Dubai International Motor Show kämpft gegen die Krise

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Wer glaubt, dass im Scheichtum Dubai Träume zerplatzen, der muss sich eines Bessren belehren lassen. Auch wenn hier nicht alles glänzt, was zu glänzen scheint, ist das kleine Scheichtum mit seinen rund 1,6 Millionen Einwohnern noch längst nicht am Ende. Im Gegenteil. Wer in diesen Tagen den Wüstenstaat besucht, verspürt nichts von einer Krise. Auch Einheimische wollen nichts von ihr wissen.

Doch das Hochpreis-Segment der Autobranche steht nicht gleichzeitig auch für andere Bereiche der Wirtschaft. Es gibt eine Bevölkerungsschicht, die bereits von fallenden Immobilienpreisen betroffen ist. So sind die Büromieten seit Beginn der Krise um 50 Prozent gesunken, während die Automobilpreise stabil bleiben. Beispielsweise muss der in Dubai ansässige Mercedes-Benz Importeur Gargash Enterprises in diesem Jahr keine massiven Verkaufseinbrüche befürchten. Fragt man Unternehmenschef H. E. Abdul Jabbar Gargash nach kleinen, preiswerten Autos, so antwortet er: „smart und A-Klasse verkaufen sich hier nicht.“ Branchenkenner der Region prognostizieren sogar, dass bis zum Jahr 2013 in den Vereinigten Arabischen Emiraten der Automobilmarkt rund 570.000 Auslieferungen pro Jahr stark ist. Das wären fast 60 Prozent mehr als noch 2008.

„Während 2009 eine Herausforderung für alle Unternehmen war, ist es bemerkenswert, dass die Dubai International Motor Show gut gebucht wurde und ein Zeichen gegen den globalen Trend setzt“, sagte Helal Saeed Almerri, Chef des Dubai World Trade Centre (DWTC) als Organisator der Motor Show – einer Automesse, die alle zwei Jahre stattfindet und die größte im Mittleren Osten ist. „Die Zeichen stehen auf deutliche Erholung der Region, die zum Ende des Jahres mit einem Anstieg der Autoverkäufe rechnet“, freut sich Almerri, der mit dem DWTC in diesem Jahr viele Marken präsentieren kann.

Allerdings stellen sich die Marke sehr unterschiedlich dar: BMW mit Rolls- Royce, Mercedes-Benz mit AMG und VW, Aston Martin, Bentley, Bugatti, Ferrari sowie Lexus locken die finanzstarke Kundschaft mit ihren traditionellen Ständen. Dagegen wirkt die VW-Tochter Audi mit einem dunklen Stand ohne optische Effekte eher bescheiden, schon zu bescheiden. Denn gilt es in der Wüstenstadt nicht, kräftig aufzutragen, zu zeigen, wo man mit seinen Produkten steht? Und Audi braucht sich nicht zu verstecken.

Vertreten sind selbstverständlich auch die Volumenhersteller Ford, Kia, Peugeot und Renault, die mit ihren Modellen eher den gut verdienenden Mittelstand ansprechen. Doch gerade der ist von der Tragweite der globalen Krise betroffen. „Ford ist im Nahen Osten stark wie nie zuvor, und die Dubai International Motor Show bietet eine hervorragende Gelegenheit zur Präsentation unserer neuesten Modelle“, sagte Waldo Galan, Fords Managing Director für den Nahen Osten in Dubai. Die Ausstellung feiert 2009 ihre 10. Motor Show, und Ford ist seit dem Debüt 1991 dabei.

Grund zur Freude hat das Scheichtum Dubai: Rechtzeitig zur Eröffnung der Dubai International Motor Show, die bis zum 20. Dezember geöffnet hat, griff Abu Dhabis Herrscher Al Nahyan seinem Nachbarn hilfreich unter die Arme. Nicht weniger als zehn Milliarden US-Dollar sind geflossen. Damit will die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate nicht nur für Dubai, sondern auch für die anderen fünf Emirate die Spekulationsblase finanziell abfedern.

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