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Mit permanent erregtem Synchronläufer: Toyotas Hybrid-Auris startet im September
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Der Auris Hybrid rundet Toyotas Kompaktklassen-Erneuerung ab: Bilder

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Essen – Erst im Frühjahr hat Toyota die Corolla-Nachfolge-Baureihe Auris überarbeitet. Mit der Hybridvariante führen die Japaner nunmehr ihren Alternativantrieb auch in der Kompaktklasse ein. Der von einem Verbrennungs- und einem Elektromotor angetriebene Auris mit der Kraft der zwei Herzen geht bei uns am 18. September zu Einstiegspreisen ab rund 23 000 beziehungsweise rund 25 000 Euro an den Start.

„Wachsende Marktakzeptanz“

Nationale Fahrvorstellung in Essen. Weltweit haben Toyota und die noble Schwestermarke Lexus bislang über 2,7 Millionen Hybridautos verkauft, was für Henning Meyer die „wachsende Marktakzeptanz deutlich unterstreicht“. Ab 2020, kündigt [foto id=“317515″ size=“small“ position=“right“]Toyotas Deutschland-Sprecher an, soll es von Toyota in jedem Kernsegment eine Hybridvariante geben, „so selbstverständlich wie heute Diesel und Benziner“.

Antrieb aus dem Prius

Der Hybrid-Auris ist der nächste Schritt dazu. In ihm ist der Prius-Vollhybrid-Antrieb komplett übernommen worden. Der 1,8-Liter-Benziner und der Elektromotor, in der Fachsprache „permanent erregter Synchronläufer“ genannt, bringen es auf 136 PS Systemleistung mit Fahrwerten, die auf dem Niveau vergleichbarer 2,0-Liter-Diesel oder -benziner liegen. Der Mixverbrauch des Tempo 180 schnellen Hybrid-Auris findet sich in Verbindung mit dem stufenlosen Getriebeautomaten mit bis unter vier Litern zumindest im Datenblatt, was pro Kilometer einem Kohlendioxid-Ausstoß von weniger als 90 Gramm entspricht.

Bis Tempo 50 rein elektrisch

Von den vier Fahrmodi sind drei auf Knopfdruck zuschaltbar. Der Eco-Modis ist eher auf Sparsamkeit, der Power-Modus mehr auf Leistung ausgelegt. Im EV-Modus lässt sich der Toyota rein elektrisch und damit lokal völlig schadstofffrei fahren. [foto id=“317516″ size=“small“ position=“left“]Höchstgeschwindigkeit und Reichweite gibt Toyota in diesem Fall mit Tempo 50 und zwei Kilometern an.

Motoren arbeiten Hand in Hand

Beim Beschleunigen arbeiten Verbrennungs- und Elektromotor Hand in Hand. „Im Schiebebetrieb und beim Bremsen“, erklärt Technikexperte Tim Fronzeck, „wandelt der Elektromotor, der nun als leistungsstarker Generator agiert, überschüssige Bewegungs- in elektrische Energie um und speichert sie in der Nickel-Metallhyrid-Batterie.“ Deren Einbau hinter den Rücksitzen führt allerdings dazu, dass das sonst übliche minimale Auris-Ladevolumen um 44 auf nur noch 310 Liter schrumpft; klappt man die Lehnen im Fond um, sind fast 1300 Liter möglich. Die spritsparende Stopp/Start-Automatik ist bereits Teil der Antriebssystems.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Video; „Robuste und zuverlässige Technik“; Schon gutes ausgestattetes Basispaket; Auch optisch emotionalere Wahl; Datenblatt

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Video Toyota Auris: Der erste Kompakt-Hybrid

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„Robuste und zuverlässige Technik“

Dass die Synergy-Drive-Hybride der Japaner im direkten Vergleich nur ein Fünftel der Garantiekosten verursachen und weniger als zwei Prozent dieser Kosten auf Komponenten des Hybridantriebs entfallen, zeigt aus Sicht Fronzecks, „wie robust und [foto id=“317517″ size=“small“ position=“left“][foto id=“317518″ size=“small“ position=“left“]zuverlässig die Technologie ist“.

Schon gutes ausgestattetes Basispaket

In zwei Ausstattungen wird der Hybrid-Auris angeboten. Schon im Basispaket sind laut Markus Burgmer etwa Stabilitätsprogramm, sieben Airbags, darunter einer fürs Fahrerknie, Klimaautomatik, CD/MP3-Audiosystem sowie 15/17-Zöller mit 195/215er-Reifen enthalten. Bis 2012 ist bei uns geplant ist, die Verkäufe des in England gefertigten Hybrid-Auris von 1800 über 2800 auf 3300 Einheiten zu steigern.

Auch optisch emotionalere Wahl

Alles in allem: Gegenüber dem mehr Platz bietenden, aber kompromisslosen Prius, 850 Euro teurer ist als ein Auris-Fünftürer-Diesel 2.0 D-4D, ist der neue Kompakthybrid, der wie seine 90 bis 177 PS starken Benziner- und Dieselbrüder insgesamt sicheres Fahrverhalten mit gutem Federungskomfort aufweist, bei allen Abstrichen etwa in puncto Gepäckraum die auch optisch emotionalere Wahl. Er ist genauso solide verarbeitet, mutet für die Klasse standesgemäß an. Die Sicht nach hinten bleibt nach wie vor eingeschränkt. Das Platzangebot reicht zum Teil auch hinten jedenfalls für die Kurz- und für die Mittelstrecke.

Datenblatt: Toyota Auris Hybrid
   
Motor: Vierzylinder-Benziner plus Elektromotor
Hubraum: 1,8 Liter
Systemleistung: 100/136 kW/PS (73/99 kW/PS Verbrennungsmotor, 60/82 kW/PS Elektromotor)
Maximales Drehmoment: 142/207 Newtonmeter Umdrehungen pro Minute (Verbrennungs-/Elektromotor)
Beschleunigung: 11,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100
Höchstgeschwindigkeit: 180 Stundenkilometer
   
Umwelt: Laut Toyota Mixverbrauch je nach Reifengröße 3,8/4,0 Liter pro 100 Kilometer,
89/93 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilometer
   
Preis: 22 950 Euro (Life)
24 950 Euro (Executive)

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