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Fahrbericht: Seat Leon FR Ecomotive 1.4 TSI – Haben wollen!
Fahrbericht: Seat Leon FR Ecomotive 1.4 TSI – Haben wollen! Bilder

Copyright: auto.de

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Jürgen Winkler – Superlative sind im Autojournalismus keine Seltenheit. Doch für den Seat Leon FR ist auch das größte Lob nur eine Untertreibung. Der Wagen nähert sich ganz dicht dem Ideal, von dem der große Bruder aus Wolfsburg träumt: DAS AUTO

In der Redaktion von auto.de war es bisher unwahrscheinlich, dass sich sämtliche Kollegen auf ein Auto einigen können. Zu verschieden sind die privaten Vorlieben und Ansprüche. Dann rollte der Seat Leon FR auf den Hof, und mit einem Schlag war alles anders: Jeder wollte ihn fahren, keiner mochte ihn hergeben. Schuld daran ist VW.

Kein zweiter Golf VII

Am Volkswagen-Konzern kann man einiges kritisieren – aber nicht dessen Modellpolitik. Im Zentrum aller Aktivitäten wird der Golf gepflegt, der als Zulassungskönig die VW-Marktmacht in Deutschland zementiert. Daneben etabliert VW seit über 20 Jahren zwei Marken, die jene Kunden einfangen, denen Golf oder Audi nicht zusagen: Škoda baut preiswertere Modelle mit seriösem Touch, Seat deckt eine sportlichere Klientel ab, bleibt aber preislich ebenfalls unter den Produkten des Mutterhauses.

VW Golf VII, Audi A3, Škoda Octavia und Seat Leon basieren auf der gemeinsamen Plattform »Modularer Querbaukasten«.[foto id=“453953″ size=“small“ position=“left“] Das man mit diesem effizienten Werkzeug extrem unterschiedliche Autos bauen kann, wird nirgendwo deutlicher als beim Seat Leon. Um es vorwegzunehmen: der Leon will kein zweiter Golf VII sein, er hat seinen eigenen Charakter. Und er ist sehr sexy.

Rote Nähte und dezentes Licht

Schon beim Einsteigen wird einem warm ums Herz. Der kombinierte Alcantara-/ Lederoptik-Bezug der schwarzen Sportsitze ist rot abgesteppt,[foto id=“453954″ size=“small“ position=“right“] ebenso das lederbezogene Lenkrad und die Lederhüllen von Schaltknüppel und Handbremse. Nur eine dekorative Kleinigkeit – doch mit phänomenaler Wirkung. Die roten Nähte, die geschäumte Plastik der Armaturenverkleidung und die dezente Ambientbeleuchtung werten den Innenraum mehr auf als Klavierlack und Holzintarsien. Gekonntes Understatement des Designers, der weiß, worauf es ankommt.

Die absolute Stimmigkeit der Details setzt sich im ganzen Auto fort. Am Infotainment-System sitzen jeder Knopf und jede Taste genau dort, wo sie hingehören. Ihre Anzahl ist wohlüberlegt: kein Overkill der Bedienelemente, kein Tastenfriedhof auf dem Lenkrad, kein mikroskopisch kleines Knopfgewusel auf der Mittelkonsole. Das 5,8″-Display des Navi besitzt die richtige Größe und ist selbstverständlich ein Touch Screen. Die Untermenüs sind übersichtlich programmiert. Hier wird man nicht durch endlos tiefe Verschachtelungen geleitet. Hat man sich vertippt, springt man jederzeit mit einem Fingerdruck ins Hauptmenü zurück.

Die nützliche Verspieltheit der Ingenieure bemerkt man erst nach und nach. Es macht z.B. verteufelt viel Spaß, auf dem Display die Lautsprecher akustisch zu positionieren. Wie bei einem Smartphone verschiebt man mit dem Finger ein Symbol auf einem stilisierten Innenraum und lässt damit die Schallquelle durchs Auto wandern – vorn, hinten, rechts, links, mittig. Stufenlos, als wäre es ein Computerspiel.

Hilfreiches aus der VW-Familie

Annehmlichkeiten wie das berührungslose Navi und den schlafwandlerisch einfach zu bedienenden Tempomat kennt man aus der VW-Familie. Der Bordcomputer lässt sich intuitiv benutzen,[foto id=“453955″ size=“small“ position=“left“] seine Daten werden zwischen den Rundinstrumenten klar strukturiert und übersichtlich angezeigt; auch das ist man von VW gewohnt. Diese Synergien sind überaus nützlich, man muss nicht in jedem Modell Tempomat oder Bordcomputer neu erfinden. Man freut sich sogar über Selbstverständlichkeiten wie die Handbremse. Sie liegt eng am Fahrersitz – diese Tatsache muss man inzwischen loben, weil manche Hersteller obskure Handbremskonstruktionen pflegen, die sich gerade noch in Reichweite eines normal gewachsenen Armes befinden.

Der Seat Leon FR lässt sich in drei Modi fahren: Sport, Comfort und Eco. Je nach Modus werden Lenkunterstützung, Gasannahme und (beim DSG-Automatikgetriebe) Schaltkennlinie beeinflusst. Der Sport-Modus macht den ohnehin nicht trägen Leon FR zum Sprinter mit erhöhtem Fun-Faktor. Kleines Manko: der aktuelle Modus wird nirgendwo angezeigt. Es kann passieren, dass man vergisst, ihn umzuschalten; dann rollt der Wagen im sprithungrigen Sport-Modus durch Stadt.

Spurtstarker Motor

auto.de testete den Seat Leon FR Ecomotive 1.4 TSI (122 PS) mit 6-Gang-Getriebe. Das ist nicht die stärkste Motorisierung,[foto id=“453956″ size=“small“ position=“right“] das Angebot reicht bis zum 2.0 TDI CR mit 184 PS, doch für den Alltag war der 1.4 TSI vollkommen ausreichend. Egal, welchen Modus wir wählten, der Leon überzeugte in jeder Einstellung: anzugsstark, spritzig, spurtreu, laufruhig und immer ein paar Newtonmeter Reserve im Maschinenraum. Direkte Lenkung, kurze Schaltwege, bequeme Sitze und (in Maßen) sportliche Federung – am Fahrkomfort gibt’s nichts auszusetzen. Auch nicht am Benzinverbrauch. Der Bordcomputer ermittelte 5,8 Liter nach langer Fahrt im kombinierten Autobahn- und Stadtverkehr. Das liegt dicht an der Werksangabe von 5,2 Liter pro 100 km.

Unbedingt empfehlenswert sind die optionalen Voll-LED-Scheinwerfer. Das Licht ist sehr hell, aber nicht so grell wie bei Xenon-Scheinwerfern. Wie hell die Voll-LED-Scheinwerfer leuchten, erlebte auto.de in mondlosen Nächten auf dem Berliner Ring. Kluge Straßenplaner ließen dort kilometerlange Abschnitte mit tiefschwarzem Asphalt bedecken, der nachts jeden Lichtstrahl aufsaugt. Wenn es dann auch noch regnet, glänzt der Asphalt wie eine böse schwarze Eisfläche.[foto id=“453957″ size=“small“ position=“left“] Bei keinem von auto.de getesteten Wagen drang in solchen Nächten das Scheinwerferlicht bis zu den Leitlinien vor; es versuppte im schwarzen Loch der satanischen Straßendecke. Nur der Leon leuchtete uns den Weg durch Finsternis und Regen.

Fahren ohne zu lenken

Ebenfalls sinnvoll ist der optionale Spurhalteassistent. Eine Kamera am oberen Rand der Windschutzscheibe erfasst Fahrbahnmarkierungen und Verkehrsschilder (Nebeneffekt: aktuelle Tempolimits werden in Echtzeit auf dem Display angezeigt – die tatsächlichen Tempolimits, nicht die im Navi programmierten). Verlässt der Fahrer bei einer Geschwindigkeit ab 65 km/h langsam seine Spur, ohne zu blinken, lenkt der Assistent sanft gegen. Der Seat Leon hält sich dadurch immer in seiner Spur. Nach sieben Sekunden führerloser Fahrt wird der Fahrer zwar optisch und akustisch aufgefordert, die Lenkung zu übernehmen, doch prinzipiell könnte man die Hände vom Lenkrad nehmen. Der Spurhalteassistent funktioniert auch bei Regen, Nebel und gelben Baustellenmarkierungen, nicht jedoch bei Schnee. Noch nicht.

Die Klasse des Leon zeigt sich auch beim Blick auf die Karosserie.[foto id=“453959″ size=“small“ position=“right“] Scharf gebügelte Kanten ziehen sich über Motorhaube und Flanken. »Scharf gebügelt« kann man durchaus wörtlich nehmen. Normalerweise wird das Blech für die Sicken zweimal unter die Presse gelegt, sie bleiben deshalb abgerundet. Beim Leon werden die Bleche mehrmals gepresst, das macht die Sicken scharfkantig. Ein besonderer Effekt ist die unterbrochene Sicke unterhalb der Seitenfenster. Die in der Höhe versetzten, gegenläufigen Linien lassen den Auftritt des Leon noch dynamischer wirken.

Genug des Lobs; Zeit für eine kleine, aber notwendige Kritik.

Die Seitenspiegel sind sehr stylisch. Sie verleihen dem Auto Eleganz und machen es eine Spur femininer. Das sieht prima aus,[foto id=“453960″ size=“small“ position=“left“] ist aber im Alltag völlig unbrauchbar. Die Spiegelfläche ist so klein wie bei einem Schminkspiegel. Der tote Winkel macht jeden Spurwechsel auf dicht befahrenen Straßen zum Lottospiel. Und während im Seat Leon ansonsten jedes Instrument kinderleicht zu bedienen ist, braucht man für die Einstellung der Seitenspiegel viel Geduld und Fingerspitzengefühl. Am Ende klappt es trotzdem nicht.

Doch abgesehen von diesem Malheur ist der Seat Leon FR DAS AUTO.

Fazit:

Der VW-Konzern hat alles richtig gemacht. Die Leon-Käufer graben dem Golf VII nicht das Wasser ab, sie geben ihr Geld aber auch nicht bei der Konkurrenz aus. Wer keine Familienlimousine braucht, sondern ein sportliches Auto sucht und obendrein die VW-Qualität schätzt, sollte den Seat Leon Probe fahren. Er wird begeistert sein.

+ sehr gute Motorleistung
+ sportlicher Fahrkomfort
+ intuitive Bedienung
+ geringer Benzinverbrauch
+ leuchtstarke Voll-LED-Scheinwerfer
– sehr kleine Seitenspiegel

Datenblatt Seat Leon FR Ecomotive 1.4 TSI

   
Länge/Breite/Höhe (m) 4,26/1,78/1,46
Radstand (m) 2,64
Motor 1.4-Liter Vierzylinder-Benzinmotor
   
Leistung  
Hubraum (cm³) 1.395
Leistung (kW/PS) 90/122
max. Drehmoment (Nm bei U/min) 200 bei 1.400-4.000
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 202
Beschleunigung 0-100 km/h (s) 9,3
   
Verbrauch  
Test-Verbrauch (l/100 km) 5,8
Verbrauch laut Hersteller (l/100 km) 5,2
CO2-Ausstoß laut Hersteller (g/km) 145
Schadstoffklasse Euro 5
Energieeffizienzklasse C
   
Ausstattung (Basismodell) 7 Airbags, Anti-Blockiersystem (ABS), elektronische Stabilisierungskontrolle (ESC), Antischlupfregelung (ASR), Servolenkung, Tagfahrlicht, elektrische Fensterheber vorn, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrisch einstellbare Außenspiegel
   
Gewicht und Zuladung  
Leergewicht (kg) 1.224
zulässiges Gesamtgewicht (kg) 1.750
Kofferraumvolumen (l) 380
   
Preis (Euro)  
Basismodell ab 15.390,00
Testwagen 20.270,00
   
Bewertung  
Exterieur-Design 1,1
Interieur-Design 1,1
Multimedia 1,2
Navigation 1,2
Fahrbetrieb 1,1
Verbrauch 1,1
   
Kosten pro Jahr1 (Euro)  
Kraftstoffkosten2 1.435,50
Steuern 98,00
Wertverlust 2.308,50
Gesamtkosten pro Jahr 3.842,00
   
Testnote 1,1
   
1 Die Kosten pro Jahr setzen sich aus Kraftstoffkosten, Kfz-Steuer und errechnetem Wertverlust (15 Prozent p. a.) zusammen
2 Kraftstoffkosten bei 1,65 Euro/Liter Super und einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern

 

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Gast auto.de

Februar 18, 2014 um 11:16 pm Uhr

Hallo, ich darf mich nun als besitzers eines leon st fr bezeichnen, und ich muss sagen einfach nur klasse. Könnte nichts bemängeln, auch nicht die aussenspoiegel die hier schlecht gemacht werden.
super Auto. Preis Leistung unschlag bar

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