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Fahrbericht Citroen C3 X-TR: Kleinwagen mit Offroad-Optik

Die Franzosen haben den C3 mit einer Dachreling und schwarzer Kunststoffbeplankung rundum aufgepeppt und das Ganze X-TR genannt. Ähnliche Versuche haben Volkswagen mit dem Polo Fun und Rover mit dem Streetwise ebenfalls unternommen. Das Ergebnis ist ein flotter Kleinwagen, der sich optisch angenehm von den Mitbewerbern abhebt, aber für Gelände genauso viel oder wenig geeignet ist wie das "gewöhnliche" Serienmodell.
Citroen C3 X-TR. Foto: Auto-Reporter
Wenn ein Kleinwagen mit 66 kW/90 PS befeuert wird, kann der Fahrer auf durchaus dynamisches Vorankommen hoffen. Genau so ist es beim C3 X-TR. Er rennt fast 180 km/h schnell (laut Tacho sogar deutlich mehr), spurtet in rund 13 Sekunden auf Tempo 100 und verbraucht dabei gerade einmal rund fünf Liter Diesel. Das Drehmoment von 200 Newtonmetern ist ausreichend auch für flotte Überholvorgänge. Der kräftige Motor – leider ohne Partikelfilter und nicht Euro 4-tauglich – reicht auch für längere Passagen auf der Autobahn. Erstaunlich flott geht es voran, da Geräuschniveau ist bis Tempo 160 sehr erträglich, dann sorgen die Windgeräusche merklich für Gesang an den Außenspiegeln. Das Getriebe lässt sich leicht schalten, nur der Rückwärtsgang möchte gelegentlich mit Nachdruck eingelegt werden. Sehr empfehlenswert als Extra ist das große elektrische Panorama-Glasdach, dass allerdings mit 750 Euro zu Buche schlägt.
Der X-TR lebt von der Optik. Ein Kleinwagen, der mit schwarzen Schutzleisten über den Radläufen, unlackierten Stoßfängern und einer dicken Dachreling aussieht wie ein Fahrzeug, das jedes Schlammloch leicht durcheilen könnte. Doch unterm Blech verbirgt sich ausschließlich Technik für die Straße, einen Allradantrieb, geschweige denn Sperren fürs Gelände oder mehr Bodenfreiheit sind nicht angedacht und auch nicht gewollt. Die Änderungen machen den C3 um 20 Millimeter breiter und 90 Millimeter höher. Das Leergewicht erhöht sich um 15 Kilogramm, was sich aber auf die Fahrleistungen nicht auswirkt. Auffällig ist, dass der Franzose extrem empfindlich auf Seitenwind reagiert. Das Fahrwerk ist wie beim Serien-C3 eher weich und komfortabel.
Innen warten Stoffsitze in speziellem Design auf die Passagiere. Außerdem gibt es eine Klimaautomatik serienmäßig. Die Kunststoffe des Armaturenträgers sind identisch mit denen des normalen C3: hier regiert Hartplastik, das optisch nicht negativ auffällt, aber nicht zwingend klapperfrei bleibt. Den Digitaltacho muss man mögen, die nötigen Informationen hält er auf jeden Fall bereit. Unpraktisch ist die Platzierung der elektrischen Fensterheber zwischen den Sitzen. Eine Dachreling mit längs wie quer montierbaren Grundträgern trägt bis zu 60 Kilogramm Dachlast. Reifen der Dimension 185/60 R15 sorgen für eine sportliche Optik. Im Fond geht es eng zu, wegen der rund abfallenden Dachlinie haben Personen über 1,70 Meter Größe wenig Kopffreiheit. Aber wir reisen schließlich in einem Kleinwagen. Der Kofferraum fasst zwischen 305 uns 1150 Litern, die Ladekante ist hoch.
Fazit: Der Citroen C3 X-TR ist ein gut gemachtes Auto im Look eines Offroaders. Auch wenn er keiner ist. Macht aber nichts, das Angebot ist attraktiv, die Kombination mit dem Diesel ist gelungen. Derzeit bietet Citroen das Fahrzeug nach dem Sieg bei der Rallye-WM mit einem so genannten "Weltmeister-Bonus" zum Preis von 16 490 Euro an. Dann stimmt – gerade im Verhältnis mit den Mitbewerbern – auch der Preis.
Von Stephan Bähnisch
9. November 2004. Quelle: Auto-Reporter

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