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Genf 2012: Bentley EXP 9F – Völlig unbescheiden

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Ob das Serienmodell so aggressiv wie die Studie auftritt, bleibt noch offen Bilder

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Die Innenausstattung ist von erstklassiger handwerklicher und stilistischer Güte Bilder

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Der Radstand übertrifft noch den des Audi Q7 Bilder

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Die Briten haben unter Führung des früheren Porsche-Entwicklungschefs Wolfgang Dürheimer das SUV-Segment entdeckt Bilder

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Bentley mag einmal für Zurückhaltung gestanden haben – immerhin handelte es sich über Jahrzehnte hinweg um Varianten von Rolls-Royce ohne den ostentativen „Spirit of Ecstasy“ auf dem Kühler. Damit ist es nun endgültig vorbei. Die Briten haben unter Führung des früheren Porsche-Entwicklungschefs Wolfgang Dürheimer das SUV-Segment entdeckt – und dokumentieren mit dem EXP 9F deutlich, dass sie sich dort zu etablieren gedenken.

„Martialisch im Auftritt“, beschreibt Dürheimer den Geländewagen zutreffend – tatsächlich ist die Frontpartie mit übereinanderliegenden Doppelscheinwerfern und dem typischen Bentley-Kühlergrill an Aggressivität kaum zu [foto id=“407809″ size=“small“ position=“right“]überbieten. Der Radstand übertrifft noch den des Audi Q7, obwohl der Bentley nur als „Vier-plus-Eins“-Sitzer ausgelegt ist. Das Heck mit den elegant ausgeformten Kotflügeln wirkt im Vergleich zur Front geradezu klassisch.

Ob der Bentley-Geländewagen kommt, wird entschieden, „wenn wir fertiggerechnet haben“, sagt Dürheimer – doch die Zeichen stehen günstig. Auch die Konzernschwester Lamborghini arbeitet an einem Offroader, der jedoch gänzlich anders ausgelegt ist. Alle anderen derzeit angebotenen Modelle – inklusive des Range Rover – sind im Markt deutlich niedriger positioniert.

Das gilt nicht nur im Hinblick auf die Innenausstattung – sie ist von erstklassiger handwerklicher und stilistischer Güte und legt die Latte im Vergleich zum Continental nochmals höher. Es gilt auch hinsichtlich der Motorisierung. [foto id=“407810″ size=“small“ position=“left“]Dürheimer betont gerne den Rang seiner Marke als größter Hersteller von Zwölfzylinder-Motoren im Konzern. Dementsprechend dürfte der SUV mit einem über 600 PS starken W12-Biturbo ausgerüstet werden. Ein V8-Plug-In-Hybrid könnte als Einstiegsmodell dienen, und auch ein Diesel ist möglich – das Konzernregal gibt Sechs-, Acht- und Zwölfzylinder-TDI-Motoren her.

Ob das Serienmodell dann so aggressiv wie die Studie auftritt, bleibt noch offen. Bentley will in Genf die Reaktionen der Presse und der potentiellen Kunden sammeln. Vielleicht aber sollte man sich auf diesen Anblick im Rückspiegel sicherheitshalber schon einmal vorbereiten.

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