McLaren nimmt Leute auf Heimreise mit: Nur irgendwie nach Europa
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(motorsport-magazin.com) Um es irgendwie zurück nach Europa zu schaffen, haben sich McLaren, Ferrari und auch Lotus eigene Maschinen gechartert, damit sie nicht darauf angewiesen sind, wann die Fluglinien aufgrund des Vulkanausbruchs in Island wieder regulär fliegen können. Denn selbst wenn der Flugbetrieb wieder aufgenommen wird, ist noch lange nicht gesagt, dass auch genügend Plätze zur Verfügung stehen, um alle rechtzeitig nach Europa zu transportieren. McLaren hat seine Maschine für Mittwoch gechartert und sollte im Flieger genug Platz sein, wäre das Team laut Teamchef Martin Whitmarsh auch gerne bereit, andere Personen mitzunehmen.

"Wir haben das Flugzeug genommen und gesagt, wenn es halbleer ist, erhalten wir den Vorzug und solange wir unser Team an Bord haben, sind wir auch glücklich, wenn aufgefüllt wird. Ich denke, heute Morgen [Sonntag] haben einige Teams gezögert, aber jetzt schließen sie sich uns recht schnell an. Hoffentlich kommen wir am Mittwoch nach Spanien – das ist der einzig Ort, den man anfliegen kann – und dann geht es mit Bussen nach Santander oder Richtung Heimat", sagte Whitmarsh.

Domenicali: Alle oder keiner

Für Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali war derweil noch abwarten angesagt. Er betonte, dass entweder das gesamte Material transportiert werde oder es in China bleibt. "Entweder fahren wir also ein weiteres Rennen hier oder kommen alle gemeinsam nach Europa. Jeder wartet auf Updates und im Moment würde ich sagen, die normalen Flüge, die wir gebucht haben, sind nicht verfügbar. Warten bedeutet, hier eine Woche oder zehn Tage zu bleiben, ich weiß es nicht, aber wir versuchen auch, ob wir einen anderen Weg finden und einen Charter-Flug bekommen", erklärte Domenicali.

Er gab zu bedenken, dass nicht nur die Formel 1 mit der Situation zu kämpfen hat, sondern die ganze Welt. So erinnerte er daran, dass auch das MotoGP-Rennen in Japan am kommenden Wochenende abgesagt werden musste. Red-Bull-Teamchef Christian Horner betonte derweil, dass die Leute in der Formel 1 eigentlich findig genug sein müssten, um nach Hause zu kommen. Er war sogar überzeugt davon, keine Probleme zu haben, solange die Autos nur rechtzeitig nach Barcelona kommen – Updates würden dadurch nicht beeinflusst.

Wo ein Wille, da ein Weg

"Ich denke, wir sind alle sehr von Bernie abhängig, da alle Autos in der gleichen Situation sind. Was die kommenden Upgrades betrifft, so werden die nach wie vor gemacht und werden sowieso aufs Auto geschraubt. Solange das Auto nach Barcelona kommt, sollte alles gut sein", meinte Horner gegenüber Autosport. Da drei Wochen zwischen China und Barcelona liegen, rechnete er aber damit, dass sich alles in Wohlgefallen auflösen wird. "Ich kann mich in meinem Leben nicht daran erinnern, dass ein Vulkan ausbrach und Leute gestrandet waren. Wenn es zum Schlimmsten kommt, werden wir mit der Transsibirischen Eisenbahn fahren. Wo es einen Willen zur Heimkehr gibt, da gibt es auch einen Weg."

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