Motorradfahren: Knautschzone Leder – gute Beratung hilft
Motorradfahren: Knautschzone Leder - gute Beratung hilft Bilder

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Motorradfahren: Knautschzone Leder ? gute Beratung hilft Bilder

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Die Motorradfahrer sind startklar: Nach einem Winter fast ohne Schnee fiebern sie den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings entgegen. Dann können sie endlich wieder aufs Mopped steigen, durch die City cruisen und durch bergige Kurven flitzen. Mensch und Maschine benötigen nach der Winterpause aber eine Aufwärmphase. Die Biker sollten nach Ansicht des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) nicht gleich mit Vollgas losbrettern, sondern sich langsam wieder an den Verkehr und an die rasante Beschleunigung ihrer Maschine gewöhnen.

Zur Eröffnung der Motorradsaison raten die Fachleute den Bikern, ein Fahrsicherheitstraining zu besuchen und ihre Ausstattung zu überprüfen. Denn Protektoren-Kombi, Helm, Handschuhe und Stiefel sind bei einem Sturz wie eine Lebensversicherung und die einzige Knautschzone. Eine verdammt kurze.

Die Zahl der Motorradunfälle mit tödlichem Ausgang sinkt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zwar weiter und liegt derzeit bei rund 600 Toten pro Jahr, aber bei knapp 30 000 Stürzen von Bikern per anno in Deutschland ist der Freizeitspaß Motorradfahren nach wie vor äußerst gefährlich. Auf der Suche nach der richtigen Schutzkleidung stehen vor allem Fahranfänger aufgrund der vielfältigen Angebote der Ausstatter oft vor der Qual der Wahl.

Soll der Anzug aus Leder oder Textil sein? Sind Protektoren an Hüfte, Knie, Schultern und Ellenbogen tatsächlich wirksam oder schränken sie nur die Beweglichkeit ein? Erfüllt ein preiswerter Helm die Sicherheitsanforderungen [foto id=“500963″ size=“small“ position=“left“]oder soll man beim Kauf eine schützende Carbonschale für 400 Euro und mehr im Visier haben? Antworten auf diese entscheidenden Fragen zur Sicherheit erhalten die Zweiradfans bei den drei Marktführern für Motorrad-Ausstattung: Polo, Detlev Louis und Hein Gericke.

In den Stores steht an Zubehör alles in den Regalen, dort hängt an Bekleidung alles an den Ständern, was das Herz eines Bikers höher schlagen lässt. Die Ausstatter-Branche fährt geschäftlich im Windschatten der Motorradhersteller, deswegen wächst mit den steigenden Zulassungszahlen von knapp drei Prozent im vergangenen Jahr auch der Umsatz der Zubehöranbieter.

Die Mitarbeiter in den Filialen der Motorradausstatter spüren verstärkt, dass die Kunden gut informiert in die Geschäfte kommen. „Die Biker sind optimal vorbereitet und wissen genau, was sie wollen“, sagt Dr. Michael Kern, der vor einem Jahr in der Polo-Zentrale im nordrhein-westfälischen Jüchen die Geschäftsführung des Traditionsunternehmens übernommen hat. Kern hatte keinen einfachen Start, denn vor zwei Jahren musste das 1980 gegründete Unternehmen – so wie der Mitbewerber Hein Gericke im Dezember 2013 – nach einigen geschäftlichen Fehlzündungen Insolvenz anmelden – Polo konnte aber mit Hilfe eines Konsortiums recht schnell wieder Gas geben und bei Hein Gericke sitzen jetzt auch neue Eigentümer im Sattel.

Der neue Polo-Chef will seinen Fokus „klar und konsequent“ auf die Kunden ausrichten und setzt auf die Kompetenz der Mitarbeiter. Wer Biker beraten wolle, müsse seine Ware kennen und wissen, wovon er rede, sagt der Geschäftsführer der Polo Motorrad und Sportswear GmbH, in deren Sortiment sich rund 40 000 Produkte befinden. Der 59 Jahre alte Manager hat seine Mitarbeiter deshalb zu Seminaren in die hauseigene Schulungsakademie geschickt, damit sie den gut vorbereiteten Bikern in den Geschäften mindestens auf Augenhöhe begegnen.

Um herauszufinden, ob und wo es in der Beratung und im Service Probleme gibt, hat Polo außerdem beim sogenannten Mystery Shopping von „verdeckten Kunden“ Protektoren-Jacken, Navigationsgeräte oder etwa Klapphelme kaufen lassen. Mit Blick auf die Belegschaft sieht Geschäftsführer Kern einen großen Vorteil in seinem Mitarbeiterstamm. 90 Prozent der derzeit rund 700 Leute bei Polo fahren selbst Motorrad. „Die sind im Stoff“, sagt der Westfale.

Für Polo ist die Sicherheitsbekleidung für Biker nicht Jacke wie Hose. Das Unternehmen hat einige Eigenmarken wie beispielsweise FLM oder Pharao und hofft, mit der internen Design-Abteilung bei den Kunden einen guten Schnitt zu machen. Die Angebote für Frauen nehmen dabei einen immer breiteren Raum ein. Die Designer schneiden die Leder- und Textilprodukte speziell auf die Bikerinnen zu – in der Passform, der Farbe und im Modetrend. Schließlich muss die Kombi auf dem „Mopped“ gut sitzen.

„Die Ausstattung für Frauen war bei Polo nie Beiwerk, da unterscheiden wir uns von der Konkurrenz“, sagt Michael Kern. Der Anteil der Bikerinnen liegt nach Angaben von Polo derzeit bei knapp 20 Prozent – Tendenz steigend. Früher spielten sie meist die Rolle der Sozia, heute sitzen sie vorn, drehen selbst am Gasgriff und leben den Spaß auf zwei Rädern aus.

Den neuen Katalog hat Polo jetzt frisiert. Das 700 Seiten starke Werk soll sich wie ein Magazin lesen. Es wurde neu konzipiert und ist stärker auf die Kunden ausgerichtet. Motorradfahrer brennen zwar alle für die gleiche Leidenschaft und das Gefühl von Freiheit, Beschleunigung, Speed und Flexibilität im überfüllten Straßenverkehr; aber sie sind alles andere als eine homogene Gruppe. Die Biker-Szene unterteilt sich nämlich in Abenteurer, Kurvenjäger und andere Individualisten. Diese Kunden finden im Katalog jetzt zu ihren Themen alles auf einen Blick: Touren, Enduro, Sport oder Custom und in gesonderten Kapiteln vom Helm bis zu den Stiefeln alle Produkte, die zu ihnen passen.

Wer sich beim Kauf der Schutzkleidung in den Shops der Motorradausstatter richtig beraten lässt und sich für Jacke und Hose mit Protektoren entscheidet, sollte diese auch konsequent tragen, sagen die Experten des Deutschen Verkehrssicherheitsrates. Auch an heißen Sommertagen sollte niemand in einer dünnen Hose und im T-Shirt auf dem Motorrad unterwegs sein. Auf der Internetseite des DVR und des Bundesverkehrsministeriums www.runter-vom-gas.de finden Biker Tipps zur Bekleidung und zur sicheren Fahrweise.

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