Fahrermarkt 2010: Die Option Heidfeld: Rundumpaket: Quick Nick
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(motorsport-magazin.com) Er ist der deutsche Formel-1-Pilot mit der meisten Erfahrung. Er hat 165 Grand Prix bestritten, fährt seit 2000 in der Königsklasse und erlebt somit 2009 seine zehnte F1-Saison. Trotzdem wird Nick Heidfeld immer wieder gerne zur Last gelegt, dass er in diesen 165 Grand Prix noch ohne Sieg sei.

Dass er bei Prost, Sauber und Jordan, aber selbst bei Williams und BMW Sauber fast nie ein siegfähiges Auto hatte, wird dabei gerne übersehen. Genauso wie die Erfolge, die er trotz der Limitierung seines Arbeitsgerätes einfuhr, etwa zwölf Podestplätze, eine Pole Position und 215 Punkte. Ganz zu schweigen von seiner konstanten Serie von 34 Zielankünften und 42 klassifizierten Rennen in Folge, die durch die Kollision mit Adrian Sutil in Singapur beendet wurde.

Heimlicher Kanada-Sieger 2008

"Natürlich hätte ich am liebsten schon einen Sieg in der Tasche, aber bisher hatte ich nie die Möglichkeit dazu", sagte er Motorsport-Magazin.com. Das einzige Rennen, in dem er ein siegfähiges Auto gehabt habe, sei der Kanada GP 2008 gewesen, den ausgerechnet sein Teamkollege Robert Kubica gewann, den erst sonst in der gemeinsamen Zeit bei BMW Sauber aber fest im Griff hatte.

"Klar, man sagt sich: besser der Teamkollege als jemand anderes, aber trotzdem ist es frustrierend", sagt Heidfeld offen und ehrlich. "Es war sehr schwierig, sich zu freuen, das Rennen zu verarbeiten. Selbst wenn ich heute die Bilder sehe, fällt es mir schwer." Denn eigentlich hätte Heidfeld das Rennen gewinnen können, aber eine teamtaktische Entscheidung zwang ihn dazu, den Polen vorbeizulassen. "Zweiter ist nicht schlecht, aber sehr ärgerlich, wenn man zum ersten und einzigen Mal bislang ein Rennen gewinnen konnte."

Dauerduell: Heidfeld vs. Kubica

Heidfeld ist sich seines kleinen Imageproblems bewusst. Immerhin ist er es schon seit Jahren gewohnt, dass die guten Leistungen gegen seine Teamkollegen vom Schlage eines Kimi Räikkönen, Felipe Massa, Mark Webber und Robert Kubica gerne übersehen werden – obwohl er statistisch gesehen fast immer die Oberhand hatte. Nur in der Saison 2008 lag der BMW Sauber dem Fahrstil seines Teamkollegen Kubica besser.

"Das letzte Jahr ist einfach in den Köpfen der Leute hängen geblieben, was daran liegt, dass die anderen Jahre länger zurückliegen", erklärte Heidfeld gegenüber Motorsport-Magazin.com. "In den Jahren 2006 und 2007 war ich deutlich stärker als Robert. Wie man bei den letzten Grand Prix gesehen hat, arbeite ich hart daran, nicht nur mehr Punkte einzufahren, sondern auch im Qualifying-Duell die Nase vorne zu haben." Die Zahlen bestätigen das: Heidfeld kam in 15 Rennen 9 Mal vor seinem hoch gelobten Teamkollegen ins Ziel und holte 15:9 WM-Punkte.

Doppelt interessant

Das Duell Kubica gegen Heidfeld könnte in der kommenden Saison fortgesetzt werden. Während der Pole bereits bei Renault bestätigt wurde, könnte Heidfeld das zweite Cockpit erhalten. Auch das Sauber-Nachfolgeteam und sogar McLaren Mercedes werden als Alternativen für Heidfeld gehandelt, wobei er selbst Sauber nur dann in Betracht zieht, wenn die Zukunft absolut gesichert und das Team für 2010 bestätigt ist.

Die neuen Teams wie USF1, Manor, Campos & Co betrachtet Heidfeld eher vorsichtig. Genauso wie Sauber-Nachfolger Qadback: "Für mich ist noch zu viel im Unklaren, um zu sagen: Ich möchte sehr gerne hier bleiben", sagte er uns. "Ich kann mir aber vorstellen, dass das noch passieren kann."

Dabei scheint Heidfeld für jedes Team in doppelter Hinsicht eine gute Wahl zu sein: Ein erfahrener, konstanter und starker Fahrer, der schon GP-Sieger und Weltmeister als Teamkollegen geschlagen hat und obendrein angeblich einen Leistungsorientierten Vertrag mit geringem Grundgehalt und dafür schmackhaften Punkt- und Erfolgsprämien akzeptieren würde. Dank seiner konstanten Leistungen und Ergebnisse könnte sich das am Ende für ihn bezahlt machen.

adrivo Sportpresse GmbH

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