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Der Hammer-GTI bleibt ein Einzelstück
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Bei VW laufen die Vorbereitungen für den Serienstart des Golf R 32 auf Hochtouren. Im Frühjahr wird der Über-GTI mit 22 kW/300 PS aus seinem aufgeladenen VR6-Zylindermotor von der Kette gelassen und er soll neue Maßstäbe für Fahrleistungen und Design setzen.

Bei einer Beschleunigung unter sechs Sekunden für den 100-km/h-Sprint und einer Höchstgeschwindigkeit jenseits von 250 km/h, soll der Verbrauch laut Norm bei sieben bis acht Litern und im Alltag bei etwa zehn Litern liegen. Noch gibt es keinen Preis für den Hammer-GTI, aber wer an die Region in der Nähe von 50 000 Euro denkt, liegt in etwa richtig.

Für den entsprechenden optischen Auftritt kann der im Umfeld der Los Angeles Auto Show für erste Probefahrten auf einem abgesperrten Gelände frei gegebene VW Golf Vision GTI sorgen. Dieser hatte im Frühsommer zum GTI-Kulttreffen am österreichischen Wörther See bereits Stürme der Begeisterung unter den Fans ausgelöst. Ein Spezial-Team des Wolfsburger Autoriesen hatte den weiß lackierten GTI neu eingekleidet und mit einem doppelt aufgeladenen 3,2-Liter-VR6 zum Kraftkerl entwickelt. Auf Fahrgestell und Bodengruppe des GTI wurde ein neuer Hut gesetzt, wie die VW-Ingenieure ihre Modifikation nennen.

Auf den ersten Blick wirkt der GTI Vision wie eine weitere, etwas verbreiterte und tiefer gelegte Variante des VW-Bestsellers. Aber Haube, Dach, Kotflügel und alle Scheiben sind nach Maß neu gefertigt und im Innenraum machen digitale Instrumente und ein futuristisches Armaturenbrett Lust auf Zukunft. Der VR6 ist hier auf 370 kW/503 PS gebracht worden, das maximale Drehmoment drückt per Allradantrieb mit maximal 560 Nm auf die vier 23-Zoll-Räder und das Auto startet bis etwa 2 000/min mit der Lärmentwicklung eines sanft getunten Serien-GTI. Dann kommen die Lader voll zur Sache, der Drehzahlmesser wirft in Zusammenarbeit mit dem jeweils bei 7 000/min eingreifenden Direktschalt-Getriebe nach oben schießende Zahlen aus und die Geräuschemission bietet Brunftschreie, Blasmusik und Nebelhörner. Aus dem Stand katapultiert sich der Prototyp in 3,9 Sekunden auf 100 km/h und wird bei gut 300 km/h von den Fahrtwiderständen eingebremst.

Von einer Serienfertigung ist keine Rede, die Vision vom Hyper-GTI bleibt ein Demo-Objekt. Die VW-Techniker durften zeigen, was maximal mit dem jetzt in immer mehr Modellen eingesetzten Modularen Querbaukasten im VW-Konzern möglich ist. Das technische Unwort des Jahres erlaubt maximale Produktionsvielfalt vom Polo bis zum Phaeton und bezieht die Modellfamilien der Konzernmarken mit ein. Nur der Vision GTI bleibt ein Einzelstück. Aber man wird seine Gene wohl im neuen VW Golf R entdecken können.

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