Honda CB 500X – Erhöhter Aufstieg
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Wie ihre Schwestermodelle wird auch die CB500X von einem Parallel-Twin mit 471 ccm Hubraum angetrieben Bilder

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Mit der Reiseenduro CB500X wendet sich Honda an Anfänger und Wiedereinsteiger Bilder

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Honda setzt vermehrt auf ältere Anfänger und ködert diese mit günstigen Motorrädern. Nachdem bereits im vergangenen Jahr die neue 700er-Baukastenbaureihe erfolgreich reüssierte, sollen in diesem Jahr drei Modelle der Halbliter-Klasse vornehmlich Führerscheinneulinge und Wiederaufsteiger zum Kauf animieren. Nach dem Sportler CBR 500R und dem Naked Bike CB500F komplettiert jetzt die kleine Reiseenduro CB500X das neue Trio.

Wie ihre Schwestermodelle wird auch die CB500X von einem Parallel-Twin mit 471 ccm Hubraum angetrieben. Der Zweizylinder kommt auf 35 kW/48 PS und erfüllt damit die leistungstechnischen Rahmenbedingungen der neuen Führerscheinklasse A2, die es – analog zur alten 125er-Regelung – Menschen, die vor dem 1. April 1980 ihren Autoführerschein gemacht haben, erlaubt, nach Bestehen einer einfachen Prüfung Motorrad zu fahren. Damit für diese die Einstiegshürde nicht zu hoch liegt, bietet Honda die CB500X ab 5.990 Euro an. ABS ist serienmäßig an Bord. In diesem Jahr will man noch 400 Einheiten der CB500X absetzen. Das Ziel klingt bescheiden, konnte man doch im Segment der Mittelklassemodelle mit leichten Offroad-Look im vergangenen Jahr von der NC700X rund 1.560 Stück verkaufen und lag damit knapp hinter dem Segmentführer BMW F 800 GS.

Von ihrer etwas hubraumstärkeren Verwandten NC700 unterscheidet sich die neue Halbliter-Maschine vor allem charakterlich. Während bei der 700 der Zweilinder aus unteren Drehzahlen punktet und mit Drehmoment überzeugt, agiert der kleinere, aber leistungsgleiche Parallel-Twin „wie ein echter Motorradmotor“. Was Honda damit sagen will: Der neue ist ungleich drehfreudiger und stellt seine Leistung erst bei höheren Touren zur Verfügung. Das mögen sportlich orientierte Biker, [foto id=“466474″ size=“small“ position=“right“]weil ein so ausgelegter Motor sich am Gas hängend besser anfühlt. Nebenbei soll er ausgesprochen sparsam sein und im Schnitt mit etwa 3,5 Litern je 100 Kilometern auskommen. Das ergäbe zusammen mit dem 17,3-Liter-Tank eine theoretische Reichweite von 490 Kilometern.

Mit 195 Kilogramm wiegt die CB500X lediglich 1 Kilo mehr als ihre Schwestermodelle und zählt eher zu den Leichtgewichten auf dem Markt. Die Sitzhöhe von 81 Zentimetern ist 2,5 Zentimeter höher als die von CBR und CBF. Man sitzt auch mit langen Beinen kommod und langstreckentauglich.

Optisch ist die CB500X ist richtig erwachsenes Motorrad

Sie orientiert sich am Design der Crosstourer-Modelle. Die Familienähnlichkeit soll später den Aufstieg auf ein stärkeres Modell erleichtern, wenn der junge oder ältere Fahranfänger von heute reif ist für mehr Leistung.

Honda sieht in Deutschland ein beachtliches Potential für Motoräder der neuen 48-PS-KLasse. Alleine für elf Millionen Führerscheinbesitzer käme die A2-Regelung in Frage, sieben Millionen haben bereits einen Motorradführerschein, aber kein Motorrad, rechnet man vor. Allerdings spiegelt der bestenfalls minimal wachsende Markt auch wider, dass diese insgesamt 18 Millionen potentiellen Fahrer ja ihre Gründe hatten, bislang nicht zu fahren. Vor allem die A2-Einsteiger sind mindestens 50 Jahre alt und damit wahrscheinlich aus der Lebensphase heraus, da man sich mit einem Motorrad auf jugendlich trimmen will. Tatsächlich werden die geplanten Stückzahlen das rechnerische Potential höchstens im Nullkomma-Promillebereich heben, was der Attraktivität des Angebots allerdings keinen Abbruch tut.

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