Glocks bisherige Saison-Erinnerungen: Rauf und runter, Glück und Pech
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(motorsport-magazin.com) "Wir hatten recht viele Hochs und Tiefs und Wochenenden, an denen das Endresultat nicht das wahre Potential zeigte, würde ich sagen", erklärte Timo Glock in einem Gespräch mit Autosport als er auf seine bisherigen Rennen in diesem Jahr zurückblickte. Nun, da es an sein Heimrennen geht, hätte der Toyota-Pilot gerne wieder ein Hoch und wenn er sich so an seine Rennen dort zurückerinnert, muss er doch feststellen, dass er dort meist gut abgeschnitten hat. "Vor allem 2006, als ich eines meiner besten Rennen fuhr und das Sonntagsrennen der GP2 auf der letzten Runde gewonnen habe. Das war schon recht gut. Hockenheim birgt also gute Erinnerungen", meinte Glock.

Bei den Grands Prix in diesem Jahr gibt es dafür welche, die nicht so gut in Erinnerung geblieben sind, beispielsweise Australien, wo bereits Punkte drin gewesen wären, er aber neben der Strecke eine Bodenwelle fand. "In Malaysia war ich schneller, war aber nach einer halben Runde draußen. In Bahrain hatten wir Pech mit einem Kupplungsproblem im Rennen. In der Türkei hatte ich ein wirklich gutes Qualifying, aber die Vorderradaufhängung brach. Sachen wie diese waren wirklich unglücklich und haben das wahre Potential nicht zum Vorschein gebracht", erklärte Glock.

Doch es lief nicht nur unglücklich, so sei Kanada gut gelaufen und Magny Cours war mit dem Podestplatz von Jarno Trulli ein Schub für das ganze Team. "Für mich ging es ein bisschen zu sehr rauf und runter, weswegen ich nicht wirklich zufrieden bin. Aber wir müssen das nun umdrehen und in der zweiten Saisonhälfte einfach unser Bestes geben", betonte der Deutsche. Doch aus dem Pech der ersten Rennen will Glock auch gelernt haben. So meinte er, dass der Ausfall in Australien und die dadurch entgangenen Punkte auch ihr Positives hatten, da er danach hart arbeiten musste und wohl mehr Erfahrung gesammelt hat. "Hätte ich in Australien gepunktet, hätte ich die Dinge vielleicht etwas leichter genommen. Stattdessen war ich immer unter Druck."

Der ließ etwas nach, als die ersten Punkte in Kanada kamen, in einem Rennen, wo es wie in Australien viele Ausfälle gab, Toyota diesmal aber eine richtige Strategie-Entscheidung traf und Glock mit dem Auto zufrieden war – im Gegensatz zu Jarno Trulli. "Wir hatten alles im rechten Moment beisammen und waren in der richtigen Position. Als mein Ingenieur über Funk sagt, dass es einen großen Unfall in der Boxengasse gegeben hatte und der gut für unsere Strategie sei, habe ich geglaubt, dass wir vorne dabei sein können." Kurzzeitig lag er sogar in Führung, auch wenn er das damals nicht bemerkte, weil er mehr damit beschäftigt war, das Auto auf der Strecke zu halten und jene Runden auch wichtig für die Strategie waren. "Ich habe es also nicht bemerkt, dass ich das Rennen angeführt habe. Als ich es dann aber im Fernsehen angesehen habe, war es recht nett."

Woran Glock in diesem Jahr am meisten zu arbeiten hatte, war die richtige Abstimmung des Autos. Trulli schien mit dem Toyota öfter zufrieden zu sein als der Deutsche, wobei Glock in der Türkei erstmals der Meinung war, dass das Auto wirklich passte. Danach hoffte er, das wiederholen zu können, doch es passierte nicht. "Wir müssen jetzt einen Weg finden, das Auto jedes Wochenende in dieses Fenster zu bringen und dann können wir stark sein." Dabei hilft es natürlich nicht, dass Glock und Trulli nicht ganz die gleichen Abstimmungen bevorzugen, wobei das Problem des Deutschen das Untersteuern in der Mitte der Kurve ist. Je nach Ausprägung gehen die Setups mehr oder weniger auseinander.

Noch dazu ist Trulli ein Spezialist für das Qualifying, womit Glock im Zeittraining öfter den Kürzeren zog als dass er vorne lag. Noch dazu ist das Qualifying-Format doch eine Angelegenheit, in die man sich erst einfinden muss. Dass Trulli aber generell nicht leicht zu schlagen ist, weiß Glock auch so. "Ja, das glaube ich schon. Ich musste in Bahrain lachen, als Fernando Alonso zu mir kam, als wir vom Fahrermeeting zurückgingen und sagte: ‚Und was denkst du über deinen Teamkollegen? Er ist schnell oder?‘ Sie haben recht lange zusammengearbeitet. Er ist schnell, er ist im Qualifying wirklich gut und in den Rennen ist er auch stark. Das ist aber gut für mich, denn das ist ein Punkt, an dem ich mich beweisen kann." Die andere Seite ist natürlich, dass die Zahlenjongleure oft nur danach fragen, wann er schneller sein wird, wobei Glock darauf eine einfache Antwort hat. "Ich kann nicht in die Formel 1 kommen und meinen Teamkollegen schlagen, der 150 Grands Prix mehr Erfahrung hat."

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