Jaguar XKR-S Cabrio – Im Rausch der Sinne
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Man versteht auch, warum die Briten selbst bei der Performance-Version nicht auf schwere Extras wie die Navigation, die Klimaaut Bilder

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Wer mit dem Gasfuß sein ganz eigenes Orchester dirigiert, der will in so einem Auto unterwegs gar kein Radio hören Bilder

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Dieses Auto soll nicht nur auf der Rennstrecke Spaß machen, sondern auch auf dem Heimweg Bilder

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Damit der Brite nicht nur auf der Geraden schnell ist, haben die Ingenieure das Fahrwerk deutlich straffer ausgelegt, die Bodenf Bilder

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Selbst wenn man erst jenseits von 200 km/h einen Kickdown macht, spürt man deshalb noch den wunderbar schweren Tritt ins Kreuz u Bilder

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Wo die Luft für die Serienmodelle jenseits von 220, 230 km/h so langsam dünn wird, bekommt der XKR-S noch einmal seinen zweiten Bilder

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Kein anderes Auto aus Coventry ist derart sinnlich, scharf und spektakulär wie der offene 2+2-Sitzer. Bilder

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Das Coupé war nur das Vorspiel: Wenn der Jaguar XKR-S in diesen Wochen auch als Cabrio in den Handel kommt, dann ist er zwar nicht mehr das schnellste Straßenmodell in der Geschichte der Briten. Doch kein anderes Auto aus Coventry ist derart sinnlich, scharf und spektakulär wie der offene 2+2-Sitzer. „Und ein Spitzentempo von 300 km/h ist ja auch nicht schlecht“, sagt Motorenentwickler Andy Lowis mit typisch britischem Understatement.

Den Reiz des Rasens unter freiem Himmel ermöglicht eine imposante Kraftkur: Mit neu programmierter Elektronik kitzeln die Briten [foto id=“404292″ size=“small“ position=“right“]aus den fünf Litern Hubraum des kompressorgeladenen Achtzylinders noch einmal zehn Prozent mehr Leistung. So kommt der Motor, der bei niedrigen Drehzahlen wunderbar grollt wie ein aus der Ferne heranrollendes Gewitter und bei Vollgas fauchend durch den von Klappen geregelten Sportauspuff brüllt wie die Raubkatze auf dem Markenlogo, auf 550 PS und gewaltige 680 Nm. Obwohl der XKR-S mit bald zwei Tonnen nun wirklich kein Leichtgewicht ist, entwickelt er mit diesem Motor einen brachialen Vortrieb: Nur 4,4 Sekunden braucht er bis Tempo 100, bis 180 vergehen weitere 7,6 Sekunden.

Und wo die Luft für die Serienmodelle jenseits von 220, 230 km/h so langsam dünn wird, bekommt der XKR-S noch einmal seinen zweiten Wind. Selbst wenn man erst jenseits von 200 km/h einen Kickdown macht, spürt man deshalb noch den wunderbar schweren Tritt ins Kreuz und wird wieder ein Stück weiter nach vorn geschleudert. Selbst bei 300 km/h müsste eigentlich nicht Schluss sein, verrät Lowis: „Auf unseren Testfahrten hatten wir sogar über 320 km/h auf dem Tacho. Aber mit Rücksicht auf die Reifen lassen wir es bei 300 bewenden.“

Der Sprint ist ohnehin nur die halbe Miete. Damit der Brite nicht nur auf der Geraden schnell ist, haben die Ingenieure das Fahrwerk [foto id=“404293″ size=“small“ position=“right“]deutlich straffer ausgelegt, die Bodenfreiheit um einen Zentimeter reduziert und die Lenkung etwas direkter abgestimmt. Außerdem haben sie zugunsten des Abtriebs und der Motorkühlung die Karosserie überarbeitet. Jetzt klebt der XK nicht nur besser auf dem Asphalt und lässt sich überraschend handlich und leichtfüßig entlang der Ideallinie führen. Mit  seiner breiteren Front und den im Stoßfänger integrierten Kiemen funkelt der Bolide so bitterböse in den Rückspiegel, dass alle anderen die linke Spur schon freiwillig räumen.

Zwar kann man mit dem XKR-S wie mit einer Präzisionswaffe auf der Rennstrecke um die beste Rundenzeit kämpfen, wird buchstäblich eins mit seinem Wagen und versinkt förmlich in den tiefen Schalen der sportlich konturierten Ledersessel. Doch wo andere Supersportler dieses Kalibers zu puristischen Rennmaschinen mit limitiertem Restkomfort werden, fällt der XKR-S auf dem Weg durch die Boxengasse wieder in die Rolle des potenten Cruisers zurück. „Dieses Auto soll nicht nur auf der Rennstrecke Spaß machen, sondern auch auf dem Heimweg“, sagt Lowis. Deshalb dreht man vom Track-Mode wieder zurück auf das Straßen-Setup, nimmt das Messer zwischen den Zähnen heraus und biegt überraschend komfortabel auf die Landstraße ein.

Spätestens dort versteht man auch, warum die Briten selbst bei der Performance-Version nicht auf schwere Extras wie die Navigation, [foto id=“404294″ size=“small“ position=“right“]die Klimaautomatik oder die ohnehin viel zu kleine Rückbank verzichtet haben. Denn all das sind Annehmlichkeiten, auf die man im Alltag zwischen den Vollgaseinsätzen nicht verzichten möchte. Nur ein Extra hätten sie wirklich ausbauen können. Das Soundsystem. Zwar ist Bowers und Wilkens nun wirklich kein schlechter Zulieferer. Doch wer mit dem Gasfuß sein ganz eigenes Orchester dirigiert, der will in so einem Auto unterwegs gar kein Radio hören.

Kurzcharakteristik Jaguar XKR-S Cabrio

Alternative zu: Mercedes SLS, BMW M6 und Maserati Gran Cabrio
Passt zu: Jetpiloten im Ruhestand und dem Earl in Eile
Sieht gut aus: vor einem Flugzeughangar oder in der Boxengasse
Was kommt noch:

Vielleicht eine Clubsport-Variante mit noch mehr Leistung und  weniger Gewicht.

Jaguar XKR-S Cabrio – Technische Daten:

2+2sitziges Cabrio  
Hubraum: V8-Benziner mit Kompressor, 5.000 ccm
Leistung: 405 kW/550 PS
Max Drehmoment: 680 Nm
0-100 km/h: 4,4 s
V-max: 300 km/h
Verbrauch: 18,9 l/100 km
CO2: 292 g/km
Prei: 138.100 Euro

 

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