Geschäft von Bosch mit den Radarsensoren aus, Tendenz steigend. Mit zehn Prozent Wachstum pro Jahr rechne man, teilt der Chef des namhaften Zulieferers mit.

Der wachsende Absatz in diesem Bereich bringt Bosch dazu, immer mehr Standorte zu unterhalten. Mit Blick auf die wichtigsten Absatzmärkte, allen voran China, dürften asiatische Produktionsstätten also nur eine Frage der Zeit sein.

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Fahrbericht VW Touareg e-Hybrid: Dickschiff mit Doppelherz

Fahrbericht VW Touareg e-Hybrid: Dickschiff mit Doppelherz

Das große Bibbern - Mit dem Opel e-Corsa durch den Winter

Das große Bibbern - Mit dem Opel e-Corsa durch den Winter

Fahrvorstellung Porsche 911 Turbo: Noch immer Platzhirsch

Fahrvorstellung Porsche 911 Turbo: Noch immer Platzhirsch

zoom_photo