Mini-Turbine “befeuert“ unterwegs die Batterie

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Die Suche nach einer rundum überzeugenden Lösung für batteriebetriebene Pkws – deren Reichweite betreffend – endet derzeit eher noch mit einem Fragezeichen, auch wenn es bereits hoffnungsvolle Ansätze interessanter Antworten gibt.

Eine davon heißt Range-Extender, zu Deutsch: Reichweitenverlängerer. Verdient in diesem Sinne macht sich etwa ein kleiner Verbrennungsmotor an Bord, der allein dazu bestimmt ist, einen Generator anzutreiben. Er lädt die Fahrbatterie bei Bedarf unterwegs auf. Im Elektroauto „Volt“ von General Motor alias Opel „Ampera“ ist dieses Prinzip realisiert worden.

Viele Wege führen nach Rom. Und so muss nicht verwundern, dass jemand auf die Idee kam, das Range-Extender-Prinzip unter Einsatz einer Mini-Turbine zu verwirklichen. Auf der LA Auto Show 2009 wird solch ein Vorschlag gemacht. Ein Sportwagen mit Elektroantrieb samt Range Extender in Gestalt einer Microturbine mit Generatorfunktion. Den C30-Treibsatz für permanente Stromzufuhr steuerte der amerikanische Turbinenhersteller Capstone bei. Entstanden ist der interessante Fahrzeug-Entwurf in Zusammenarbeit mit dem Spielehersteller Electronic Arts. Das Auto selbst basiert auf dem Konzept des US-Hersteller Factory Five, der unter dem Kürzel GTM „den Traum von bezahlbaren Supersportwagen“ wahr machen will.

Ursprünglich wurde die Micro-Turbine als leichter Stromerzeuger fürs amerikanische Militär entwickelt. Fachleute urteilen, die innovative und umweltfreundliche Technologie realisiere elektrische Wirkungsgrade von bis zu 33 Prozent. Deshalb sehe man immer mehr Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten, heißt es. Einen Beweis dafür, dass solcher Optimismus berechtigt zu sein scheint, liefert das auf der Motorshow in LA präsentierte Exponat Capstone CMT-380 mit Elektroantrieb samt Micro-Turbinen/Generatoreinheit als stromerzeugenden Range Extender.

Das Zusatzaggregat ermöglicht, dass die Reichweite von rund 130 Kilometern beim Start mit einer „vollen“ Batterie gegebenenfalls auf mehr als das Fünffache gebracht werden kann, ehe schließlich auch der Tank leer ist, aus dem die Micro-Turbine gespeist wird. Der aber ist ja rasch wieder befüllt. Und – noch ein Plus – es heißt, die Mini-Turbine verarbeite Diesel und Biodiesel so sauber, dass selbst die strengen kalifornischen Abgasgrenzwerte noch unterboten würden.

Auch für Aufregung könnte der Capstone CMT-380 sorgen – mit seinen Sprintqualitäten (in vier Sekunden von null auf 100 km/h!) und seiner Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h. Für ein Showcar, das kaum auf serienmäßige Vervielfältigung hoffen dürfte, ist solcher Charakterzug aber wohl eher nebensächlich.

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Gast auto.de

Dezember 7, 2009 um 5:56 am Uhr

Das ist in jedem Fall zukunftsfähige Technik. Bin absolut begeistert!

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