“Kein Verständnis für Mercedes Grand Prix“
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Nicht erst ab 2011 sondern schon im nächsten Jahr wird es ein eigenes Werksteam von Mercedes-Benz geben – dies war zuletzt 1955 am Start. Die Trennung zwischen der Daimler AG und der McLaren Group wurde schneller vollzogen als zunächst angenommen.

Dies macht die Gründung des neuen Werksteams erst möglich – und natürlich die finanziellen Mitteln des arabischen Partners Aaber, ohne den der Einstieg bei Brawn GP nicht möglich gewesen wäre. Der Rückkauf des 40 Prozent Anteils der Daimler AG durch die McLaren Group wird bis 2011 abgeschlossen sein; man spricht hier von rund 200 Millionen Euro. Das neue Projekt ‚Formel 1’ wurde von Mercedes-Benz nur unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gestartet, „das in absehbarer Zeit kostenneutral sein wird“, versichert Norbert Haug, Leiter Mercedes-Benz Motorsport.

Daimler-Vorstand Dieter Zetsche erläutert, dass durch gezielte Maßnahmen eine Kostenreduzierung in den kommenden zwei Jahren von nur einem Viertel des früheren Budgets erzielt werden soll. Das Geschäftsfeld ‚Formel 1’ soll durch die Einnahmen aus den Formel 1-Geldern, Sponsorverträgen und den Lieferungen der Mercedes-Benz V8-Motoren an andere F1-Teams finanziell auf wirtschaftlichen Rädern stehen. Dennoch wettert Erich Klemm, Chef des Betriebsrates der Daimler AG, gegen das Formel-1-Projekt: „Wir haben kein Verständnis dafür, dass der Vorstand mit dem Ausstieg gleich ein neues Formel-1-Abenteuer beginnt.“ Abenteuer? Hier liegt der Betriebratchef mit seiner Wortwahl im Graben. Auf der Überholspur fahren andere: „Seitdem Aabar der größte Anteilseigner der Daimler AG wurde, ist die Zusammenarbeit zwischen unseren Unternehmen vorbildlich, und wir haben bereits gemeinsam in Tesla investiert. Aabar ist zuversichtlich, dass weiterer Erfolg auf diesem Gebiet folgen wird“, sagte Khadem Al Qubaisi, Chairman der Aaber Investment PJSC, anlässlich der Gründung des F1-Werksteams.

Die Entscheidung mit einem eigenen Werksteam anzutreten, ist kein Entscheidung aus dem Bauch und schon gar nicht ohne zielgenaue Vorbereitung. Schließlich bietet die Teilnahme an der Formel 1 auch Arbeitsplätze im näheren und weiteren Umfeld. „Seit dem ersten Sieg beim Grand Prix von Australien 1997 weisen die modernen Silberpfeile mit insgesamt 60 Siegen in 223 Rennen eine hervorragende Erfolgsbilanz auf und sorgten dafür, dass unser Markenzeichen, der Stern, auch für große Erfolge in der Formel 1 steht“, sagt Haug. Unter Eigenregie als Mercedes Grand Prix macht die Formel 1 natürlich wesentlich mehr Sinn als bei McLaren mit einem geringen Mitspracherecht. Die Übernahme bei Brawn GP ist eine sinnvolle Entscheidung, die natürlich auch von Seiten Brawn GP als positiv gesehen wird.

„Im Namen aller möchte ich zum Ausdruck bringen, dass es für uns eine große Ehre ist, als Mercedes-Benz Werksteam in der Formel 1 an den Start zu gehen, und wir werden unser Allerbestes geben, um das in uns gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen“, sagt Teamchef Ross Brawn. Und die Wege, um am gemeinsamen Erfolg zu arbeiten, sind kurz: Die 100-prozentige Daimler-Tochter Mercedes-Benz High Performance Engines ist in Brixworth beheimatet, das F1-Werksteam Mercedes Grand Prix im rund 40 Kilometer entfernten Brackley.

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