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Jaguar XK: Nieten, kleben und genießen
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Natürlich kann der neue Jaguar XK alles besser als sein Vorgänger. Besonders an den sportlichen Qualitäten wurde gefeilt. Die britische Raubkatze geht in Deutschland ab 31. März auf Beutezug.
Erschwerte Bedingungen
Was für ein Wetter: trüb, grau und kalt. Dabei findet die Pressevorstellung des Jaguar XK nicht in England sondern auf den Straßen Taunus nahe der Mainmetropole Frankfurt statt. Trotzdem soll es heute das Cabrio sein. XK pur, sozusagen. Um das Coupé mit dem wundervoll geschwungenen Heck kümmern wir uns später, versprochen!
Luxus für Zwei
Die Preise beginnen für das Coupé bei 81.500 Euro, das Cabrio kommt mit elektrischem Softtop auf mindestens 89.500 Euro. Viele weitere Extras wie das Luxus-Sport-Paket (3.950 Euro) mit besonders weichem Leder und Sportsitzen, bei denen selbst die Lehnenbreite auf Knopfdruck variiert werden kann, lassen der betuchten Kundschaft noch Spielraum für individuelle Wünsche. In jedem Fall ist ein 4,2-Liter V8-Motor mit 298 PS (219 kW) an Bord, der seine Kraft über eine Sechsgangautomatik zur Hinterachse leitet.
Langes Vergnügen
Vor mir stehen nun also 4,79 Meter englischer Luxus. In klassischem Sportwagendesign streckt sich die Motorhaube wie das Raubtier vor dem Sprung. Dank der kraftvoll ausgestellten Kotflügel wirkt der neue XK kompakter als sein Vorgänger. Und das trotz geringfügig gewachsener Abmessungen. Der ovale Lufteinlass an der Front soll an den legendären E-Type erinnern, der seit den 60er-Jahren der Maßstab für jeden neuen Jaguar-Sportwagen ist. Trotzdem kann nicht von einer Retro-Konstruktion gesprochen werden. Im Gegenteil, die Blechhaut ist modernster Fahrzeugbau. Statt Stahl kommt Aluminium zum Einsatz, das genietet und mit Spezialkleber verbunden wird. So entsteht eine extrem stabile Fahrgastzelle. Jaguar spricht beim Cabrio von 48 Prozent mehr Biegesteifigkeit, was besonders auf Kopfsteinpflaster und beim Herabfahren von Bordsteinen auffällt. Wo der alte XK bisweilen wie Wackelpudding zitterte, ist das neue Cabrio solide wie eine Burg. Beste Voraussetzungen also für mehr Komfort und ein agileres Fahrverhalten.
Klassischer Innenraum
Von den technischen Neuerungen ist innen zunächst nichts zu spüren. Außer, dass der XK durch den längeren Radstand deutlich mehr Platz für die Beine bietet. Dennoch haben die beiden hinteren Sitze eher eine Alibifunktion. Richtig sitzen kann dort keiner. Genießer sitzen vorne. Dort blinzeln mir aus dem oben entblößten Fahrzeug üppige Lederpolster entgegen, garniert mit feinem Wurzelholz. Das Dreispeichenlenkrad trägt die obligatorischen Knöpfe für Tempomat und das CD-Radio. Allerdings ist, was silbern glänzt, kein Metall. Doch das Volant liegt gut in der Hand. Eine Augenweide sind die chromgeschmückten Rundinstrumente, deren Skalen so sportlich elegant wirken wie das ganze Fahrzeug. In der Mittelkonsole findet sich neben der Klimaautomatik auch der obligatorische Farbmonitor. Mit Touchscreen. Die Bedienung gelingt überraschend einfach. Ohne einen einzigen Blick in die Bedienungsanleitung ist das Navi schnell programmiert. Selbst die Temperatur der beheizbaren Vordersitze wird über den Screen geregelt.
Das Tier geweckt
Gestartet wird mit einem Knopf im Armaturenbrett. Auch für die Handbremse genügt der Zeigefinger. Er findet den entsprechenden silbernen Schalter zwischen den Vordersitzen. Der V8 erwacht mit tiefem Grummeln – ein kleiner Vorgeschmack auf das, was kommt. Beim Anfahren steigert sich der Sound zum kehligen Fauchen, das sich beim Kickdown der Sechsgangautomatik in einem tief-aggressiven Brüller entlädt. Gerade so laut, dass es alle hören, sich aber keiner wirklich gestört fühlt. Im Gegenteil, das ist eine fein komponierte Symphonie aus Motor, Ansauggeräuschen und Auspufftrompeten. Eine, die süchtig macht. Deshalb bleibt das Verdeck auch dann noch geöffnet, als Schnee den Straßenrand säumt. Mit dem kleinen Windschott im Nacken und der wirksamen Klimaautomatik lässt sich das gut aushalten.
Schnell und komfortabel
In 6,3 Sekunden geht es aus dem Stand auf Tempo 100. Wer es mag, kann die Automatik auch per Schaltpaddel am Lenkrad bedienen. Im Sportmodus sorgt das für blitzschnelle Gangwechsel, die dann allerdings nicht immer ganz ruckfrei ablaufen. In der Komforteinstellung ist davon nichts zu spüren. Der XK frisst sich geradezu gierig durch die kurvigen Landstraßen des Taunus. Komfortabel und dennoch unerschütterlich haftet er auf dem Asphalt. Ein Verdienst des neu abgestimmten elektronischen Fahrwerks. Zum Schluss wird das Verdeck dann doch geschlossen. Diese Übung gehört halt zum Test dazu. Sie gelingt bis zu einer Geschwindigkeit von 16 km/h in 18 Sekunden. Im Gegensatz zu den neumodischen Blech-Klappdächern hat das keinen Einfluss auf das Kofferraumvolumen. Das flache Fach fasst immer 313 Liter. Genug für zwei Genießer, die sich jetzt am Klang des Highend-Soundsystems erfreuen können. Geschlossen präsentiert sich die dick gefütterte Stoffmütze erstaunlich ruhig – bis zur Höchstgeschwindigkeit, die elektronisch auf 250 Stundenkilometer begrenzt ist.
Fazit: Der neue XK ist eine echte Rassekatze. Elegant, sportlich und dennoch bei Bedarf ein schmuseweicher Stubentiger. So macht genießen richtig Spaß.
mototype.de, Holger Schilp

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