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Kein Schnee von gestern: Mercedes setzt auf Permanentallrad auch bei Vierzylinder

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Von der Passhöhe auf dem Weg zurück: Mercedes-E-Klasse. Bilder

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Am Objekt: Mit Entwickler Schröder (rechts) beim Expertengespräch. Bilder

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Auf der Timmelsjoch-Hochalpenstraße: Mercedes-M-Klasse. Bilder

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4Matic steht bei Mercedes für Permanentallrad. Fotos: Koch Bilder

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An der Karte: Mercedes-Instruktorin Weykopf bei der Einweisung. Bilder

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Timmelsjoch, für Hundeschlitten, Schneeraupen, -räumer und 4Matic. Bilder

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Hochgurgl – Die Palette von Pkw mit Allradantrieb, bei Mercedes 4Matic genannt, wächst: Aktuell gehören bei den Stuttgartern 49 Modelle in zehn Baureihen dazu, angefangen von der C- über die E-, CLS-, S-, CL-, R-, GLK-, M- und GL- bis hin zur G-Klasse, fasst Alfons Hierhammer, Leiter Produktmanagement Kompaktfahrzeuge, jetzt beim jüngsten 4Matic-Workshop in Hochgurgl in Tirol zusammen.

Elektronisch geregeltes System

Beim Mercedes-Allrad handelt es sich um einen permanenten und elektronisch geregelten. Weil die Anforderungen aber unterschiedlich sind, setzen die Schwaben „maßgeschneiderte Systeme“ ein.

M-Klasse mit speziellem Paket

Das serienmäßige der neuen M-Klasse etwa ist gegen 2261 Euro Aufpreis noch mit einem On-&-Offroad-Paket kombinierbar, zu dem neben Untersetzung und weiteren Besonderheiten ebenfalls sechs Fahrprogramme – ein automatisches, zwei speziell fürs Gelände und drei (Winter, Sport, [foto id=“392913″ size=“small“ position=“left“]Anhängerbetrieb) für die Straße – sowie eine entsprechende Allradanimation im Zentraldisplay gehören. Wer es nicht nur im Winter noch sicherer haben und dafür weitere 3689 Euro ausgeben will, kann zusätzlich eine aktive Wankstabilisierung ordern.

Bei E-Klasse für Straße optimiert

„In der E-Klasse kommt wiederum eine Version zum Einsatz, die auf ein möglichst hohes Leistungsvermögen onroad optimiert ist“, weist Hierhammer mit Blick auf den betreffenden E250-Turbodiesel auf die erste Allrad-E-Klasse mit einem Vierzylinder hin, der in diesem Fall 204 PS leistet, sich zumindest laut Datenblatt im Mix beim Verbrauch mit weniger als sechs Litern begnügen soll und ab über 50 700 Euro kostet.

Hoch hinaus aufs Timmelsjoch

Szenenwechsel von der Theorie zur Praxis. Schnee von gestern ist es nicht, der in den letzten November-Tagen auf rund 2000 Metern Höhe am Ende des Ötztals liegt, aber – mit Ausnahme der Spitzen der Berge – doch künstlicher, den Kanonen zu einem schmalen Pistenstreifen durch Hochgurgl sprühen. „In der kalten Jahreszeit“, haben jedenfalls die Mercedes-Leute versprochen, „findet man kaum einen Platz, auf dem sich die Winterqualitäten eines Autos unter natürlichen Bedingungen besser testen lassen als auf der Timmelsjoch-Hochalpenstraße.“

Gesperrt, aber Sondergenehmigung

Von Hochgurgl aus fahren wir die kurze Strecke bis dahin. Schnee und Eis sollen hier von November bis April eigentlich garantiert sein. Nur zwischen Ende Mai und Oktober ist der Pass deshalb offen. Jetzt hat die [foto id=“392914″ size=“small“ position=“right“]Mautstelle geschlossen. Mit einer Sondergenehmigung können wir durch.

„Sonst geht es steil runter“

Instruktorin Violetta Weykopf hat uns vorher gemahnt („Die Physik hat auch ihre Grenzen“) und Tipps gegeben („Nicht zu weit an die Seite, da geht es sonst steil runter“), wie man die Straße am besten befährt, die von Sankt Leonhard bis zur Passhöhe auf rund 2510 Metern doch fast 1800 Höhenmeter überwindet. Das erste Teilstück ist noch trocken. Auf dem zweiten hat Wasser in der immer kälter werdenden Höhe mächtige Eisblöcke an den felsigen Rändern gebildet. Das dritte vor den Kehren ist schließlich komplett mit Schnee bedeckt, darunter Eis zu spüren.

Mit variabler Momentenverteilung

Erst mit den E-, dann mit den M-Klassen bewältigen wir die Strecke bis hoch zu dem Punkt, auf dessen anderer Seite hinter einer Kurve mit dem Passo del Rombo Italien beginnt. „Und“, fragt die Instruktorin oben, „wie war’s?“ Der Fahrer sagt, er habe sich in dem geländetauglichen Mercedes sicherer gefühlt, sein Beifahrer weiß auch die Leistung der E-Klasse-Limousine und des bei Mercedes T-Modell genannten Kombis zu schätzen: „Das ist schon enorm!“ Erhöhte Längstraktion und verbesserte Querdynamik beim SUV haben offenbar genauso effektiv gewirkt wie die Lamellensperre mit der variablen Momentenverteilung bei der E-Klasse.

Schon Grundsperrung erhöht Traktion

Entwickler Rolf Schröder klärt bei der Schlussstation in Kühtai am Permanentallrad-Ausstellungsstück auf: Die mechanisch voreingestellte feste Momentenverteilung von 45:55 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse fördere das „souveräne Fahrverhalten“, indem sie verzögerungsfreien Kraftfluss garantiere. Die Lamellenkupplung im Zentraldifferenzial unterstütze das System bei besonders niedrigen Reibwerten [foto id=“392915″ size=“small“ position=“left“]zwischen Reifen und Fahrbahn, „beispielsweise auf Schnee oder Eis“. Die 50 Newtonmeter Grundsperrung zwischen beiden Achsen habe eine, so Schröder, „signifikante Erhöhung der Traktion bei unverändert hoher Fahrstabilität“ zur Folge.

Den 4Matic-Permanentallrad

… hat Mercedes mit Benzin- und Dieselmotoren kombiniert, die 170, 204, 211, 231, 258, 265, 306, 340, 388, 408, 435, 507 und 525 PS leisten. In C-/E-Klasse sind Limousine und T-Modell-Kombi mit Allrad zu haben, S-/R-Klasse mit kurzem/langem Radstand sowie die G-Klasse als kurzer/langer Stationwagen und in der offenen Version. Wir waren beim Workshop in Hochgurgl mit E- und M-Klasse unterwegs. Die Preise (ohne AMG) bei den entsprechenden Allrad-E-Klassen reichen von 50 723 bis 73 571 Euro (Limousine) und 53 936 bis 76 189 Euro (T-Modell), bei der M-Klasse, bei der 4Matic Serie ist, von 54 978 bis 58 726 Euro hinauf.

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