Mario Theissen: Der Titelkampf bleibt das Ziel

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(motorsport-magazin.com) Für BMW Sauber war die Saison 2008 die erhoffte Steigerung, auch wenn am Ende ein wenig die Luft zu fehlen schien. Mario Theissen zieht eine positive Bilanz: "Wir sind stolz auf unsere erfolgreiche Saison, wieder haben wir unsere anspruchsvollen Ziele erreicht. Wir wollten aus dem Zweikampf an der Spitze einen Dreikampf machen und unseren ersten Sieg einfahren. Diese Mission haben wir viel früher als erwartet und sogar mit einem Doppelerfolg erfüllt." In einem Interview des Teams nahm der BMW Motorsport Direktor noch zu anderen Punkten Stellung.

Das Team war nach drei Rennen WM-Führender, Robert Kubica lag nach dem Kanada-Sieg in der Fahrerwertung auf Platz eins. Hätte man am Ende nicht besser abscheiden müssen?
Mario Theissen: Müssen nicht, wollen schon. Diese grandiosen Erfolge so früh in der Saison haben natürlich Appetit auf mehr gemacht. Obwohl wir die Ziele früh erreicht haben, hat sich keiner zurückgelehnt. Wir haben auch in der zweiten Saisonhälfte technische Neu- und Weiterentwicklungen gebracht, sie haben aber leider nicht den erwarteten Zuwachs an Performance gebracht. Unser Entwicklungstempo war in Ordnung, aber die Ergebnisse nicht gut genug. Da ist uns die Konkurrenz im Laufe der Saison davon gezogen. Daraus lernen wir für 2009, wenn wir um den Titel mitkämpfen wollen.

Waren Sie mit den Leistungen Ihrer Fahrer 2008 zufrieden?
Mario Theissen: Unterm Strich, ja. Sonst säßen die beiden 2009 nicht wieder im Auto. Robert und Nick haben aber ein sehr unterschiedliches Jahr erlebt. Robert hatte 2007 abgeschüttelt, trat bis in die Haarspitzen motiviert an und stürzte sich mit seinem neuen Renningenieur in die Arbeit. Robert war in Topform, und wenn der F1.08 zu langsam war, war das für ihn wie eine persönliche Beleidigung. Das macht die Zusammenarbeit nicht immer einfach, aber sein bedingungsloser Erfolgswille verdient Respekt.

Für Nick lief die Saison völlig anders. Es hat zu lange gedauert, bis der Ernst der Lage erkannt war und die Ursachen der Probleme vor allem im Qualifying systematisch angegangen wurden. Mit so vielen Jahren Erfahrung sagt man sich nach ein oder zwei missglückten Versuchen vielleicht noch, dass es Ausreißer waren und beim nächsten Mal wieder alles passt, aber dem war nicht so. Erst mit intensiver Arbeit hat man das Problem in den Griff bekommen. Was sowohl Robert als auch Nick auszeichnete, war eine extrem geringe Fehlerquote auf der Strecke. Da kann unseren beiden keiner das Wasser reichen, und davor ziehe ich den Hut.

Was erwarten Sie 2009?
Mario Theissen: Die Formel 1 steht vor den gravierendsten Reglementänderungen ihrer Geschichte. Enorme Beschneidungen bei der Aerodynamik werden die Fahrzeuge 2009 ganz anders aussehen lassen, die profillosen Reifen kehren zurück, und der Einsatz der völlig neuen KERS-Technologie steht bevor. Dies kann zu Verschiebungen in der Hackordnung führen. Auch bei diesem sehr herausfordernden Szenario bleibt unser Ziel, 2009 um den WM-Titel mitzukämpfen.

adrivo Sportpresse GmbH

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