Frauenhofer Institut: Mit neuer Energie auf große Fahrt
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Gestern startete das Frauenhofer Institut in Berlin ein „Energieschiff“. Auf ihm wird u.a. Motto „Wissenschaft im Dialog“ gezeigt, wie sich in Zukunft Energie erzeugen, verteilen oder einsparen lässt. Mit an Bord des 150 Meter langen Binnenfrachters „MS Energie“ sind sechs Fraunhofer-Exponate. Beitragen will die Initiative zum Dialog im Wissenschaftsjahr 2010, in dem die Energie im Mittelpunkt steht.

Antworten werden gegeben auf Fragen wie: Kann man Autos mit Strom tanken? Lässt sich Energie aus Holzabfällen gewinnen? Wie funktioniert eine Batterie?“ Beim „Dialog an Deck“ können Besucher mit den Experten ins Gespräch kommen. Insgesamt sind 35 Exponate an Bord.

Bis zum Jahr 2020 sollen in Deutschland eine Million Elektroautos unterwegs sein. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg haben eine „Intelligente Ladestation“ entwickelt. Dort können Elektrofahrzeuge Strom tanken, wenn die Netzlast gering und der Anteil erneuerbarer Energien hoch ist. So lassen sich Lastspitzen vermeiden und die aus Sonne und Wind gewonnene Energie voll nutzen.

Öl, Gas und Kohle werden knapper und teurer. Um auch in Zukunft Strom, Wärme und Mobilität zu bezahlbaren Preisen zu erhalten, müssen erneuerbare Energien stärker erschlossen werden. Eine Möglichkeit ist die Nutzung nachwachsender Rohstoffen wie Holz, Stroh oder biogene Abfälle. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg haben verschiedene Wirbelschichtreaktoren entwickelt, um aus Biomasse Energie zu gewinnen. Damit lassen sich zum Beispiel Holzabfälle eines Sägewerks verbrennen und die Wärme zum Trocknen oder Veredeln der eigenen Produkte verwenden. Von Vorteil ist, dass die Reststoffe dort verwertet werden, wo sie entstehen. Und die Energie kann an Ort und Stelle genutzt werden.

Aus Wind und Sonne gewonnene elektrische Energie hat einen entscheidenden Nachteil: Je nach Wetterlage und Jahreszeit schwankt die Stromerzeugung stark. Haushalte und Industrie brauchen jedoch eine zuverlässige Stromversorgung. Energiespeicher oder Großverbraucher sollen helfen, den Strom zwischenzuspeichern. Aber auch in einem normalen Haushalt ist es möglich, den Energieverbrauch in bestimmten Grenzen zu verschieben. So ließe sich zum Beispiel die Waschmaschine dann starten, wenn die Sonne scheint oder es besonders windig ist. Um einen intelligenten Verbrauch zu ermöglichen, müssen Erzeuger, Netz und Verbraucher über Informations- und Kommunikationstechnik zu einem „Smart Grid“ verknüpft werden. An solchen Systemen arbeiten Forscher des Fraunhofer-Anwendungszentrums Systemtechnik AST in Ilmenau. Ziel ist es, stark schwankende Einspeisungen zu managen sowie Erzeuger und Verbraucher enger miteinander zu verknüpfen.

Mobilen Geräten wie Handys, Laptops und MP3-Playerwerden liefern meist Lithium-Ionen-Batterien den benötigten Strom. Solche Akkus haben eine hohe Energiedichte. Wie sie funktionieren, erläutert das Exponat des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC in Würzburg. Forscher des ISC arbeiten an neuen besonders leistungsfähigen und sicheren Batterien.

Die „MS Energie“ ist bis Anfang Oktober unterwegs. Das Schiff wird 35 Städte anlaufen. Geplant sind unter anderem Stationen in Magdeburg, Kiel, Hamburg, Dortmund, Köln, Frankfurt und Regensburg. Es gibt auch einen Abstecher nach Österreich. Dort wird die Ausstellung in Wien, Linz und Krems zu sehen sein. Die MS Wissenschaft ist ein Beitrag von Wissenschaft im Dialog zum „Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie“. Die Ausstellung erfährt Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und weiteren Partnern.

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