Elektromobilität: Subventionsfall und Schlüsseltechnologie
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Das Werben für die Elektro-Mobilität gewinnt wieder an Intensität. Auf dem „Fachkongress Elektromobilität“ zeigten sich Vertreter von Politik, Industrieverbänden und der Fahrzeugindustrie davon überzeugt, Elektrofahrzeuge seien auch für den nachhaltigen Güterverkehr in Deutschland von großer Bedeutung. Die Bundesregierung hält an ihrem Ziel fest, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen.

Dass die elektrische Form des Fahrens „ganz oben auf der Agenda der deutschen Automobilindustrie“ stehe, werde laut dem Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, bald deutlich. Dann nämlich, wenn sich die Spitzenmanager der deutschen Automobilindustrie im Kanzleramt ein Stelldichein geben. Sicherlich wird es dabei erneut um den Zankapfel staatlich finanzierter Kaufprämien für Elektrofahrzeuge gehen. Auf der IAA klangen hohe Kosten zwar immer wieder an, vorrangig ging es aber darum, Know-how zu zeigen und Optimismus für die anhaltend teure Technik zu verbreiten.

„Bis 2014 werden die deutschen Hersteller 15 neue elektrifizierte Fahrzeugmodelle auf den Markt bringen“, erklärte Wissmann. Der ehemalige Bundesminister für Verkehr rief die vier entscheidenden Faktoren in Erinnerung, die es für den Erfolg der Elektromobilität nach wie vor zu lösen gelte: In erster Linie bestehe unverändert Entwicklungsbedarf bei der Batterie- und Zellfertigung. Danach ist die Industrie unvermindert auf intensiver Suche nach einerseits technisch, andererseits wirtschaftlich überzeugenden Lösungen für Kosten, Reichweite, Speicherkapazität, Zyklenfestigkeit und Ladefähigkeit.

Dazu kommen die Kosten und Unwägbarkeiten für eine standardisierte und Anbieter-unabhängige Infrastruktur. Die Kosten des Endproduktes Elektrofahrzeug ließen sich genauso wenig verschweigen. Schließlich ist unterdessen allgemein bekannt, dass der Erwerb von Elektrofahrzeugen noch viele Jahre deutlich teurer sein wird als ein entsprechender Verbrenner. Die Markteinführung bedürfe daher zu Beginn aktiver Begleitung, lautete eine bewusst nebulöse Formulierung. Zu guter Letzt erging die Forderung nach mehr Fachkräften. Dies wiederum bedingt eine fundierte Ausbildung und die daraus resultierende Umstrukturierung der Bildungsträger.

Einig war man sich auch, dass es zukünftig keine maßgeschneiderten Lösungen für alle Mobilitätsanforderungen geben könne. „Die Zukunft liegt definitiv in der Elektrifizierung des Antriebs. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass auf den Straßen verschiedene Antriebstechnologien nebeneinander existieren werden.“ So formulierte Christian Mohrdieck von der Daimler AG die Sicht der deutschen Hersteller.

In vier sogenannten „Schaufenstern“ wird elektrisches Fahren jetzt drei Jahre lang erprobt. Dafür erhalten Baden-Württemberg, Berlin/Brandenburg, Niedersachsen und Bayern/Sachsen von der Bundesregierung Fördergelder in der Höhe von insgesamt 180 Millionen Euro. Der Feldtest soll die Elektromobilität alltagstauglich und für potenzielle Kunden konkret erlebbar machen.

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