IRTA-Test in Jerez: Erstmals wird es ernst

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(adrivo.com) Zwar sind es bis zum Saisonauftakt in Katar noch mehr als drei Wochen, doch am kommenden Wochenende wird es zu einem ersten Kräftemessen in der MotoGP kommen. Denn während der Testfahrten in Jerez wird am Sonntag der BMW M Award ausgefahren, dessen Sieger einen BMW Z4 M Roadster erhält. Daher sollte nach dieser 40-minütigen Session auch erstmals klar sein, wie sich die Reihenfolge des Feldes zumindest im Qualifying-Trim gestaltet. Die Aussagekraft des Shootouts sollte allerdings nicht überbewertet werden. Im Vorjahr gewann beispielsweise Valentino Rossi und Casey Stoner war mit rund 1,5 Sekunden Rückstand Sechster.

Dennoch, die Fahrer nehmen diese erste Auseinandersetzung durchaus ernst und einige bezeichnen den BMW M Award gar als "Grand Prix Zero". Die Bedeutung des ersten konkreten Vergleichs schätzen auch die Suzuki-Fahrer hoch ein. So meint etwa Chris Vermeulen: "Der Test wird gut, weil es am Sonntag ein wenig Wettbewerb mit den anderen Fahrern gibt. Dadurch bekommen wir ein genaueres Bild davon, wo wir im Moment stehen. Ich weiß, wir haben noch Arbeit, aber ich bin mehr als bereit dafür." Auch Loris Capirossi freut sich schon auf ein wenig Abwechslung in der Testroutine. "Wir bekommen keine Punkte für Sachen wie diese, aber es ist sicher gut, wieder in Aktion zu sein und am Sonntag gegen die anderen anzutreten, um zu sehen, wie wir vorankommen", sagte er.

Doch auch die Testsessions vor dem Wettkampf um den BMW werden für die Fahrer und Teams nicht unwichtig. Einerseits ist die Zeit bis zur Saison nicht mehr lange und die letzten Details an den Setups müssen noch verfeinert werden. Andererseits ist Jerez auch das zweite Rennen im Kalender, weswegen man sich gleich gezielt auf den Europa-Auftakt vorbereiten kann.

Auch für die Fahrer hat der erste IRTA-Test des Jahres ein paar wichtige Implikationen. Casey Stoner wird nach seinem Sturz mit Schulterverletzung im November endlich Freundschaft mit der Strecke schließen wollen. Valentino Rossi kann erstmals seine Bridgestone-Qualifyier im direkten Wettkampf mit den anderen Fahrern ausprobieren. Dani Pedrosa und wohl auch John Hopkins sollen nach ihren Verletzungen von Stürzen bei vorherigen Testfahrten wieder mitmischen. Neben der Abstimmung wird es bei ihnen vor allem um einen Test der Fitness gehen.

Die Piloten der Honda-Satelliten-Teams werden ihre neuen Motoren halten und alle versprechen sich bereits jetzt einiges davon. Nicky Hayden hat den Motor zwar schon länger, aber Honda ließ durchblicken, dass man noch etwas im Köcher habe. Hayden kann es nur recht sein, denn während der Wintertests war er auf Qualifyiern zwar immer wieder schnell, doch die Konstanz auf Rennreifen vermisste er. Und für die Rookies wird das erste Shootout mit den Routiniers der Klasse wohl ohnehin ein Erlebnis. Jorge Lorenzo, Andrea Dovizioso, James Toseland und Alex de Angelis werden wieder etwas Neues kennen lernen. Dabei wird sich ihnen Anthony West anschließen, der in der Vorsaison erst zur Jahresmitte in die MotoGP kam und deswegen auch erstmals um einen BMW fahren wird.

Sollte es am Sonntag übrigens nicht klappen, gibt es in diesem Jahr ebenfalls wieder die Möglichkeit, über die Saison einen BMW zu gewinnen. Der schnellste Qualifyier des Jahres wird am Ende mit einem Cabrio belohnt. Der Modus wird dabei wie immer recht einfach sein. Es werden die Zeiten aller Qualifyings des Jahres zusammengerechnet – anders als in den Vorjahren dürfen die Fahrer 2008 aber die schlechteste Zeit aus ihrer Liste streichen. Einen Ausrutscher hat also jeder offen – nur diesen Sonntag nicht.

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