Kompaktkombi-Vergleich: Ford Focus hat die Nase vorn
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Der 1,6 Liter-Turbobenziner im Ford ist durchzugsstark und sparsam. Bilder

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Mit 4,50 Meter ist der Franzose der kürzeste Kombi im Test und kommt auf ein respektables Ladevolumen von 1 736 Liter. Bilder

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Die umklappbaren und verschiebbaren Sitze im Peugeot 308 sind ein Alleinstellungsmerkmal. Optional ist eine dritte Sitzreihe erhältlich. Bilder

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Auf der Rückbank des Opel Astra lässt es sich ebenfalls prima verreisen. Bilder

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Praktisch beim Opel Astra Sports Tourer sind der doppelte Kofferraumboden und die vielen Lademöglichkeiten für kleinere Gegenstände. Bilder

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Mit maximal 1 516 Litern Stauraum und einer im Handumdrehen umlegbaren Rückbank verdient sich der Focus Turnier einen Ruf als guter Reisebegleiter. Bilder

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So sehen Sieger aus: Vor allem wegen seiner Handling-Eigenschaften hängt der neue Ford Focus Turnier seine Wettbewerber im Vergleichstest knapp ab. Bilder

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„Kann sich der neue Ford Focus Turnier gegen Opel Astra Sports Tourer und Peugeot 308 SW durchsetzen?“ So lautet die Ausgangsfrage im Vergleichstest der Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“. Die Antwort lautet „Ja“. In insgesamt sieben Kategorien sind die drei Kompaktklässler, die in jeweils üppig bestückten Ausstattungsvarianten zu Preisen um die 25 000 Euro an den Start gingen, von der Zeitschrift auf Herz und Nieren getestet worden.

[foto id=“365155″ size=“small“ position=“left“]Gepäckabteil

Wie es sich für einen Kombi-Vergleich gehört, beginnt die kritische Überprüfung der drei Testkandidaten, nicht vorn, sondern hinten: beim Gepäckabteil. Hier verdient sich der gut 4,55 Meter lange Focus mit maximal 1 516 Litern und im Handumdrehen umlegbarer Rückbank den Ruf als ein guter Reisebegleiter. Bemängelt werden lediglich fehlende Halte- und Abteilvorrichtungen im Kofferraum. „Deutlich praxisgerechter“, sei da das Gepäckraummanagement des 15 Zentimeter längeren, 1 550 Liter Gepäck fassenden Astra mit doppeltem Kofferraumboden und nach Umlegen der Rücksitzlehnen „nahezu ebenem“ Boden. Ein anderes Konzept verfolgt der Peugeot 308. Er hält zur Aufteilung des Gepäckfachs zwar nur ein einfaches Netz parat. In der Ausstattungslinie „Allure“ lassen sich die Sitze aber komplett ausbauen oder variabel verschieben. Als mit 4,50 Meter kürzester, getesteter Lastesel kommt der Peugeot gegenüber seinen deutschen Rivalen auf den Test-Bestwert von 1 736 Liter Ladevolumen.

Bestuhlung

Schlechte Noten erhält der Franzose dagegen für seine Bestuhlung. Die Einzelsitze hinten erweisen sich beim Probesitzen nach dem Dafürhalten der Tester als „zu schmal“, „zu hart“ und mit zu wenig Sitzfläche ausgestattet. Das Hinterbänkler-Fazit: „Auf den klassischen Rückbänken in Focus und Astra lässt es deutlich gemütlicher verreisen mit leichten Vorteilen für den Ford“, der noch einen „Tick mehr Bein- und Kopffreiheit“ biete als der Rüsselsheimer. In der Gesamtabrechnung aber gibt es in Sachen Verarbeitungsqualität bei allen Kandidaten „wenig zu meckern“.[foto id=“365156″ size=“small“ position=“right“]

Antrieb

Beine machen den getesteten Kombis durch die Bank turboaufgeladene Vierzylinder. Das mit 1,4 Litern Hubraum und 103 kW/140 PS kleinste der getesteten Triebwerke leistet im Astra seinen Dienst. Es zeigt sich zwar drehfreudig, muss sich aufgrund von nur 200 Nm maximalem Drehmoment und lang übersetzten Gängen in Sachen Durchzugsstärke seinen Rivalen geschlagen geben. Lobende Worte finden die Tester dagegen vor allem für die im Kölner Kompaktkombi und seinem französischen Artgenossen 308 SW verbauten Aggregate, die 110 kW/150 PS und 115 kW/156 PS leisten: „Die Motoren in Focus und Peugeot haben ordentlich Durchzugskraft und halten sich an der Tankstelle dennoch brav zurück“, so das Fazit. In Zahlen ausgedrückt heißt das: ein Durchschnitts-Testverbrauch von 8,7 Litern für den Kölner, 9,0 Litern beim Rüsselsheimer und 8,4 Litern auf 100 Kilometern für den Franzosen. Wer in bester Schwabenmanier Sprit sparen will, ist mit dem Focus am besten bedient, der sich auf der Verbrauchsrunde der Stuttgarter bei betont moderater Fahrweise mit lediglich 5,7 Litern begnügt hat.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Ausstattung; Fazit

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Ausstattung

In Sachen Ausstattung könnte man meinen, die Ford-Ingenieure haben ein ausgeprägtes Helfersyndrom. „Kein kompakter Kombi lässt sich derzeit mit mehr Assistenzsystemen bestücken“, wird angesichts der Ausstattungsoptionen zu Recht konstatiert. Mit Müdigkeitswarner, Spurhalte- und Notbremsassistent sowie Verkehrszeichenerkennung setzt der Kölner in der Tat Maßstäbe in der kompakten Klasse.[foto id=“365158″ size=“small“ position=“left“]

Fazit

Die „eigentliche Paradedisziplin“, die dem Ford 14 von 15 möglichen Punkten in der Unterkategorie „Handling“, Bestnoten beim Wedeltest und damit den Gesamtsieg sichert, sind demnach jedoch seine Fahreigenschaften. Wie schon bei der ersten Fahrvorstellung gefällt der Turnier auch bei Fahrtests und Ausweichmanövern im Grenzbereich „mit einer direkten, präzisen Lenkung sowie einem straffen, aber nicht ungehobelt agierenden Fahrwerk, das ihn auch bei schnellen Kurvenfahrten vorbildlich sicher auf Kurs hält“. Was unter dem Strich mit 481 von 650 maximal erreichbaren Punkten zur Pole Position im Starterfeld der Kompaktkombis reicht, knapp vor Peugeot 308 (470 Punkte) und Opel Astra Sports Tourer (466 Punkte).

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